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Der Leviathan, der sagenumwobene, letztlich aus der heidnischen Mythologie stammende gewaltige Fisch des Alten Testaments, hat von Gott auch die Aufsicht über die Korallen bekommen. Roths gleichnamige Novelle dreht sich um das Leben des kleinen Korallenhändlers Nissen Piczenik, der am Ende nach Verlust seines Geschäftes sich immer weiter aus seiner kleinen dörflichen Heimat und seinem Glauben löst und schließlich im Meer zu Tode kommt. Der Text dieser Neuausgabe folgt zum ersten Mal dem Erstdruck der Pariser Tageszeitung von 1938. Ein Nachwort und ein vollständig neuer Kommentar geben Verständnishilfen.…mehr

Produktbeschreibung
Der Leviathan, der sagenumwobene, letztlich aus der heidnischen Mythologie stammende gewaltige Fisch des Alten Testaments, hat von Gott auch die Aufsicht über die Korallen bekommen. Roths gleichnamige Novelle dreht sich um das Leben des kleinen Korallenhändlers Nissen Piczenik, der am Ende nach Verlust seines Geschäftes sich immer weiter aus seiner kleinen dörflichen Heimat und seinem Glauben löst und schließlich im Meer zu Tode kommt.
Der Text dieser Neuausgabe folgt zum ersten Mal dem Erstdruck der Pariser Tageszeitung von 1938. Ein Nachwort und ein vollständig neuer Kommentar geben Verständnishilfen.
  • Produktdetails
  • Reclams Universal-Bibliothek 18685
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Seitenzahl: 70
  • Erscheinungstermin: 15. Februar 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 147mm x 96mm x 8mm
  • Gewicht: 38g
  • ISBN-13: 9783150186855
  • ISBN-10: 3150186854
  • Artikelnr.: 27946194
Autorenporträt
Roth, Joseph
Joseph Roth (2.9.1894 Brody, Galizien - 27.5.1939 Paris) suchte in Bildern der Vergangenheit nach Gegenentwürfen zur nationalsozialistischen Zeit. Der jüdisch-stämmige Österreicher studierte Germanistik und Philosophie in Wien und war an seinen zahlreichen Lebensstationen als Journalist tätig. 1933 floh er vor dem Nationalsozialismus nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte. Hatte er in »Hiob«, seinem ersten literarischen Erfolg, die Gefühlswelt eines Entwurzelten geschildert, beklagte er in »Radetzkymarsch« und »Die Kapuzinergruft« sehnsuchtsvoll den Niedergang des österreichischen Judentums und der Donaumonarchie. Mit Andreas, der Hauptfigur seines Romans »Die Legende des Heiligen Trinkers«, teilte Roth die innere Zerrissenheit und die Zufluchtnahme im Alkohol. Das Werk, das er als sein »eigenes Testament« bezeichnet, sollte tatsächlich sein letztes sein: Kurz nach Beendigung starb der körperlich geschwächte Joseph Roth an einer Lungenentzündung.
Inhaltsangabe
Der Leviathan

Zu dieser Ausgabe
Anmerkungen
Literaturhinweise
Nachwort
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Daran, wie einer Joseph Roth liest, hängt bei diesem Autor oft viel, stellt Robin Celikates in seiner Rezension zweier Roth-Hörbücher erst einmal fest. Denn wie ernsthaft nostalgisch Roths Wunsch nach der Wiederkehr vergangener mythischer Zeiten gemeint ist, bleibt in vielen seiner Romane eine offene Frage. Im "Leviathan", erst aus dem Nachlass veröffentlicht, so die Volte des Rezensenten, jedoch eher nicht. Wobei diese Geschichte, die von einem Korallenhändler erzählt, der sich nach dem Herkunftsort der Korallen - der See also - sehnt, das Paradoxe solcher Wünsche schon deutlich macht. Im Ton des Erzählten wird das, so Celikates, jedoch kaum manifest. An der Qualität von Senta Bergers Lesung ändert das wenig. Wie sie ins Wort "Korallen" beim ersten Auftauchen "verführerisch hingehauchten Sehnsuchtsschmelz" lege, sei schon großartig. Dafür, dass angesichts der "gedanklich eher grob gestrickten" Erzählung keine wirkliche Begeisterung aufkomme, könne sie nichts. 

© Perlentaucher Medien GmbH