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Sätze wie Skulpturen - Geschichten wie Choräle 'Die Bestie von Paris und andere Geschichten' versammelt Marie-Luise Scherers legendäre Paris-Reportagen, die "zum Kernbestand der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte" (Hans Magnus Enzensberger) zählen. Ihre fein recherchierten Geschichten - geprägt von subtilem Witz und präzisester Beobachtungsgabe - umspannen das Pariser 20. Jahrhundert in all seinen Facetten: Eine Begegnung mit Philippe Soupault, die sie tief in die Geschichte des Surrealismus führt, Reflexionen über Proust und das Paris der Oberschicht anlässlich der Dreharbeiten für…mehr

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Produktbeschreibung
Sätze wie Skulpturen - Geschichten wie Choräle 'Die Bestie von Paris und andere Geschichten' versammelt Marie-Luise Scherers legendäre Paris-Reportagen, die "zum Kernbestand der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte" (Hans Magnus Enzensberger) zählen. Ihre fein recherchierten Geschichten - geprägt von subtilem Witz und präzisester Beobachtungsgabe - umspannen das Pariser 20. Jahrhundert in all seinen Facetten: Eine Begegnung mit Philippe Soupault, die sie tief in die Geschichte des Surrealismus führt, Reflexionen über Proust und das Paris der Oberschicht anlässlich der Dreharbeiten für einen Film über die 'Recherche', die glamouröse Welt der Modenschauen und die undurchdringliche dunkle Seite dieser labyrinthischen Stadt, wenn sie den Spuren eines Serienmörders folgt.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Matthes & Seitz Verlag
  • Seitenzahl: 151
  • Erscheinungstermin: 25. April 2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783882210996
  • Artikelnr.: 42289493
Autorenporträt
Marie-Luise Scherer, geboren 1938 in Saarbrücken, war mehr als zwanzig Jahre lang Autorin beim Spiegel, wo ihre hochpräzisen Geschichten zuerst veröffentlicht wurden. Zuletzt erschien von ihr 2004 in der Anderen Bibliothek die Geschichtensammlung 'Der Akkordeonspieler'. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 1994 den Ludwig Börne-Preis, 2008 Italo Svevo Preis und 2011 den Heinrich-Mann-Preis. Marie-Luise Scherer lebt in Damnatz an der Elbe.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 29.01.2013

Die Bestie von Paris

Marie-Luise Scherer ist keine Geschichtenerzählerin. Trotzdem trägt die Neuauflage ihrer Pariser Reportagen den Titel "Die Bestie von Paris und andere Geschichten". Sie sind in den achtziger und frühen neunziger Jahren für den "Spiegel" entstanden - Ereignisse, die Scherer in hyperrealistischer Diktion nachzeichnet. In den achtziger Jahren versetzte ein Serienmord an französischen Rentnerinnen das Pigalle-Viertel in Angst und Schrecken. Ungerührt schildert Scherer die letzten Lebensstunden der Ermordeten sowie die Verlockungen der Pariser Halbwelt. Ohne Sendungsbewusstsein streift sie dabei die Themen Gewalt, Rassismus und Prostitution. Hinter den Raubmorden liegt die Lebensgeschichte zweier Männer, die als Außenseiter im doppelten Sinne - als schwarze Stricher - nach ihrer Festnahme zu "Bestien" stilisiert werden. Sie scheinen allen Klischees über ihr Milieu zu entsprechen, sind Produkt und Bedrohung der französischen Gesellschaft gleichermaßen. Marie-Luise Scherers große Reportagen über die Pariser Prêt-à-porter-Schauen, über den letzten Surrealisten Philippe Soupault sowie Volker Schlöndorffs Verfilmung von Prousts "Recherche" waren 2004 in der "Anderern Bibliothek" erschienen. Sie sind nun beim Matthes & Seitz Verlag wiederzuentdecken: sprachlich ausgefeilte Tatsachenberichte, Geschichten am Ende eben doch, die niemand so beeindruckend gut zu erzählen weiß wie diese vielfach preisgekrönte Reporterin. (Marie-Luise Scherer: "Die Bestie von Paris und andere Geschichten". Matthes & Seitz Verlag, Berlin 2012. 150 S., geb., 16,90 [Euro].)

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Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Ina Hartwig reiht sich ein in die lange Liste der Lobenden. Marie-Luise Scherers Texte, Reportagen, die laut Hartwig weit ins Literarische hineinreichen, sind für sie auch beim dritten Abdruck noch aufregend, bestechen durch akribische Recherche und Beobachtung und zugleich durch eine kreative Freiheit, die der Konventionalität der journalistischen Arbeit, so findet Hartwig, eine bunte Pfauenfeder aufsetzt. Ob sie über Soupault und die Surrealisten, Proust oder den Pigalle-Mörder Thierry Paulin schreibt - stets begeistert Scherer die Rezensentin durch eine Mischung aus Wahrscheinlichkeit und Einfallsreichtum.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 09.01.2013

Mörderische
Schönheiten
Gebündelt: Marie-Luise Scherers
Geschichten über Paris
Über die langjährige Spiegel -Starreporterin Marie-Luise Scherer ist schon so viel überschwänglich Gutes gesagt und geschrieben worden, sie ist mit Preisen ausgezeichnet worden für ihren sagenhaften Stil, ihre bewundernswerte „Silbenarbeit“, dass man sich als Kritikerin etwas hilflos fühlt, wenn nun ein wunderschönes Büchlein vorliegt, in dem vier ihrer Texte zum insgesamt dritten Mal abgedruckt werden. Der Band heißt „Die Bestie von Paris“ nach der längsten darin enthaltenen Geschichte über einen schwulen, karibischen Old-Ladies-Killer, der 1989 im Gefängniskrankenhaus von Fresnes an Aids gestorben ist. Drei weitere Texte folgen, einer über den letzten (damals noch) lebenden Surrealisten Philippe Soupault, einer über die Dreharbeiten zu Volker Schlöndorffs Proust-Film „Eine Liebe von Swann“ und einer über den hysterischen Luxus einer Pariser Modewoche. Alle Texte sind zwischen 1988 und 1991 im Spiegel erschienen, nachgedruckt in dem Band „Der Akkordeonspieler“ (2004), und jetzt als bestechendes Großstadtporträt noch einmal gebündelt worden für die auf Walter Benjamins „Passagenwerk“ anspielende Reihe „Paris / Passagen“ im innovativen Berliner Verlag Matthes & Seitz.
  Es wäre sinnlos zu bestreiten, dass Scherers Texte die Mehrfachverwertung bestens aushalten; man kann sich an ihren Formulierungen wirklich berauschen. Dass die in Saarbrücken an der französischen Grenze Geborene sich mit Paris nicht schwertut, ist evident; fast möchte man sie einen Fisch im Wasser nennen, aber das Bild ist falsch, denn sie „schwimmt“ ja nicht in der Menge, sondern recherchiert akribisch und beobachtet scharf. Mal trägt sie Federhut, mal spielt sie Mäuschen, will sagen: Scherer vermag beides, sich zu zeigen und sich zu verstecken, je nachdem, wie die Situation es erfordert.
  „Und andere Geschichten“ heißt es im Untertitel des Bandes, nicht „Erzählungen“; ursprünglich waren es Reportagen. Aber verwandelt denn der geänderte Rahmen, also der Sprung vom Nachrichtenmagazin zum Buch, den Text derart, dass er quasi unter der Hand sich in Literatur verwandelt? Ja und nein. Einerseits schreibt Scherer Sätze, die reine Literatur zu sein scheinen, etwa diesen: „Über den ersten Barhocker ragt, in phosphorgrünem Futteral, die Gesäßkugel einer Negerin.“ Mit dem inzwischen verpönten Wort Neger geht die Autorin um 1990 noch ganz arglos um. Vielleicht ist aber auch bereits Trotz gegen die aufkommende politische Sprachtugend im Spiel; immerhin hat sie es für die jetzige Publikation beibehalten.
  Die Barhocker-Szenerie beschreibt eine Spelunke im Rotlichtbezirk Pigalle, wo Thierry Paulin, der als „Bestie von Paris“ in die Kriminalgeschichte eingehen wird, etliche seiner Morde begeht. Die Szene kann nur nachträglich rekonstruiert sein. Scherer tut an dieser Stelle ihrer „Geschichte“ zwar so, als schnüffele sie die Gegend just in dem Moment ab, als Thierry bereits seinen nächsten Mord an einer alten Dame im Schilde führt; dabei ist die Reporterin natürlich in Wahrheit die Straßen erst abgegangen, nachdem der Serientäter schon tot war. Darin, Dinge, aber auch Gesichter und Gefühle auszuschmücken, fühlt sich Marie-Luise Scherer zu großer Freiheit und Kreativität berufen.
  Andererseits wird daraus noch nicht notwendigerweise Literatur. Denn eines, was die Reportage im Kern ausmacht, hält auch die einfallsreiche Autorin strikt ein: das Gebot der Wahrscheinlichkeit. Sie denkt sich keine Geschichten aus, sondern findet sie vor. Das Handwerk der Reportage blitzt daher immer wieder wie ein Stück weißer Haut unter dem raffinierten Kostüm hervor. Dann werden plötzlich Daten aneinandergereiht oder notwendige Informationen aufgezählt. Das kann schon mal etwas konventionell geraten, etwa in dem Resümee über die internen Querelen der Surrealisten, hinter dem die persönliche Begegnung mit dem sympathischen, nachlässig-feinen Soupault fast untergeht.
  Über Proust wiederum werden Dinge gesagt, die man anders sehen könnte, was die Autorin natürlich weiß: Scherer lässt sich den Seitenhieb auf die ihr unangenehme Kaste der „Proustianer“ nicht entgehen. Aber, fragt man sich, ist sie nicht heimlich selbst eine solche? Jedenfalls kennt sie sich ausgezeichnet mit Biografie und Werk des asthmakranken Nachtarbeiters aus – und lässt sich von Prousts bösem Blick inspirieren. In Schlöndorffs Film (von 1984) spielte der damals neunundvierzigjährige Alain Delon den Baron de Charlus, was den hochmütigen Adeligen, die sich um die Staffagenrollen nur so rissen, nicht passte: „Edith de Nicolai sucht sich im Prinzen Lubomirski einen Partner, um über Delon zu reden. Nein, es ist vielmehr ein scharfes Flüstern. Er sei vulgär, flegelhaft. Er verderbe die angenehme Proustification dieser Tage.“
  Eine Woche lang hat Marie-Luise Scherer sich unter die Modejournalisten gemischt und fasziniert bis angeekelt dem gnadenlosen Konkurrenzkampf um Schönheit und Rang zugesehen. Hier fällt ein Satz, der als Motto ihres nostalgischen Paris-Porträts dienen könnte: „Es ist ein mörderisches Fach, dem hier gehuldigt wird.“
INA HARTWIG
Marie-Luise Scherer: Die Bestie von Paris und andere Geschichten. Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2012. 154 Seiten, 16,90 Euro.
Mal trägt sie Federhut,
mal spielt sie Mäuschen
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