Alles nur geträumt - Skai, Hollow
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Als die Neue Deutsche Welle vor 30 Jahren über die Ufer schwappte, wurde sie von den Medien und Plattenfirmen, die ihr künstlerisches Potential total verkannten, zunächst boykottiert und bekämpft. Erst als aus der neuen Musik, die ihrem Ursprung dem Punk verdankte, Tanzmusik mit deutschen Texten geworden war, die sich auch ohne ihre Hilfe wie geschnitten Brot verkaufte, wachte die Musikindustrie auf und vermarktete die Bewegung bis zum Exitus. Bands wie Ideal, Nena oder Trio rollten die Hitparaden von unten auf und landeten auch in England und Amerika auf den ersten Plätzen der Charts. Und der…mehr

Produktbeschreibung
Als die Neue Deutsche Welle vor 30 Jahren über die Ufer schwappte, wurde sie von den Medien und Plattenfirmen, die ihr künstlerisches Potential total verkannten, zunächst boykottiert und bekämpft. Erst als aus der neuen Musik, die ihrem Ursprung dem Punk verdankte, Tanzmusik mit deutschen Texten geworden war, die sich auch ohne ihre Hilfe wie geschnitten Brot verkaufte, wachte die Musikindustrie auf und vermarktete die Bewegung bis zum Exitus. Bands wie Ideal, Nena oder Trio rollten die Hitparaden von unten auf und landeten auch in England und Amerika auf den ersten Plätzen der Charts. Und der Einfluss auf spätere Musikstile wie Fun-Punk, Hamburger Schule oder deutschen HipHop und Musiker wie Die Ärzte oder Wir sind Helden sind nicht zu überhören - und eine kritische Hommage wert. Hollow Skai hat die Neue Deutsche Welle als Betreiber des Independent-Labels "No Fun Records" und Mitarbeiter der Musikzeitschrift Sounds hautnah miterlebt und die deutsche Pop-Szene als "stern"-Redakteur, freier Journalist und Buchautor bis heute begleitet und kommentiert. Seine subjektive, aber detailliert recherchierte Schilderung von "Fluch und Segen der Neuen Deutschen Welle" ergänzt Bestseller wie Jürgen Teipels Doku-Roman "Verschwende deine Jugend" und Rocko Schamonis Roman "Dorfpunks".
Autorenporträt
Hollow Skai gründete 1980 das Neue-Deutsche-Welle-Label No Fun Records und produzierte Platten mit Hans-à-Plast, Der Moderne Man, Bärchen und den Milchbubis, Mythen in Tüten oder The 39 Clocks. Von 1986 bis 1989 war er Chefredakteur des Stadtmagazins "Schädelspalter" und von 1989 bis 1994 Kulturredakteur beim "stern". Im Hannibal Verlag veröffentlichte er mit "In-A-Da-Da-Da-Vida" zwei Bände mit magischen, mythischen & mysteriösen Geschichten zu Pop-Songs und anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens eine Biografie der Toten Hosen. Das alles und noch viel mehr unter www.skaichannel.de
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Angetan zeigt sich Anne Otto von Hollow Skais Buch über die Neue Deutsche Welle. Sie fühlt sich an Jürgen Teipels 2001 erschienenen Doku-Roman "Verschwende Deine Jugend? erinnert, hebt aber den anderen Ansatz von "Alles nur geträumt? hervor: Betreibe Teipel eher  Popgeschichtsschreibung, so sei Skai immer noch "Teil der Jugendbewegung? und bis heute ein "Enthusiast? des Punk. Die Abgrenzungsversuche zur kommerziellen Ausschlachtung der NDW scheinen ihr ein wenig "nerdig?, aber sie hat Verständnis dafür. Als Stärke von Skais Buch sieht sie dessen Analyse der Vermarktungsmechanismen von Musik sowie die Reflexion der Frage, "wie subversiv und unbestechlich eine relevante musikalische Bewegung sein muss?. Dagegen wirkt der Kulturpessimismus des Autors auf sie bisweilen ein wenig befremdlich. Dass es nach der Neuen Deutschen Welle nichts mehr Interessantes in der deutschen Musikszene gegeben habe, will sie nicht unterschreiben, da stünden Hamburger Schule, deutscher HipHop und Techno vor.

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