Johann Nestroy - Nestroy, Johann
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Für Egon Friedell war Johann Nestroy ein "sokratischer Dialektiker und kantisch analysierender Geist von höchster Feinheit und Schärfe". Nestroys alte böse Sentenzen in ihrer boshaften Menschenfeindlichkeit wurden in diesem Buch als "Stich- und Schlagworte" in eine alphabetische Ordnung gebracht und sollen zum lachenden Nachdenken verweilen.…mehr

Produktbeschreibung
Für Egon Friedell war Johann Nestroy ein "sokratischer Dialektiker und kantisch analysierender Geist von höchster Feinheit und Schärfe".
Nestroys alte böse Sentenzen in ihrer boshaften Menschenfeindlichkeit wurden in diesem Buch als "Stich- und Schlagworte" in eine alphabetische Ordnung gebracht und sollen zum lachenden Nachdenken verweilen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Deuticke In Der Paul Zsolnay Verlag Ges.M.B.H.
  • Artikelnr. des Verlages: 551/30568
  • 2000.
  • Seitenzahl: 148
  • Erscheinungstermin: 11. Dezember 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 146mm x 20mm
  • Gewicht: 319g
  • ISBN-13: 9783216305688
  • ISBN-10: 3216305686
  • Artikelnr.: 09532568
Autorenporträt
Johann Nepomuk Nestroy, 7. 12. 1801 Wien - 25. 5. 1862 Graz. Der Sohn eines Hof- und Gerichtsadvokaten studierte nach seiner Gymnasialzeit (1811-16) ab 1817 in Wien Philosophie, anschließend 1820-21 zwei Semester Jura, wurde jedoch dann - nachdem er bereits auf Liebhaberbühnen aufgetreten war - Sänger und Schauspieler. Nach seinem Debut als Sarastro in der 'Zauberflöte' erhielt er ein Engagement als Bassist am Deutschen Theater in Amsterdam (1823-25), 1825-31 spielte er in Brünn, Graz und Preßburg, seit 1831 in Wien: bis 1839 am Theater an der Wien, dann am Leopoldstädter Theater (1848 umbenannt in Carl-Theater), das er 1854 pachtete und als Direktor leitete. 1860 trat er zurück und zog nach Graz.
Hier war er 1827 zum ersten Mal als Dichter einer Lokalposse hervorgetreten ('Der Zettelträger Papp'). Seit seinem Engagement in Wien übernahm er immer mehr Sprechrollen, die er für sich selbst schrieb. Er verfasste über 80 Stücke, die auf den verschiedensten Quellen beruhen (Komödien,insbesondere Vaudevilles, Romane, Novellen), aber durch den Witz ihrer Dialoge, durch das virtuose Spiel mit der Sprache und durch die philosophierenden, kommentierenden Couplets die Vorlagen vergessen machen, wenn sie nicht ausdrücklich wie 'Tannhäuser' (UA 1857), 'Lohengrin' (UA 1859) oder 'Judith und Holofernes' (UA 1849) als Parodien konzipiert sind. Seinen ersten großen Erfolg hatte N. mit der Zauberposse mit Gesang 'Der böse Geist Lumpacivagabundus' (UA 1833).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Zum 200. Geburtstag des 1862 verstorbenen Dichters Johann Nepomuk Nestroy im letzten Dezember sind, spöttelt Paul Jandl, die "österreichischen Devotionalien in Stellung gebracht worden" und eine ganze Reihe von Büchern entstanden, die dem Autor, findet der Rezensent, leider kaum gerecht werden und eher zu "peinlichen Ehrungen" geführt haben. Drei dieser Hommagen hat Jandl näher beleuchtet, von denen er einzig Wendelin Schmidt-Denglers Monografie "Nestroy. Die Launen des Glücks" ein kleines Lob spendet.
Nur kurz kommt der Rezensent auf Reinhard Urbachs kleines "Lexikon" Nestroyscher Begriffe zu sprechen, das ihm so gar nicht gefallen hat. Das Anliegen des Autors, den "zielgenauen Witz" Nestroys in einem Stichwortverzeichnis unterzubringen", erklärt Jandl von vornherein für gescheitert, denn die punktgenauen literarischen Treffer des Dramatikers ließen sich nun wirklich nicht noch einmal "destillieren". Und so werde, meint der Rezensent leicht entrüstet, nicht ein treffender Auszug Nestroyscher Gedanken präsentiert, sondern allenfalls deren Verwässerung. Der Dichter hätte sich, ist Jandl sicher, einen solchen "Lebenslagen-Nestroy" mit dem ihm eigenen Spott verbeten.

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