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Ein Blick auf die Filmkulisse Berlin. Mit Informationen zu den Orten, Filmen, Regisseuren und Stars
Mehr als 40-mal pro Tag fällt in Berlin die Klappe. Ob Spielfilm, Kurzfilm, Werbung oder TV-Serie, die Hauptstadt ist als Drehort beliebt, auch international. Das ist keine Entdeckung des 21. Jahrhunderts, bereits kurz nach Erfindung der ersten Filmkamera wurden Berliner Straßen, Plätze, Häuser und Menschen auf Zelluloid gebannt. Das Buch begleitet die Karriere der Hauptstadt als Kulisse durch 30 Spielfilme und erzählt die Geschichten zu allen Dreharbeiten, Schauplätzen und Filmen.…mehr

Produktbeschreibung
Ein Blick auf die Filmkulisse Berlin. Mit Informationen zu den Orten, Filmen, Regisseuren und Stars
Mehr als 40-mal pro Tag fällt in Berlin die Klappe. Ob Spielfilm, Kurzfilm, Werbung oder TV-Serie, die Hauptstadt ist als Drehort beliebt, auch international. Das ist keine Entdeckung des 21. Jahrhunderts, bereits kurz nach Erfindung der ersten Filmkamera wurden Berliner Straßen, Plätze, Häuser und Menschen auf Zelluloid gebannt. Das Buch begleitet die Karriere der Hauptstadt als Kulisse durch 30 Spielfilme und erzählt die Geschichten zu allen Dreharbeiten, Schauplätzen und Filmen.
  • Produktdetails
  • berlin edition
  • Verlag: Berlin Edition im bebra verlag
  • Seitenzahl: 232
  • Erscheinungstermin: März 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 125mm x 16mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783814801544
  • ISBN-10: 3814801547
  • Artikelnr.: 22502248
Autorenporträt
Markus Münch, geboren 1974, aufgewachsen in Bensberg bei Köln. Mitinitiator des Kinomagazins "Traumfabrik" beim Dortmunder Uniradio "elDOradio", seit 1999 Journalist mit Schwerpunkt Film. Nach einem Wirtschaftsstudium und der Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule seit 2002 für verschiedene Medien tätig, u. a. für die taz und den Nachrichtensender N24 sowie mit "Geschichte in Augen blicken" für radioeins. Er ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin.
Rezensionen
Besprechung von 13.12.2007
Klappe für die Diva
Zwei Bücher führen durch ein Berlin, das man aus Filmen kennt
Allzu oft wird die Geschichte einer Stadt an ihren Häuserblocks entlang erzählt: Mit Vorliebe stromern Autoren von Reiseführern von den Kirchen über die Schlösser bis hinüber zu den verglasten Hochhäusern und haken so mit einem Spaziergang zugleich die Architekturgeschichte, politische Wegmarken und die prominenten Bewohner der Stadt ab.
Markus Münch hat einen originelleren Weg gewählt: Er entwirft in „Drehort Berlin” ein Szenario der Bundeshauptstadt in 30 Spielfilmen. Die von Münch ausgewählten Filme wurden nicht nur in Berlin gedreht (oder in den Babelsberger Studios), sondern spielen zumeist auch explizit dort – die Stadt ist in ihnen also nicht bloß Kulisse, sondern Triebkraft einer Handlung, die an keinem anderen Ort denkbar ist. In diesen 30 Spielfilmen spiegelt sich also die Stadt, natürlich auch mit ihrer Architektur, mehr aber noch mit ihrem Charakter, ihren Eigenheiten. Überdies lassen sich natürlich auch die Zeitläufte ablesen an den „Streifen”. So nennt Markus Münch die Filme allenthalben, was verwundert, weil er von Haus aus Filmjournalist ist und sich über das Abwertende dieser Vokabel im Klaren sein müsste.
„Drehort Berlin” überzeugt denn auch nicht so sehr durch die Synopsen der Filme – in der Regel hangelt Münch sich nur bieder an der jeweiligen Handlung entlang. Aber sobald er sich, angestoßen durch einen Film, in das entsprechende Viertel begibt, entwirft er anschauliche Bilder davon. Auf knappem Raum beschreibt er, wie Straßenzüge sich erhalten oder aber verändert haben; wo sich noch eine Bevölkerungsstruktur findet wie vor vier oder fünf Jahrzehnten; wovon die Berliner zu bestimmten Zeiten geträumt, woran sie geglaubt haben. Oder aber, wo nur ein Film bleibt, um Orte und Milieus zu sehen, die es nicht mehr gibt, weil der Zweite Weltkrieg, die Mauer oder die Wiedervereinigung sie zerstört haben.
Münch spaziert chronologisch durch die Filmgeschichte. Er beginnt mit Phil Jutzis Verfilmung von „Berlin – Alexanderplatz” und der ersten Kinoversion von „Emil und die Detektive” (beide von 1931), hält sich also erst einmal an Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt auf. Bald aber ist er im Beusselkiez („Hitlerjunge Quex”), in der Rummelsburger Bucht („Die Legende von Paul und Paula”) und in den Hinterhöfen der Kopenhagener Straße am Prenzlauer Berg („Solo Sunny”). Einige Filme sind nur in den Band aufgenommen, um das Stadtbild zu komplettieren: In „Jenseits der Stille” kommt der Berliner Zoo vor und „In 80 Tagen um die Welt” findet Erwähnung, weil am Gendarmenmarkt gedreht wurde. Das ist legitim – Markus Münch hat schließlich nicht die 30 besten Berlin-Filme in dem Buch versammelt, sondern jene Werke, die zusammengenommen das vielschichtigste Bild der Stadt und ihrer Geschichte ergeben – der Band ist, nicht zuletzt, ein Reiseführer. Auf den Fotos sind daher auch kaum Filmszenen zu sehen, sondern überwiegend Ausschnitte aus der (historischen) Realität.
Nicht über einzelne Filme, sondern über Berlins Eigenart als Filmstadt geleiten wiederum Michaela Schubert und Wolfgang Bernscheid die Leser durch ihren Reiseführer „Berlin: Reisen – Ein Film”. Die Einführung – „Berliner Geschichte kurz gefasst” – konzentriert sich auf jene historischen Ereignisse, die Spuren hinterlassen haben in der Filmgeschichte. An deren Berliner Facetten orientieren sich die beiden Autoren. Sie erzählen vorderhand von den Tüftlern und Filmpionieren, von den prägenden Produktionsfirmen, den Wohnorten der Stars, von der Berlinale als einem wichtigen europäischen Festival und von den vielen Filmpalästen, Kinoklitschen und Multiplexen der Stadt.
Auch auf diese Weise entsteht ein Bild Berlins, wobei Schubert und Bernscheid den Blick weiter fassen als Markus Münch: Sie wählen nicht exemplarisch aus, sondern sind – darin einem klassischen Reiseführer ähnlich – stärker auf Vollständigkeit bedacht. Weshalb Berlin in dem Buch so auftritt, wie es sich gerne gibt: dynamisch, klatschsüchtig, unübersichtlich, krude.
Dabei unterscheiden die Autoren nicht zwischen Wichtigem und Nebensächlichem. Jede Schnurre findet Eingang in dieses Berlin-Drehbuch, jedes Hotel Erwähnung, in dem ein bekannter Schauspieler abgestiegen ist. Irgendwann geht es nicht mehr darum, Filmorte zu markieren – sondern der Diva Berlin zu huldigen. STEFAN FISCHER
MARKUS MÜNCH: Drehort Berlin. Wo berühmte Filme entstanden. Bebra Verlag, Berlin 2007. 232 Seiten, 19,90 Euro.
MICHAELA SCHUBERT, WOLFGANG BERNSCHEID: Berlin: Reisen – Ein Film. Wolbern Verlag, Berlin/Potsdam 2007. 320 Seiten, 22,80 Euro.
Berlin gibt sich gerne klatschsüchtig, krude und unübersichtlich
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