Broschiertes Buch

Gibt es zu der modernen Denkform, der zufolge in allem vom Menschen auszugehen und alles auf den Menschen zurückzuführen ist, tatsächlich keine Alternative, oder ist es an der Zeit, über sie hinauszugehen? Kann der Mensch die Welt erkennen, wie sie ist, oder kann er sich nur eine menschlich gedeutete Welt zurechtlegen?
Neuzeit und Moderne gingen von einer prinzipiellen Autonomie und Weltfremdheit des Menschen aus - woraus sich dann konsequent ergab, dass unsere Weltandockung nur zu einer von uns aus konstruierten und nicht zur wirklichen Welt führen kann. Im Gegensatz dazu wird in diesem
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Produktbeschreibung
Gibt es zu der modernen Denkform, der zufolge in allem vom Menschen auszugehen und alles auf den Menschen zurückzuführen ist, tatsächlich keine Alternative, oder ist es an der Zeit, über sie hinauszugehen? Kann der Mensch die Welt erkennen, wie sie ist, oder kann er sich nur eine menschlich gedeutete Welt zurechtlegen?

Neuzeit und Moderne gingen von einer prinzipiellen Autonomie und Weltfremdheit des Menschen aus - woraus sich dann konsequent ergab, dass unsere Weltandockung nur zu einer von uns aus konstruierten und nicht zur wirklichen Welt führen kann. Im Gegensatz dazu wird in diesem Buch im Rahmen einer konsequent evolutionistischen Perspektive die elementare Weltverbundenheit des Menschen dargetan. Im Anschluss an diese Revision der Anthropologie werden die Konsequenzen für eine neuartige Ontologie und Epistemologie skizziert.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.6039
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 191
  • Erscheinungstermin: 7. März 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm
  • Gewicht: 190g
  • ISBN-13: 9783406630828
  • ISBN-10: 3406630820
  • Artikelnr.: 34157449
Autorenporträt
Wolfgang Welsch, geboren 1946, ist Professor für Theoretische Philosophie am Institut für Philosophie der Friedrich Schiller-Universität Jena.
Inhaltsangabe
Vorwort

1. Die Denkform der Moderne - eine kritische Betrachtung

2. Historische Alternativen und Vorläuferpositionen zur
modernen Sicht des Mensch-Welt-Verhältnisses

3. Die Genese der modernen Denkform

4. Das dualistische Unterfutter der Moderne: Die Mensch-Welt-Opposition
- der Mensch als Weltfremdling

5. Erfahrungen einer Gemeinsamkeit von Welt und Mensch

6. Die evolutionäre Prägung des Menschen

7. Die Welthaltigkeit humaner Kognition

8. Erkenntnis im Prozess der Welt

Anmerkungen

Personenregister
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Leander Steinkopf liest Wolfgang Welsch' neues Werk "Mensch und Welt" unter dem Aspekt, was die Evolution für die Erkenntnistheorie bedeuten mag, will doch der Autor eine "evolutionäre Perspektive" für die Philosophie stark machen. Welsch stellt laut Rezensent zunächst die Genese und Entwicklung der von einer grundsätzlichen Weltfremdheit geprägten "modernen Denkform" dar, um dann für eine grundlegende Weltverbundenheit des Menschen zu argumentieren. Dabei wird für Steinkopf auch die Rolle der Evolution für die Weltverbundenheit des Menschen und seine Verwurzelung in der Natur beleuchtet. Allerdings scheint es ihm Welsch weniger um die Prägung menschlicher Erkenntnis durch die Evolution als um die Einheit von Mensch und Welt zu gehen, die beide den selben Prinzipien gehorchen. Ob ihn die Einsichten des Philosophen weiter gebracht haben, lässt Steinkopf aber nicht erkennen.

© Perlentaucher Medien GmbH