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Mrs. Lingard ist ein altmodischer Mensch: "Sie nimmt Freundschaften ernst." Und so hilft sie unermüdlich ihren Freunden, Claud Roylands jedoch kann sie nicht vor seinem Liebesglück bewahren.
Théodore erklimmt mühelos die Karriereleitern von Paris, London und New York. Sein Herz aus Eis schmilzt erst, als er in Anne Farleigh seine Schneekönigin findet.
Mrs. Hapgood bekämpft ihren Ehekummer mit Wein und exzessiven Einkäufen. Auch die selbstauferlegte Ausbildung zum "leichten Mädchen" führt sie nicht ins Glück. Doch Rettung naht - wenngleich von unerwarteter Seite - aus der staubigen Tiefe des Bücherschranks.
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Produktbeschreibung
Mrs. Lingard ist ein altmodischer Mensch: "Sie nimmt
Freundschaften ernst." Und so hilft sie unermüdlich ihren
Freunden, Claud Roylands jedoch kann sie nicht vor seinem
Liebesglück bewahren.

Théodore erklimmt mühelos die Karriereleitern von Paris,
London und New York. Sein Herz aus Eis schmilzt erst, als
er in Anne Farleigh seine Schneekönigin findet.

Mrs. Hapgood bekämpft ihren Ehekummer mit Wein und
exzessiven Einkäufen. Auch die selbstauferlegte Ausbildung
zum "leichten Mädchen" führt sie nicht ins Glück. Doch
Rettung naht - wenngleich von unerwarteter Seite - aus der
staubigen Tiefe des Bücherschranks.
  • Produktdetails
  • Verlag: Dörlemann
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 254
  • Erscheinungstermin: 25. Februar 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm
  • Gewicht: 330g
  • ISBN-13: 9783908777441
  • ISBN-10: 3908777445
  • Artikelnr.: 23312300
Autorenporträt
Martha Gellhorn wurde am 8. November 1908 in St. Louis geboren. Sie studierte in Bryn Mawr, ging 1930 nach Paris. 1937 folgte sie Ernest Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg. Bis zum Ende des Kalten Krieges war sie bei jedem wichtigen internationalen Konflikt an vorderster Front dabei, um als Kriegsreporterin darüber zu berichten. Martha Gellhorn starb auf eigenen Wunsch am 16. Februar 1998 im Alter von 90 Jahren in London.
Rezensionen
Besprechung von 17.07.2008
Von heute an Champagner!
Martha Gellhorns Heldin erfindet sich einfach neu

Sie war eine großartige Journalistin, spezialisiert auf Kriegsschauplätze. Von den Fronten in Finnland bis Vietnam oder in Israel hat sie für amerikanische und englische Zeitungen berichtet. Im Spanischen Bürgerkrieg konkurrierte sie mit Hemingway; wenig später wurde sie seine dritte Ehefrau (die Ehe hielt allerdings nur vier Jahre). Beim Einmarsch deutscher Truppen in die Tschechoslowakei war sie dabei. Vor Hitler hatte sie von Anfang an gewarnt. Als eine der Ersten besuchte sie nach 1945 Dachau und verurteilte die Deutschen, die nichts von den Verbrechen gewusst haben wollten.

Dass Martha Gellhorn auch eine Schriftstellerin vom Rang eines Maupassant oder Evelyn Waugh war, ist bei uns jedoch kaum bekannt. Von ihren acht Romanen und drei Erzählungsbänden ist nur ein kleiner Teil übersetzt. Die drei Novellen, die der Schweizer Dörlemann Verlag jetzt in einer fast bibliophilen Ausstattung und hervorragend übersetzt von Miriam Mandelkow herausgebracht hat, lassen hoffen, dass wir bald mehr von der Amerikanerin werden lesen können, die so elegant wie sarkastisch zu schreiben verstand.

Martha Gellhorn hat einen großen Teil ihres ruhelosen Lebens in England verbracht; sie starb im Jahre 1998, nahezu erblindet, fast neunzigjährig in London. Angelsächsisches Understatement mit einer gehörigen Portion von Snobismus und nicht selten bissigem Humor zeichnen sie aus, aber auch die in ihrem journalistischen Beruf trainierte genaue Beobachtungsgabe. So ausgerüstet, hat sie selbst die Wechselfälle des Schicksals ertragen. Und so ähnlich reagieren auch die Helden in ihren Novellen auf das Auf und Ab des Lebens.

Mrs. Hapgood, die Hauptfigur ihrer umfangreichsten Erzählung, ist dafür ein gutes Beispiel. Nachdem sie ihren ungetreuen Ehemann verlassen und eine Reise zu den Schlössern an der Loire angetreten hat, erfindet sie sich einfach neu - eine Frau, nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt, macht sich auf den Weg, andere Möglichkeiten als die gewohnten zu erkunden. Sie färbt sich die Haare, kauft sich neue Kleider und gewinnt durch einen verständnisvollen Liebhaber neues Selbstbewusstsein. Sie, die stets getan hat, was sich gehört, hat plötzlich Lust zu flirten, Champagner zu trinken und mit dem Architekten Philip ein Picknick im Grünen zu genießen.

Vor dem Wort Liebe fürchtet sich Mrs. Hapgood allerdings. Dass nach der Rückkehr zu ihrer Familie das Experiment einer Ménage à trois misslingt, war zu erwarten. Kühl und sachlich ordnet sie ihre Finanzen, ehe sie den Geliebten und den Ehemann endgültig verlässt, um, wenn schon nicht glücklich, so doch offensichtlich zufrieden, "das kleinste, teuerste und erfolgreichste Hotel" an der spanischen Küste zu führen.

Einige Personen aus der Londoner, aber auch der amerikanischen Gesellschaft erkannten sich in Martha Gellhorns Geschichten wieder und beschwerten sich. So "munter" und harmlos sind die schonungslos ehrlichen Texte eben nicht, vielmehr decken sie Heuchelei und Abgründe auf, die die Vorbilder lieber verborgen hätten.

MARIA FRISÉ

Martha Gellhorn: "Muntere Geschichten für müde Menschen". Novellen. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Miriam Mandelkow. Dörlemann

Verlag, Zürich 2008. 255 S., geb., 21,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Da die 1998 gestorbene Martha Gellhorn zwar als für englische und amerikanische Zeitungen tätige Kriegsberichterstatterin bekannt ist, als Schriftstellerin hierzulande jedoch kaum wahrgenommen wurde, freut sich Maria Frise, dass drei ihrer Novellen jetzt auf Deutsch vorliegen, die die Hoffnung auf weitere Übersetzungen nähren. Die Rezensentin schätzt die Eleganz und den bissigen Humor von Gellhorns Erzählungen, wie in der Geschichte von Mrs. Hapgood, die zunächst ihren untreuen Ehemann verlässt und sich in ein neues Leben mit einem Liebhaber stürzt, nur um sich am Ende von beiden Männern zu lösen und allein ein exklusives Hotel in Spanien zu betreiben. Ganz so "harmlos", wie der Titel des Novellenbandes vermuten lässt sind die "schonungslos ehrlichen" Novellen nicht, hat sich doch so mancher Zeitgenosse darin wieder erkannt und bitter beschwert, wie Frise weiß.

© Perlentaucher Medien GmbH