Das terrestrische Manifest - Latour, Bruno
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Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht.
In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann
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Produktbeschreibung
Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht.

In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren. Bruno Latour unternimmt den Versuch, die Landschaft des Politischen neu zu vermessen und unsere politischen Leidenschaften auf neue Gegenstände auszurichten. Jenseits überkommener Unterscheidungen wie links und rechts, fortschrittlich und reaktionär plädiert er für eine radikal materialistische Politik, die nicht nur den Produktionsprozess einbezieht, sondern auch die ökologischen Bedingungen unserer Existenz.
  • Produktdetails
  • edition suhrkamp 7362
  • Verlag: Suhrkamp
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 136
  • Erscheinungstermin: 16. April 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 126mm x 17mm
  • Gewicht: 208g
  • ISBN-13: 9783518073629
  • ISBN-10: 3518073621
  • Artikelnr.: 26149296
Autorenporträt
Latour, Bruno
Bruno Latour, geboren 1947 in Beaune, Burgund, Sohn einer Winzerfamilie. Studium der Philosophie und Anthropologie, von 1982 bis 2006 Professor am Centre de l'Innovation an der Ecole nationale supérieure de mine in Paris. Gastprofessor an der University of California San Diego, der London School of Economics und am historischen Seminar der Harvard University. Seit Juni 2007 ist Bruno Latour Professor am Sciences Politiques Paris und dem Centre de Sociologie des Organisations (CSO). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2013 den Holberg- Preis.
Rezensionen
"Latours Buch ist eine politische Programmschrift ... Das Manifest will sein Publikum vom Kopf auf die Füße stellen. Im Titel liegt auch eine Aufforderung: Kommt auf den Boden der Tatsachen! Wacht auf!"
Hendrikje Schauer, Der Tagesspiegel 11.05.2018

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Für Dirk Pilz eröffnet der Philosoph Bruno Latour mit seinem Manifest die Diskussion. Nachzuvollziehen, dass eine neue geopolitische Epoche angebrochen ist, wie der Autor behauptet, scheint Pilz noch Schwierigkeiten zu bereiten. Das neue Klimaregime, das dem Klimawandel folgt, zusammenzudenken mit der Globalisierung, der Ungleichheit und der Migration, scheint ihm aber anregend genug, auch wenn die Erwartungen an Europa in dieser Hinsicht, die der Autor stellt, ihm hoch vorkommen. So vage der Autor in seinen Ausführungen bleibt, so klar hört der Rezensent die Aufforderung, die Änderung der Welt-Verhältnisse wahrzunehmen.

© Perlentaucher Medien GmbH