Pragmatismus und Ideologie. - Cioli, Monica

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Die Analyse der Organisationsformen des deutschen Liberalismus, wie sie sich im politischen Alltag entwickelt haben, eröffnet eine fruchtbare historiographische Perspektive. Aus diesem Blickwinkel können zum einen die Kenntnisse über eine (im weitesten Sinne) Sozialgeschichte des deutschen Parteiwesens im 19. Jahrhundert erweitert werden. Zum anderen gelingt es, die These einer vermeintlichen Unfähigkeit des Liberalismus zur Organisation und sozialen Milieubildung erneut zu relativieren.
Die vorliegende Arbeit ist dieser Perspektive verpflichtet. Monica Cioli analysiert die
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Produktbeschreibung
Die Analyse der Organisationsformen des deutschen Liberalismus, wie sie sich im politischen Alltag entwickelt haben, eröffnet eine fruchtbare historiographische Perspektive. Aus diesem Blickwinkel können zum einen die Kenntnisse über eine (im weitesten Sinne) Sozialgeschichte des deutschen Parteiwesens im 19. Jahrhundert erweitert werden. Zum anderen gelingt es, die These einer vermeintlichen Unfähigkeit des Liberalismus zur Organisation und sozialen Milieubildung erneut zu relativieren.

Die vorliegende Arbeit ist dieser Perspektive verpflichtet. Monica Cioli analysiert die Organisationsformen der Nationalliberalen Partei, der Deutschen Fortschrittspartei und der Liberalen Vereinigung in der Zeit der sogenannten Zweiten Reichsgründung zwischen 1878 und 1884. Anhand dieser Untersuchung macht die Autorin deutlich, dass die Liberalen nicht nur politisch, sondern auch organisatorisch pragmatisch waren, was sie anhand der Analyse des Bundeswesens, des Vereinswesens und des Honoratiorenwesens aufzeigt.

Im weiteren Verlauf der Arbeit vergleicht Cioli den deutschen mit dem italienischen Liberalismus. Dabei legt sie dar, daß die unterschiedlichen Organisationsformen auf die jeweiligen Staatsformen zurückgeführt werden können. Sie erörtert in diesem Zusammenhang auch, inwiefern sich der deutsche Föderalismus und der italienische Zentralstaat auf die Organisationsform der Liberalen beider Nationen auswirken konnten.
  • Produktdetails
  • Beiträge zur Politischen Wissenschaft Bd.129
  • Verlag: Duncker & Humblot
  • Seitenzahl: 340
  • Erscheinungstermin: August 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 159mm x 20mm
  • Gewicht: 455g
  • ISBN-13: 9783428111367
  • ISBN-10: 3428111362
  • Artikelnr.: 27539821
Inhaltsangabe
Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Realpolitik und Organisation als wesentliche Merkmale im deutschen Liberalismus zur Zeit der Reichsgründung: Staat und Gesellschaft in der liberalen Staatslehre: Der liberale Weg zur Reform - Kategorien des politischen Organisationswesens im deutschen Liberalismus des 19. Jahrhunderts - 2. Die Deutsche Fortschrittspartei 1878-1884: Momente und Elemente der Partizipation - Momente und Elemente der Leitung - 3. Die Nationalliberale Partei 1878-1884: Momente und Elemente der Partizipation - Momente und Elemente der Leitung - 4. Die Liberale Vereinigung von ihrem Entstehen bis zum Jahr 1884: Der Entstehungsprozess der Sezession - Momente und Elemente der Partizipation - Momente und Elemente der Leitung - 5. Das liberale Netz in Berlin und München: Das Beispiel Berlin - Das Beispiel München unter Berücksichtigung des Landes Bayern - 6. Schlussbetrachtungen aus vergleichender historischer Perspektive: Deutschland und Italien: Organisationsform des italienischen Liberalismus - Das politische System Italiens - Der deutsche Liberalismus in vergleichender Perspektive zu Italien - Anhang, Bibliographie - Personen- und Sachwortverzeichnis
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Michael Epkenhans lobt, dass dieses Buches von Monica Cioli sich auf eine "breite Quellengrundlage" stütze und sein Untersuchungszeitraum "gut gewählt" sei. Vor allem aber erscheine die "zentrale These" des Buches "in jeder Hinsicht überzeugend". Diese besagt, wie Epkenhans berichtet, dass die eigentliche Ursache für die Schwäche des deutschen Liberalismus im 19. Jahrhundert in einer "unzureichenden Erneuerung des Programms" der liberalen Parteien zu sehen sei - und nicht etwa in seiner "Unfähigkeit zur Organisationsbildung", wie Epkenhans zufolge eine der letzten "Legenden" besagt. Unzureichend war demnach vor allem, erfährt man, die programmatische Reaktion der Liberalen auf Bismarcks Hinwendung zur sozialen Frage, da hätten die Liberalen dann, im Vergleich mit SPD und Bismarck, zu wenig eigenes entgegengesetzt. Die Autorin belegt diese These, erfährt man noch, unter anderem mit Hilfe detaillierter Ausführungen über die Geschichte der liberalen Organisationen in München und Berlin, und anhand eines - eher kursorischen - Vergleichs des deutschen mit dem italienischen Liberalismus.

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