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Emile Cioran nannte Montesquieu den "solidesten Denker des achtzehnten Jahrhunderts und vielleicht sogar aller französischen Jahrhunderte". Von der Sammlung seiner "Pensees" sind in deutscher Sprache bisher nur Fragmente erschienen. Die vorliegende Ausgabe bringt den größten Teil der Aufzeichnungen in der Reihenfolge, in der Montesquieu sie in seine Bücher eingetragen hat.…mehr

Produktbeschreibung
Emile Cioran nannte Montesquieu den "solidesten Denker des achtzehnten Jahrhunderts und vielleicht sogar aller französischen Jahrhunderte". Von der Sammlung seiner "Pensees" sind in deutscher Sprache bisher nur Fragmente erschienen. Die vorliegende Ausgabe bringt den größten Teil der Aufzeichnungen in der Reihenfolge, in der Montesquieu sie in seine Bücher eingetragen hat.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Originaltitel: Mes Pensées
  • Artikelnr. des Verlages: 505/19495
  • 2000.
  • Seitenzahl: 448
  • Erscheinungstermin: 4. April 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 132mm x 32mm
  • Gewicht: 517g
  • ISBN-13: 9783446194953
  • ISBN-10: 3446194959
  • Artikelnr.: 07529007
Autorenporträt
Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu (getauft am 18. Januar 1689 auf Schloss La Brède bei Bordeaux; verstorben 10. Februar 1755 in Paris), bekannt unter dem Namen Montesquieu, war ein französischer Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker der Aufklärung. Er gilt als Vorläufer der Soziologie, bedeutender politischer Philosoph und Mitbegründer der modernen Geschichtswissenschaft.

Obwohl der gemäßigte Vordenker der Aufklärung für seine Zeitgenossen auch ein erfolgreicher belletristischer Autor war, ist er vor allem als geschichtsphilosophischer und staatstheoretischer Denker in die Geistesgeschichte eingegangen und beeinflusst noch heute aktuelle Debatten.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 29.04.2000

HENNING RITTER, Redakteur im Feuilleton dieser Zeitung, ist mit dem berühmten Verfasser des "Geistes der Gesetze" der Ansicht, dass auch "verstreute Gedanken" es verdienen, aufbewahrt zu werden. Der Geist ist ein Bastler, alles kann ihm noch zu etwas dienen. Der Baron von Montesquieu hat in seiner Bibliothek auf seinem Gut La Brède nicht nur Bücher geschrieben, sondern in großem Umfang auch Exzerptsammlungen angelegt und eigene Einfälle gehortet. Dem Hauptbuch seiner geistigen Unternehmungen hat er den Namen "Mes Pensées" gegeben. Sie sind die Quelle vieler Maximen und Reflexionen in der Tradition der französischen Moralistik. Die vorliegende Übersetzung bietet zum ersten Mal den Kernbestand von Montesquieus "Gedanken" - Einfälle, Reflexionen, Aphorismen, Dialoge, Autobiographisches - in der Anordnung der Handschrift. (Montesquieu: Meine Gedanken. Mes pensées - Aufzeichnungen. Auswahl, Übersetzung und Nachwort von Henning Ritter. Carl Hanser Verlag, München 2000. 448 S., geb. 58, - DM.)

F.A.Z.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ralph Rainer Wuthenow bedauert sehr, dass eine Rezension in einem Fall wie diesem nicht viel mehr leisten kann, als "nur den Schattenriss, wo ein ganzes Fresko erforderlich wäre", zu geben. Ein Buch, "das auf jeder seiner Seiten zum Mit- und Nachdenken auffordert", sei dieser Band, der seiner Meinung nach in mancher Hinsicht nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. So lobt er u. a. Montesquieus Gedanken über Gesetze und deren Einhaltung, aber auch seine Gedanken über Evolution, Naturgeschichte oder die "Vorteile der modernen Zivilisation". Wuthenow weist darauf hin, dass die vorliegende Übersetzung sich auf die "eigentlich authentische, die als `unordentlich` erscheint", gestützt habe. Diese sei als Arbeitsgrundlage zwar weniger geeignet als die "thematisch geordnete", dafür jedoch sehr viel angenehmer zu lesen. Fast ohne Einschränkung ist er auch von der Übersetzung selbst angetan, die seiner Ansicht nach das Verständnis des Textes auf angenehme Art und Weise unterstützt.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Was Montesquieu heute noch zu einem seltenen Lesevergnügen macht, ist die Genauigkeit seiner Beobachtungen und Gedanken, die sich als Aphorismen niederschlagen, als kecke Konzentrate einer kritischen Vernunft." Carl-Ludwig Reichert, Abendzeitung, 26.04.00 "Die knappen, häufig paradoxen Texte, manchmal zu kleinen Essays angewachsen, sind keine Rechthabereien, sondern literarische Anstöße zum Selberdenken, Proben von der Stilwiese eines universalen Denkers. Philosophie, meinte er, hänge nun mal 'mit allem zusammen', darum dürfe man 'über alle Themen und in allen Stilen schreiben'. Gesagt, getan: Hier wird Aufklärung farbig." Der Spiegel, 29.05.00 "Dieses Buch, das auf jeder seiner Seiten zum Mit- und Nachdenken auffordert, ist wie alle Gedankenbücher dieser Art viel zu reich, um die Gegenstände und die spannungsreichen Widersprüche ausführlich zu verzeichnen, mehr zu geben als nur den Schattenriss, wo ein ganzes Fresko erforderlich wäre. Der Herausgeber hat sich nicht, wie andere Übersetzer vor ihm, auf die thematisch geordnete neue Edition gestützt (...), sondern die eigentlich authentische, die als 'unordentlich' erscheint, vorgezogen. So ist wohl schlechter damit zu arbeiten, aber die Freude zu lesen ist weit größer." Ralph Rainer Wuthenow, Die Zeit, 11.05.00
"Die 'Gedanken' des großen Aufklärungsphilosophen faszinieren durch ihre bewegliche Vernunft, durch den Reichtum der Beobachtungen und durch einen analytisch-skeptischen Blick auf den Prozeß der Moderne, der im 18. Jahrhundert seinen Anfang nahm und uns heute wieder entschieden herausfordert." Martin Meyer (NZZ) in 'buchreport'