Nordfriesland - Evert, Heiko
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Nordfriesland - das Land im Licht des Nordens - ist von eigenartigem Charakter und widersprüchlichem Reiz. Rau und spröde und kalt im Winter, wild, mit wolkentobendem Himmel im Frühjahr, warm in den Farben im späten Herbst, sonnendurchflutet und weich im Sommer, mit einer Klarheit des Lichts, die dieses Land unverwechselbar macht: Sonne, die sich im Sand der Dünen fängt, im seichten Wasser der Muschelbänke, im offenen Meer vor den Inseln und Halligen. Das Licht und der Wind sind die typischen Kinder dieses Landes, in dessen reizvollem Wechsel von Licht und Struktur sich auch die "Bilder einer…mehr

Produktbeschreibung
Nordfriesland - das Land im Licht des Nordens - ist von eigenartigem Charakter und widersprüchlichem Reiz. Rau und spröde und kalt im Winter, wild, mit wolkentobendem Himmel im Frühjahr, warm in den Farben im späten Herbst, sonnendurchflutet und weich im Sommer, mit einer Klarheit des Lichts, die dieses Land unverwechselbar macht: Sonne, die sich im Sand der Dünen fängt, im seichten Wasser der Muschelbänke, im offenen Meer vor den Inseln und Halligen. Das Licht und der Wind sind die typischen Kinder dieses Landes, in dessen reizvollem Wechsel von Licht und Struktur sich auch die "Bilder einer Landschaft" finden, mit der Kamera eingefangen von Heiko Evert. Die Landschaft und ihre Stimmungen aus der ganz eigenen Sichtweise des Fotografen, von der Stille in der bäuerlichen Landschaft kurz vor Sonnenaufgang bis zum aufgewühlten Wattenmeer bei Sturmflut, zeigen die großformatigen Fotos.
  • Produktdetails
  • Verlag: Husum
  • Seitenzahl: 144
  • Erscheinungstermin: Januar 2004
  • Deutsch
  • Abmessung: 351mm x 253mm x 22mm
  • Gewicht: 1400g
  • ISBN-13: 9783898761420
  • ISBN-10: 3898761428
  • Artikelnr.: 12516747
Autorenporträt
Heiko Evert, zu Recht auch "Poet mit der Kamera" genannt, wurde 1941 in Hamburg geboren. Als Kind und Jugendlicher verbrachte er die Ferien in Nordfriesland. Er studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und ist heute als Werbegrafiker und Foto-Designer mit eigenem Atelier in Hamburg tätig. Die Fotografie ist für ihn - neben der beruflichen Nutzung - immer Hobby geblieben, bei dem sich die Meisterschaft des Könners mit der Freude am Einfangen der Landschaft vereint. Heiko Evert hat bereits nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 17.02.2005

Vom Tag noch nichts entdeckt

Wie die Möwe sich von einem Balken in die Luft erhebt, das haben wir alle schon so oft gesehen und dennoch nie im Detail wahrgenommen. Zu schnell fliegt sie auf. Der Start einer Möwe ist nun nicht typisch allein für Nordfriesland. Aber es ist so phantastisch fotografiert, daß wir es hinnehmen, nichts weiter als eine Möwe und ein Stück von ihrem Balken auf dem Umschlag eines Bildbands zu sehen, dessen Gegenstand Nordfriesland ist. Heiko Evert heißt der Fotograf. Er hat sein Atelier in Hamburg. Von dort sind es Tagesausflüge in diese merkwürdige, sturmerprobte norddeutsche Welt mit ihren Inseln wie Sylt, Amrum und Föhr. Mit den Marschlandinseln, Halligen genannt, und den Warften, Erhebungen, auf denen die Halligen-Gehöfte stehen. Mit Marsch und Geest, dem schweren Marschboden hier und dem leichten Sandboden da. Mit den Kögen, dem Meer abgetrotzten Landgebieten wie dem Hauke-Haien-Koog, der nach Theodor Storms "Schimmelreiter" benannt ist. Die Natur bestimmt den Lebensrhythmus. Ebbe und Flut. Jeder kennt die Uhrzeit für die Gezeiten. Die Vögel finden in den weiten Salzwiesen dieser unsteten Landschaft ihre Rückzugsgebiete. Hier erstreckt sich der Nationalpark Wattenmeer. Das alles hat Evert in jeder Jahreszeit, zu jeder Tageszeit und bei jedem Licht fotografiert. Oder nein: in Szene gesetzt. Es ist ein Buch von kalter Pracht. Das Buch eines Designers. Es meidet den Menschen, der in Nordfriesland auch nicht gerade ein leichtes Leben führt. Hin und wieder ist ein Fischer zu sehen und von dem am liebsten nur die Hände. Oder zwei Hufschmiede aus Koldenbüttel, deren Beruf alles andere als zeitgemäß ist. Manchmal gibt es Schafe zu sehen oder Gänse auf Hallig Nordstrandischmoor. Einmal ein Pferdegespann auf dem Weg zur Hallig Südfall. Und immer wieder die Möwen, in großen Schwärmen, in Nahaufnahme flügelschlagend. Wer in diesem Buch blättert, sollte sich nicht überrumpeln lassen. Nicht das Nordfriesland so wie es ist, läßt sich hier erleben, sondern eine poetische Landschaft. Die Fotos vertragen deshalb auch keine lapidaren Texte. Heiko Evert schreibt unter sein um 5 Uhr morgens aufgenommenes Foto von Friedrichstadt, einem Ort, aus dem Gründer Herzog Friedrich eine Handelsmetropole machen wollte und aus dem nichts wurde: "Die Stadt, vom Tag noch nicht entdeckt." "Landschaft in Farbe getränkt" steht zu einem Foto, das ein Rapsfeld vor dem Gewitter zeigt. Und wo Evert kein poetisches Wort mehr einfällt, greift er zum Äußersten und zitiert Theodor Storms "Graue Stadt am Meer". Dieser Band sollte nicht mißverstanden werden als Reiseführer an die Westküste von Schleswig-Holstein. Mit ihm auf dem Schoß wollen wir im Ohrensessel sitzen bleiben und immer und immer wieder blättern.

F.P.

"Nordfriesland. Bilder einer Landschaft" von Heiko Evert, Husum Verlag, Husum 2004. 144 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Gebunden, 39,95 Euro. ISBN 3-89876-142-8.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Im Ohrensessel zu sitzen und "immer und immer wieder" in diesem Buch blättern, das wünscht sich Rezensent F.P., von der "kalten Pracht" dieses "fantastisch" fotografierten Bandes euphorisch gestimmt. Fotograf und Autor Heinz Evert hat ihn mit diesem Buch nicht in das Nordfriesland, "wie es ist", sondern in eine poetische Landschaft versetzt. Kaum einen Menschen fand er auf den Bildern festgehalten, höchstens hin und wieder einen Fischer. "Und immer wieder Möwen, in großen Schwärmen, in Nahaufnahme, flügelschlagend." Es sei das Buch eines Designers, stöhnt der Rezensent einmal leise. Dann bannen ihn wieder die schwelgerischen Bildunterschriften. Wenn Heiko Everts kein poetisches Wort mehr einfällt, sieht der Rezensent ihn am Ende zum Äußersten greifen und Theodor Storms "Graue Stadt am Meer" zitieren.

© Perlentaucher Medien GmbH