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Immer wieder taucht die Frage auf, wie man seinerzeit Parteigenosse in der NSDAP oder Mitglied einer ihrer Gliederungen (SA, SS etc.) werden konnte und was eine solche Mitgliedschaft bedeutete. Hierbei hat sich herausgestellt, dass dazu bislang solide Kenntnisse fehlen. Daher hat der Verlag Wolfgang Benz beauftragt, mit einem Team von einschlägig forschenden Historikern entsprechende Informationen bereitzustellen.
Die neun Beiträge des Bandes informieren zuverlässig über die NSDAP, ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände, über die Funktionseliten der NSDAP) vom Blockwart bis zu den
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Produktbeschreibung
Immer wieder taucht die Frage auf, wie man seinerzeit Parteigenosse in der NSDAP oder Mitglied einer ihrer Gliederungen (SA, SS etc.) werden konnte und was eine solche Mitgliedschaft bedeutete. Hierbei hat sich herausgestellt, dass dazu bislang solide Kenntnisse fehlen. Daher hat der Verlag Wolfgang Benz beauftragt, mit einem Team von einschlägig forschenden Historikern entsprechende Informationen bereitzustellen.

Die neun Beiträge des Bandes informieren zuverlässig über die NSDAP, ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände, über die Funktionseliten der NSDAP) vom Blockwart bis zu den Gauleitern, über die Mitgliederentwicklung, die Öffnung der Partei und die Mitgliedersperren sowie über die so genannten Märzgefallenen. Beschrieben werden die mentalen Strukturen der NSDAP zwischen Willkür und Gehorsam und die Prozeduren, mit denen Angehörige der HJ in die NSDAP aufgenommen wurden. Schließlich geht es um das Ende der NSDAP und die so genannte Entnazifizierung sowie aktuell um die Rhetorik des Herauswindens: Wie heute die Mitgliedschaft in der NSDAP klein geredet wird.

Das Ergebnis ist einfach: Niemand musste Parteigenosse werden. Druck wurde nicht selten vor allem auf Beamte und Lehrer ausgeübt. Ein Widerstand hatte allenfalls zur Folge, dass man in seiner Karriere nicht weiter kam. Der angebliche Zwang zum Parteieintritt wurde und wird, wie die aktuellen Diskussionen gezeigt haben, noch immer überschätzt.

Die Vita des Herausgebers sowie die der Autorinnen und Autoren finden sich am Ende des Bandes.

Unsere Adressen im Internet: www.fischerverlage.de
www.hochschule.fischerverlage.de
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.18068
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • Seitenzahl: 218
  • Erscheinungstermin: März 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 124mm x 14mm
  • Gewicht: 174g
  • ISBN-13: 9783596180684
  • ISBN-10: 3596180686
  • Artikelnr.: 23829830
Autorenporträt
Benz, Wolfgang
Wolfgang Benz, 1941 in Ellwangen/Jagst geboren, Dr. phil., Historiker, war bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte und von 1990 bis 2011 Professor und Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Zudem war er Herausgeber der im Fischer Taschenbuch erschienenen Buchreihe »Europäische Geschichte«.
Inhaltsangabe
10 Beiträge von einschlägig renommierten HistorikerInnen aus bzw. aus dem Umfeld des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin:
Darunter: Wolfgang Benz (Einleitung); Ingo Haar (Mitgliederentwicklung), Sven Felis Kellerhoff (NSDAP und die Nachgeborenen), Angelika Königseder (Entnazifizierung), Armin Nolzen (Von der HJ in die NSDAP), Phillip Wegehaupt (Funktionseliten), Mario Wenzel (NSDAP, ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände), Björn Weigel (Die "Märzgefallenen"), Juliane Wetzel (Öffnung der Partei und Mitgliedersperre), Peter Widmann (Mentale Strukturen der NSDAP).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Christian Semler erinnert, ohne Namen zu nennen, an moralische und intellektuelle Größen der alten Bundesrepublik, die ihren freiwilligen oder unfreiwilligen, wissentlichen oder unwissentlichen Beitritt als 18-jährige Jugendliche in die NSDAP aus den falschen Gründen verschwiegen oder bestritten haben. Mit dem Sammelband über die "Rekrutierungspolitik" der NSDAP wurde von den Autoren, die zum Kreis des Instituts für Antisemitismusforschung zählen, eine Lücke geschlossen, die auch für die Beurteilung der Argumentation der vom Vorwurf der Mitgliedschaft Betroffenen erhellend sein dürfte, so Semler. Juliane Wetzel und Armin Nolzen kommen überein, dass bis zum Kriegsende eine verbindliche Eigenunterschrift der HJ-Mitglieder geleistet werden musste. Um die Mitgliedsquote pro Jahrgang zu erfüllen, hat es "allerdings seitens der HJ-Führer starken Druck auf die HJler gegeben". Weitere Beiträge des lesenswerten Bandes befassen sich mit der These der Karteimitgliedschaft oder untersuchen die Organisations- und Funktionsgeschichte der NSDAP.

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