Franz Ferdinand - Bled, Jean-Paul
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Die Beziehung zwischen dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und Kaiser Franz Joseph war kontrovers: Gemeinsam war ihnen zweifellos die hohe Achtung der Dynastie und des monarchischen Prinzips; ebenso gemeinsam war ihnen angesichts der zunehmenden Gefahren von außen die Verteidigung einer Friedenspolitik. Andererseits missbilligte Franz Ferdinand die Innenpolitik des Kaisers und brannte darauf, an den Regierungsgeschäften beteiligt zu werden. Im wichtigsten Punkt, der Frage der Organisation der Monarchie, waren sich die beiden Männer völlig uneins. Franz Ferdinand lehnte die…mehr

Produktbeschreibung
Die Beziehung zwischen dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und Kaiser Franz Joseph war kontrovers: Gemeinsam war ihnen zweifellos die hohe Achtung der Dynastie und des monarchischen Prinzips; ebenso gemeinsam war ihnen angesichts der zunehmenden Gefahren von außen die Verteidigung einer Friedenspolitik. Andererseits missbilligte Franz Ferdinand die Innenpolitik des Kaisers und brannte darauf, an den Regierungsgeschäften beteiligt zu werden. Im wichtigsten Punkt, der Frage der Organisation der Monarchie, waren sich die beiden Männer völlig uneins. Franz Ferdinand lehnte die Ungarnpolitik seines Onkels ab. Auch durch seine Heirat mit Sophie Gräfin Chotek wehrte er sich gegen kaiserliche Standesregeln. Hätte Franz Ferdinand im Falle einer Regentschaft den Lauf der Geschichte verändert? Die Biografie von Jean-Paul Bled zeichnet das facettenreiche Leben und Wirken des "verhinderten Herrschers" detailliert nach. Zahlreiche unveröffentlichte oder wenig bekannte Quellen runden das Bild einer Persönlichkeit ab, die im Leben eigene Wege ging und deren Ende auch das Ende des Kaiserreiches Österreich-Ungarn mitbestimmte.
  • Produktdetails
  • Verlag: Böhlau Wien
  • Seitenzahl: 322
  • Erscheinungstermin: 1. Dezember 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 163mm x 30mm
  • Gewicht: 710g
  • ISBN-13: 9783205788508
  • ISBN-10: 3205788508
  • Artikelnr.: 38106298
Autorenporträt
Bled, Jean-Paul
Professor für Neuere österreichische und deutsche Geschichte an der Universität Paris-Sorbonne.
Inhaltsangabe
ÖSTERREICH-UNGARN IM JAHR 1889
Eine Doppelmonarchie
Eine Vielvölkermonarchie
Die politische Landschaft
Österreich-Ungarn in Europa
LEHRJAHRE
Franz Ferdinands Eltern
Erziehung
Die erste Zeit in der Armee
DER THRONFOLGER
Die Lektionen Erzherzog Albrechts
Ödenburg
Weltreise
Der Rückfall
DER BRUCH
Das Geheimnis
Die Krise
Die Hochzeit
ABBILDUNGEN
DER ERSTE GEGNER
Radikalisierung der innenpolitischen Fronten
Das Gedankengebäude Franz Ferdinands
Franz Ferdinands Militärkanzlei
AUF DEM WEG ZU EINER GEGENREGIERUNG?
Das allgemeine Wahlrecht: eine verlorene Schlacht
Die ungarische Front
Für eine Modernisierung der Armee
Die Bosnien-Krise
ARBEIT UND ALLTAG
Die Residenzen
Ein feindseliger Hof
Ein gemütliches Zuhause
Der Jäger
FRANZ FERDINAND UND DIE MODERNE
Gegen die "Secession"
Ein Verteidiger des Erbes
IN WARTESTELLUNG
Die Spannungen nehmen zu
Für ein "Groß-Österreich"
Das Programm zum Thronwechsel
Die anderen Fronten
"WIR SCHAUEN IN DER LOGE ZU"
Verschärfung der Krisen
Ein Friedensapostel
Conrad
Franz Ferdinand und die Marine
SARAJEWO
Die Matscheko-Denkschrift
Bosnien-Herzegowina
Das Attentat
Die Reaktionen
Das Begräbnis
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Gleich zwei Historiker, Alma Hannig und Jean-Paul Bled, haben mit Blick auf das Gedenkjahr 1914 Biografien über den habsburgischen Thronfolger Franz Ferdinand geschrieben, der vor allem für seine Ermordung beim Attentat von Sarajewo im Juni 1914 bekannt ist, die als Vorwand für den Ersten Weltkrieg diente, sowie für seine charakterlichen Schwächen, berichtet Norbert Mappes-Niediek. An diesem Bild ändert auch Bleds Biografie "Der eigensinnige Thronfolger" nichts, verrät der Rezensent. Franz Ferdinand wird dort als "böser Spießer" dargestellt, der einen Hass auf Ungarn, Freimaurer, Juden und Italiener hegte und diplomatisch weitestgehend unfähig war, fasst Mappes-Niediek zusammen.

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