Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper
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Sherlock Holmes mit seinem schrecklichsten Fall! In diesem großartigen neuen Adventure macht der berühmte Detektiv Jagd auf den gefährlichsten Serienmörder in der Geschichte Englands - Jack the Ripper. Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper wurde komplett in 3D umgesetzt und bietet Ihnen zu jeder Zeit des Spiels zwei unterschiedliche Perspektiven: Verfolgen Sie das Geschehen aus der dritten Person im bewährten Stil traditioneller "Point & Click"-Adventures oder aus der Egoperspektive für eine genauere Untersuchung. Sie haben immer die freie Wahl zwischen einer der beiden Perspektiven oder können…mehr

Produktbeschreibung
Sherlock Holmes mit seinem schrecklichsten Fall! In diesem großartigen neuen Adventure macht der berühmte Detektiv Jagd auf den gefährlichsten Serienmörder in der Geschichte Englands - Jack the Ripper. Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper wurde komplett in 3D umgesetzt und bietet Ihnen zu jeder Zeit des Spiels zwei unterschiedliche Perspektiven: Verfolgen Sie das Geschehen aus der dritten Person im bewährten Stil traditioneller "Point & Click"-Adventures oder aus der Egoperspektive für eine genauere Untersuchung. Sie haben immer die freie Wahl zwischen einer der beiden Perspektiven oder können beide nutzen, um voll und ganz in dieses Furcht erregende Abenteuer einzutauchen.
Systemvoraussetzungen
  • Windows 2000/XP/Vista
  • CPU: 1
  • 3 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
  • Speicher (RAM): ab 512 MB RAM
  • CD-ROM: DVD Laufwerk erforderlich
  • Soundkarte: DirectX 9 - kompatibel
  • Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 64 MB. Zusatz: DirectX 9.0c oder höher
  • 3 GB freier Festplattenspeicher.
Rezensionen
Nachdem Sherlock Holmes in seinem letzten Abenteuer dem französischen Meisterdieb Arsène Lupin zeigen konnte, wo der Frosch die Locken hat, misst der Detektiv in Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper seine Kräfte mit dem vermeintlichen Londoner Serienmörder, der zwischen August und November 1888 angeblich fünf Prostituierte im East End der englischen Hauptstadt ermordet haben soll. Ob es sich lohnt, den Meisterdetektiv bei seinem neuesten Fall zu unterstützen, haben wir für euch getestet...

Bestialische Morde im horizontalen Gewerbe

Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Konversation zwischen Sherlock Holmes und seinem Freund Dr. Watson. Holmes sinniert darüber, wie viele Gewalttaten wohl in dieser Nacht in London begangen werden und wie sinnlos doch das Leben sei. Bevor er jedoch vollends in Depressionen versinkt, wünscht er Watson eine gute Nacht. Eine weniger angenehme Nacht wird es für eine der zahlreichen Londoner Damen des horizontalen Gewerbes, die von einem Serienmörder - natürlich handelt es sich um Jack The Ripper - bestialisch ermordet wird.

Als Holmes und Watson am nächsten Morgen von dem Verbrechen aus der Zeitung erfahren, nehmen die beiden sofort die Ermittlungen auf. Auf den Spieler wartet damit eine spannende Geschichte, die tempo- sowie abwechslungsreich erzählt wird und keine Langeweile aufkommen lässt...

3rd-Person oder....

Während des Spiels übernehmen wir abwechselnd und je nach Spielsituation die Kontrolle sowohl über Watson als auch über Holmes. Wie schon im Remake von Sherlock Holmes - Die Spur der Erwachten ist es möglich, unser Alter Ego wahlweise aus der Ego- oder der 3rd-Person-Perspektive zu steuern. Mit der mittleren Maustaste oder der R-Taste kann jederzeit hin- und hergeschaltet werden. Aus der 3rd-Person-Ansicht lenken wir unseren Charakter mit der linken Maustaste durch die Spielwelt. Die Cursorsymbole verändern sich kontextabhängig. Beim normalen Cursor handelt es sich - wie passend - um ein blutverschmiertes Messer. Füße zeigen einen Bildschirmausgang an. Eine Lupe erlaubt die genauere Untersuchung eines Gegenstands, während das Hand-Symbol für das Benutzen oder Aufnehmen eines Objekts eingesetzt wird. Eine Sprechblase kommt naturgemäß zum Starten eines Gesprächs mit anderen Charakteren zum Einsatz. Mit einem Doppelklick machen wir Holmes und Watson Beine. Allerdings ist es gar nicht nötig, die beiden durch London joggen zu lassen, da uns eine Karte komfortabel sekundenschnell zu jedem Schauplatz befördert.

Im Bereich Komfort haben die Entwickler auch an eine Hotspot-Anzeige gedacht, welche die wichtigsten Objekte und Personen mit Hilfe der Leertaste einblendet. Dies ist auch immer wieder notwendig, da wichtige Gegenstände - etwa beim Untersuchen eines Tatorts - leicht einmal übersehen werden können. Teilweise erweist sich hier die 3rd-Perspektive als übersichtlicher, da beim Absuchen des Bildschirms mit dem Cursor dieser schneller reagiert und spielrelevante Objekte anzeigt.

...Ego-Perspektive?

In der Ego-Persketive hingegen müssen wir sehr nahe vor einem Gegenstand stehen, damit sich der Cursor entsprechend verändert. Anderseits haben wir durch die 360°-Rundumsicht einen besseren Überblick. Zudem kommen der Meisterdetektiv und sein Gehilfe aus der Ego-Ansicht schneller voran. Atmosphärischer ist die Ich-Perspektive darüber hinaus auch, da sie ein Mittendrin-Gefühl vermittelt, es keine einzelnen Szenen gibt, sondern die Übergänge im viktorianischen London fließend sind.

Aufgesammelte Objekte wandern schließlich ins Inventar. Dieses lässt sich mit einem Rechtsklick oder der I-Taste öffnen. Im Inventar werden die eingesackten Gegenstände abgelegt sowie Dialoge (aus den Gesprächen mit den NPCs) und Dokumente (Zeitungsartikel, Polizeiberichte etc.) gespeichert. Darüber hinaus befinden sich hier Notizen (Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse) sowie besagte Karte.

Kriminalistische Arbeit

Diese gespeicherten Informationen haben im weiteren Spielverlauf immer wieder Bedeutung, so dass wir uns Einzelheiten am besten gut merken oder einfach noch einmal nachlesen. Doch der Reihe nach.

Während des Spiels lösen wir verschiedenste Objekt- und Logikrätsel. Beispielsweise will das Schloss einer Aktentasche geknackt oder aber eine zerrissene Notiz zusammengesetzt werden. Auch wenn die ein oder andere Knobelei etwas altbacken daherkommt, sind die Rätsel insgesamt überwiegend logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Etwas negativ fällt hingegen auf, dass wir auffällig oft, einer Person einen Gefallen tun müssen. Das funktioniert dann folgendermaßen: Wir brauchen etwas von Person A, die uns aber erst darum bittet, einen Gegenstand von Person B zu besorgen. Person B will uns jedoch erst weiterhelfen, wenn wir ihr einen Gegenstand von Person C überbringen.

Spaßig ist in jedem Fall die Untersuchung eines Tatorts. Hier müssen wir die Leiche - es werden jedoch keine grausigen Details und in der Nahansicht nur ein comichafter Oberkörper gezeigt - und ihre nähere Umgehung nach Hinweisen untersuchen. Haben wir schließlich alles Wesentliche gefunden, geht es an die Herleitung des Tatvorgangs. Hierzu nehmen unsere virtuellen Aufzeichnungen zur Hand und müssen für jedes Indiz aus drei möglichen Antworten die richtige Schlussfolgerung ziehen. Dadurch entstehen wiederum neue Erkenntnisse und letztendlich eine regelrechte Indizienkette, die etwa auf ein mögliches Motiv oder den Täter schließen lässt. Teilweise führen jedoch sprachliche Ungenauigkeiten zu ungewollter Verwirrung. Auch fällt störend auf, dass wir mit Trial & Error nicht selten schneller vorankommen als durch Wissen und Logik. Darüber hinaus bedarf es schon einiger Zeit, um sich in die Handhabung dieser Logikspiele hineinzufuchsen. Selbsterklärend sind sie jedenfalls nicht immer.

Dennoch machen solche Logikspiele, zu denen etwa auch die Bestimmung des exakten Mordzeitpunkts gehört, Spaß, da wir uns selbst an die kriminalistische Arbeit machen dürfen. Es ist sehr motivierend, schließlich durch die eigenen Schlussfolgerungen Ergebnisse zu erzielen und nicht wie in vielen anderen Krimi-Adventures ausschließlich durch das Lösen von Objekt-Rätseln voranzukommen.

Der Schwierigkeitsgrad ist insgesamt recht moderat angelegt. Während manches Logikrätsel den Genuss von Traubenzucker empfehlenswert macht, sind viele Rätsel mit ein wenig Gehirnschmalz recht schnell gelöst. Zudem geben Holmes und Watson immer wieder einen Hinweis auf die nächste zu erledigende Aufgabe, so dass ein roter Faden den Spielablauf durchzieht und Abenteurer nicht ratlos durchs düstere London irren.

Lebendiges London

Grafisch macht das Spiel einen guten Eindruck. Sherlock Holmes' London wirkt sehr detailliert und authentisch. Teilweise so authentisch, sprich dunkel und dreckig, dass wichtige Objekte schon einmal übersehen werden. Die Straßen sind mit etlichen Charakteren bevölkert, die verschiedenen Aktivitäten nachgehen und der Großstadt Leben einhauchen. Auch die Gestiken, Mimiken sowie Animationen der NPCs können überzeugen und tragen zur Atmosphäre bei. Den positiven Eindruck trüben jedoch wenige kleinere Grafikfehler sowie die optisch nicht gelungenen Menüs und Logikrätsel.

Die Lokalisierung ist insgesamt sehr gut gelungen. Die Charaktere wurden passend besetzt, und die Sprecher machen einen guten Job. Sämtliche Texte und Dokumente wurden komplett ins Deutsche übersetzt. Die Musik ist sehr unauffällig, passt aber zum Szenario. Auch sorgen etliche Hintergrundgeräusche für eine lebendiges London. Lediglich die Laufgeräusche sind völlig misslungen und erinnern eher an ein Pferd als an einen Menschen.

Fazit: Die spannende Geschichte rund um die brutalen Morde und Jack The Ripper weiß gleich von Beginn an zu begeistern. Zudem schafft es das Spiel, durch seine Erzählweise sowie den moderaten Schwierigkeitsgrad ein für ein Adventure rasantes Tempo aufzunehmen und an den Bildschirm zu fesseln.

Die Rätsel machen insgesamt Spaß. Insbesondere die kriminalistische Arbeit kann trotz kleinerer Schwächen motivieren. Ich finde es prima, wenn ich in einem Krimi-Adventure Hinweise sammle, hieraus schließlich Schlussfolgerungen ziehen darf und auf diese Weise einen Spielfortschritt erlange.

Für Krimi-Fans ist das neueste Abenteuer des britischen Meisterdetektivs aber dennoch eine klare Empfehlung und kommt gegenüber dem Vorgängertitel Sherlock Holmes jagt Arsene Lupin in allen Bereichen stark verbessert daher.

Wertung: 82 von 100 Punkten

(Stephan Petersen/GameCaptain.de)
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Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung