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Wie schon bei Roter Himmel über Napoli hat Peppe Lanzettas Roman wieder Kurt Lanthaler übersetzt. Der Autor der Tschonnie-Tschenett-Romane ist selbst ein Kenner Neapels und in mancher Hinsicht seinem Kollegen aus dieser Stadt seelenverwandt.
Geld ist das zentrale Thema in Peppe Lanzettas neuem Roman; das Geld, das man nicht hat, das Geld, das einen zum Wucherer treibt, das Geld, das ganze Familien stumm an den Mittagstisch fesselt; das Geld, das die Vielzahl der Geschichten und Schicksale der Lanzetta'schen Figuren, so disperat sie auf den ersten Blick scheinen mögen, unauflöslich…mehr

Produktbeschreibung
Wie schon bei Roter Himmel über Napoli hat Peppe Lanzettas Roman wieder Kurt Lanthaler übersetzt. Der Autor der Tschonnie-Tschenett-Romane ist selbst ein Kenner Neapels und in mancher Hinsicht seinem Kollegen aus dieser Stadt seelenverwandt.
Geld ist das zentrale Thema in Peppe Lanzettas neuem Roman;
das Geld, das man nicht hat, das Geld, das einen zum Wucherer treibt, das Geld, das ganze Familien stumm an den Mittagstisch fesselt; das Geld, das die Vielzahl der Geschichten und Schicksale der Lanzetta'schen Figuren, so disperat sie auf den ersten Blick scheinen mögen, unauflöslich aneinanderkettet: heutige Geschichten aus Neapel.
Da ist Tonino, den sie Jonnybigud nennen, einer der zahllosen, von Fest zu Hochzeit hetzenden neapoletanischen Sänger; da ist Don Antonio, der alte und ehemals sehr geschätzte Geldverleiher, den die neuen Zeiten nicht ungeschoren haben lassen; da ist Umberto, der äußerst zwielichtige Portier einer an sich schon fragwürdige Absteige; da sind Vincenzo und Scintillone, zwei kleine Dealer und blind in der Welt herumirrende Junkies. Und da ist vor allem Carmine Santojanni, ein verzweifelt glückloser Mittvierziger, den sie den Cattivotenente nennen, nach dem Film Bad Lieutnant mit Harvey Keitel, weil in diesen neapoletanischen Gassen jede Existenz sich sofort in einen Hollywoodfilm hineinträumt.
Rezensionen
"Peppe Lanzetta ist der moderne Barde eines Neapel, wie es keiner kennt, der nicht dort geboren wurde. Er ist in den Arbeitervierteln zu Hause, in den Slums, wo Transvestiten, illegale Einwanderer, Huren, Drogendealer und Wucherer leben, wo die Gassen eng und finster sind und das Überleben manchmal Glückssache ist. In harten Schnitten, mit ungeheurem Tempo und Furor liefert Lanzetta Momentaufnahmen von Leuten, die der Hoffnung hinterherjagen und das kann manchmal schon ein gedeckter Scheck sein oder der Traum von einem Ausflug nach Sorrent. Beeindruckend in seiner Dichte und Kompromisslosigkeit liefert Lanzetta Bilder, die mit populären neapolitanischen Liedern - neuen und alten - korrespondieren. Gassenhauer und Lieder, die melancholisch, sentimental, wütend und weise sind, eine Quintessenz einer Stadt, von verschiedenen Kulturen und Völkern erobert und geprägt und die auf jahrtausende altem zivilisatorischem Fundament steht. Lanzetta wurde 1956 in Neapel geboren. Er hat Songtexte und Theaterstücke geschrieben, Kabarett gemacht, war Filmschauspieler und Drehbuchautor: Seine Sicht der Welt ist finster, aber eine vitalere Hölle wird man selten finden." (Ingeborg Sperl, Der Standard)

"War schon 'Roter Himmel über Napoli', Lanzettas erster, begeisternder Neapel-Roman, von düsterer Stimmung geprägt, sein neuer Roman ist ganz in Schwarz gehalten. Anthrazitschwarz!" (Oberländer Rundschau)

"Neapel ist alles andere als eine Postkartenidylle und weit entfernt von der gängigen Sozialromantik. Ein Buch, das die Leser mit Gewinn nach der Lektüre zur Seite legen werden." (BDB)

"Lanzettas Neapelstory, von Kurt Lanthaler erstklassig übersetzt, ist ein Stakkato an Bildern und Eindrücken und Lebenszeichen. Ein Rausch. Voller Wut und Liebe. Ein Neapel-Reiseführer von unten." (Buchkultur)

"Mit den harten Schnitten eines Filmcutters montiert Lanzetta ein Volk von Halblegalen und Illegalen um seinen Antihelden." (Corriere della Sera)
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