Angst und Methode in den Verhaltenswissenschaften - Devereux, Georges
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George Devereux legte mit diesem 1967 erstmals erschienenen Buch eine Kritik der verhaltenswissenschaftlichen Methodologie vor, deren prinzipielle Neuorientierung er damit einleitete. Devereux plädiert dafür, nicht nur das Verhalten des Forschungsobjekts, sondern auch alle von den Beobachtenden hervorgerufenen "Störungen", vor allem aber das Verhalten des Beobachters bzw. der Beobachterin selbst zu analysieren. Methodologischer Objektivismus, der letzteres vermeidet, beruht Devereux zufolge weitgehend auf Angst, die durch das Forschungsobjekt hervorgerufen wird und durch die Abwehr der…mehr

Produktbeschreibung
George Devereux legte mit diesem 1967 erstmals erschienenen Buch eine Kritik der verhaltenswissenschaftlichen Methodologie vor, deren prinzipielle Neuorientierung er damit einleitete. Devereux plädiert dafür, nicht nur das Verhalten des Forschungsobjekts, sondern auch alle von den Beobachtenden hervorgerufenen "Störungen", vor allem aber das Verhalten des Beobachters bzw. der Beobachterin selbst zu analysieren. Methodologischer Objektivismus, der letzteres vermeidet, beruht Devereux zufolge weitgehend auf Angst, die durch das Forschungsobjekt hervorgerufen wird und durch die Abwehr der Gegenübertragung des Beobachters bzw. der Beobachterin bestimmt ist. Diese These illustriert Devereux an 400 Beispielen aus allen Bereichen der Humanwissenschaften und der Literatur, wobei ihm das Material seiner jahrzehntelangen ethnopsychiatrischen und ethnopsychoanalytischen Studien, seiner psychoanalytischen Praxis und seiner profunden humanistischen Bildung zugutekommt. Insofern ist dieser Klassiker ein Versuch, eine Summe dieser umfassenden Erfahrungen zu ziehen.
  • Produktdetails
  • Bibliothek der Psychoanalyse
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 2748
  • Seitenzahl: 408
  • Erscheinungstermin: April 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 148mm x 32mm
  • Gewicht: 590g
  • ISBN-13: 9783837927481
  • ISBN-10: 3837927482
  • Artikelnr.: 50202104
Autorenporträt
Karin Kersten studierte Komparatistik in Göttingen und Berlin, wo sie heute lebt. Sie arbeitet als freie Autorin für mehrere Rundfunkanstalten und als Übersetzerin, u.a. von Djuna Barnes, Doris Lessing und Virginia Woolf.

Dr. Dipl.-Psych. Hans-Jürgen Wirth, Priv.-Doz., Psychologischer Psychotherapeut, arbeitet als Psychoanalytiker in eigener Praxis in Gießen und als Privat-Dozent an der Universität Bremen.
Inhaltsangabe
Inhalt Vorwort Weston La Barre Einleitung Die These Teil I: Daten und Angst Kapitel I Auf der Suche nach einer wissenschaftlichen Verhaltensforschung Anhang zu Kapitel I Die Beziehung zwischen Logik und wissenschaftlicher Arbeit im alten Griechenland Kapitel II Die Spezifität der Verhaltenswissenschaft Kapitel III Reziprozität zwischen Beobachter und Objekt Anhang zu Kapitel III Das Trauma von der Stummheit der Materie Kapitel IV Psychologische Implikationen der Reziprozität zwischen Beobachter und Objekt Kapitel V Gegenübertragung in der Verhaltenswissenschaft Ursachen der Angst bei der verhaltenswissenschaftlichen Forschung Kapitel VI Angstreaktionen auf verhaltenswissenschaftliche Daten Teil II: Gegenübertragung in der verhaltenswissenschaftlichen Forschung Kapitel VII Professionelle Abwehrstrategien Kapitel VIII Sublimatorischer oder abwehrender Gebrauch der Methodologie Kapitel IX Irrationalität in der Sexualforschung Anhang zu Kapitel IX Das Problem der persönlichen Erfahrung Kapitel X Die Relevanz primitiver Verhaltenstheorien Teil III: Der Wissenschaftler und seine Wissenschaft Kapitel XI Kulturell aufgenötigte Verzerrungen Kapitel XII Der soziale Hintergrund des Wissenschaftlers Kapitel XIII Menschlicher Status und Selbst
Bezogenheit der Forschung Kapitel XIV Das Selbst
Modell: Somatotyp und Rasse Kapitel XV Das Selbst
Modell: Geschlecht Kapitel XVI Alter als Faktor der Gegenübertragung Kapitel XVII Persönlichkeit und die Verzerrung von Daten Kapitel XVIII Die Rolle der Persönlichkeit bei der Untersuchung von Gruppen und Individuen Kapitel XIX Ausgelöste Gegenübertragung: Die komplementäre Rolle Teil IV: Verzerrung als Weg zur Objektivität Kapitel XX Auslösung als Störung Kapitel XXI Ausnutzung von durch die Beobachtung bedingten Störungen Kapitel XXII Die Trennung zwischen Objekt und Beobachter Kapitel XXIII Die Theorie der Objekt/Beobachter
Trennung und die Natur verhaltenswissenschaftlicher Daten Kapitel XXIV Trennung, Struktur und Erklärung Anmerkungen Bibliographie