Einwegbilder

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Bildkritik befasst sich üblicherweise mit Bildern, die aufbewahrt und gehütet, archiviert und dokumentiert werden. Was aber ist mit Bildern, denen kein dauerhafter Wert zugebilligt wird? Einwegbilder generieren ihren Wert in der kurzen Dauer, in der sie ihre Funktion erfüllen. Ihnen scheinen eindeutige und ausschließliche Rezeptions- und Gebrauchsweisen eingeschrieben zu sein. Eintrittskarten werden entwertet, Briefmarken abgestempelt, Plakate überklebt, Bauanleitungen und Gebrauchsanweisungen, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, ebenso oft weggeworfen wie Bildkalender, Warenkataloge,…mehr

Produktbeschreibung
Bildkritik befasst sich üblicherweise mit Bildern, die aufbewahrt und gehütet, archiviert und dokumentiert werden. Was aber ist mit Bildern, denen kein dauerhafter Wert zugebilligt wird? Einwegbilder generieren ihren Wert in der kurzen Dauer, in der sie ihre Funktion erfüllen. Ihnen scheinen eindeutige und ausschließliche Rezeptions- und Gebrauchsweisen eingeschrieben zu sein. Eintrittskarten werden entwertet, Briefmarken abgestempelt, Plakate überklebt, Bauanleitungen und Gebrauchsanweisungen, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, ebenso oft weggeworfen wie Bildkalender, Warenkataloge, Tageszeitungen und Modezeitschriften. Manche Arten von Bildern werden in rituellen Handlungen zerstört, wodurch sie einen Teil ihrer Magie gewinnen. Bei den meisten Einwegbildern, so die These, ergibt sich ihre ikonische Kraft erst durch das Verschwinden. Je erfolgreicher Einwegbilder sind, desto weniger lässt sich eigentlich über sie berichten. Mit dem vorliegenden Band werden die unterschiedlichen Verwendungs- und Existenzformen dieser Bilder untersucht.
  • Produktdetails
  • eikones
  • Verlag: Fink (Wilhelm
  • Seitenzahl: 311
  • Erscheinungstermin: 10. November 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 156mm x 25mm
  • Gewicht: 605g
  • ISBN-13: 9783770560677
  • ISBN-10: 3770560671
  • Artikelnr.: 44260824
Autorenporträt
Michael Hagner, geb. 1960, ist Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich.

Vera Wolff ist Kunsthistorikerin. Seit November 2011 ist sie Mitarbeiterin des NFS Bildkritik eikones an der Universität Basel und Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Wissenschaftsforschung der ETH Zürich. Zuvor war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin des DFG-Projekts "Archiv zur Erforschung der Materialikonographie" am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.