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Bloch schildert in diesem berühmten Buch, wie die Feudalgesellschaft entstand. Seine Art der beschreibenden Untersuchung ermöglicht, die Gegenwart aus der ganz anders gearteten Vergangenheit zu verstehen. Der Leser gewinnt einen Blick dafür, wie sehr sich das eigene Handeln und die gegenwärtigen politischen Situationen im Spiegel der Vergangenheit relativieren.
Das historische Europa vor Augen verdeutlicht Marc Bloch, daß sich der Feudalismus keineswegs überall durchsetzte oder gleichmäßig ausbildete. Sein Entstehen war an Bedingungen geknüpft, an die Herausbildung von Abhängigkeiten.
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Produktbeschreibung
Bloch schildert in diesem berühmten Buch, wie die Feudalgesellschaft entstand. Seine Art der beschreibenden Untersuchung ermöglicht, die Gegenwart aus der ganz anders gearteten Vergangenheit zu verstehen. Der Leser gewinnt einen Blick dafür, wie sehr sich das eigene Handeln und die gegenwärtigen politischen Situationen im Spiegel der Vergangenheit relativieren.

Das historische Europa vor Augen verdeutlicht Marc Bloch, daß sich der Feudalismus keineswegs überall durchsetzte oder gleichmäßig ausbildete. Sein Entstehen war an Bedingungen geknüpft, an die Herausbildung von Abhängigkeiten. Voraussetzungen waren die Invasionen im 9. und 10. Jahrhundert durch Araber, Ungarn und Wikinger. Ihre Auswirkungen führen danach zu neuen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen, bilden eine noch nie dagewesene geistige Konstellation aus, der die Grundlagen eines veränderten Rechts entstammen.

Der Feudalismus ist für Bloch ein geschichtliches Modell mittelalterlicher Gesellschaften bis zum 13. Jahrhundert. Die Beschreibung wechselt immer wieder über in meisterhafte Darstellungen markanter Stimmungen eines Zeitalters und seiner "geistigen Atmosphäre". Wie wohl nur Umberto Eco für das große Publikum ist es Marc Bloch für die Geschichtswissenschaften gelungen, dem Begriff "Mittelalter" ganz andere Vorstellungen und eine viel tiefere Bedeutung zu erschließen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 667
  • Erscheinungstermin: 1. Juni 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 156mm x 51mm
  • Gewicht: 975g
  • ISBN-13: 9783608982091
  • ISBN-10: 3608982094
  • Artikelnr.: 56979653
Rezensionen
Besprechung von 27.09.1999
Hinweise

FEUDALGESELLSCHAFT. Nachdem Marc Blochs wundersam schönes Buch zu den wundertätigen Königen im letzten Jahr endlich auf Deutsch erschienen ist (F.A.Z. vom 6. Oktober 1998), wird nun auch das zweite große Werk des französischen Historikers hierzulande wieder zugänglich gemacht: "Die Feudalgesellschaft". Der Titel verspricht etwas mehr, als das Buch leistet, denn es beschreibt lediglich deren Etablierung. Aber was heißt "lediglich" - wie es das tut, das ist in Breite, Geist und Eleganz des Stils bis heute unerreicht geblieben. Auch dieses Werk hatte seit seiner Erstpublikation im Jahr 1939 mehr als vier Jahrzehnte darauf warten müssen, bis es in der zurückhaltend klugen Übersetzung von Eberhard Bohm 1982 bei Propyläen verlegt wurde. Dank der Neuausgabe kann man wieder mit den Wikingern das Mittelmeer kolonialisieren, den Wiederaufstieg des alten Staatsmodells verfolgen oder sich an den Gesängen des Troubadors Bertrand de Born erfreuen, der den Adel früh als das erkannte, was er war: eine Führungsgruppe mit einem schweren Zacken. (Marc Bloch: "Die Feudalgesellschaft". Aus dem Französischen von Eberhard Bohm in Zusammenarbeit mit Kuno Böse u. a. Durchgesehene Neuausgabe. Klett-Cotta, Stuttgart 1999. 667 S., geb., 78,- DM.)

F.A.Z.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Hans-Martin Lohmann bespricht in einer Rezension zwei Bücher von und über Marc Bloch.
1) Peter Schö