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  • Format: ePub


On 8 September 1941, eleven short weeks after Hitler launched Operation Barbarossa, his brutal surprise attack on the Soviet Union, Leningrad was surrounded. The siege would not be lifted for two and a half years and during the 872 days of blockade and bombardment as many as two million Soviet lives would be lost. Had the city fallen, the history of the Second World War - and of the twentieth century - would have been very different. Leningrad is a gripping narrative history interwoven with personal stories - immediate accounts of daily siege life drawn from diarists and memoirists on both…mehr

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Produktbeschreibung
On 8 September 1941, eleven short weeks after Hitler launched Operation Barbarossa, his brutal surprise attack on the Soviet Union, Leningrad was surrounded. The siege would not be lifted for two and a half years and during the 872 days of blockade and bombardment as many as two million Soviet lives would be lost. Had the city fallen, the history of the Second World War - and of the twentieth century - would have been very different.
Leningrad is a gripping narrative history interwoven with personal stories - immediate accounts of daily siege life drawn from diarists and memoirists on both sides. These twentieth-century European civilians living through unbearable hardship reveal the terrible details of life in the blockaded city: the all-consuming and daily search for food; crawling up ice-rounded steps on hands and knees, hauling a bucket of water; a woman who has just buried her father noticing how the cemetery guards have used a frozen corpse with outstretched arm and cigarette between its teeth as a signpost to a mass grave; another using a dried pea to make a rattle for her evacuated grandson's first birthday, and putting it away in a drawer when she hears, six months later, that he has died of meningitis.
In Leningrad, Anna Reid answers many of the previously unanswered questions about the siege. How good a job did Leningrad's leadership do - would many lives have been saved if it had been better organised? How much was Stalin's and Moscow's wariness of western-leaning Leningrad (formerly the Tsars' capital, St Petersburg) a contributing factor? How close did Leningrad come to falling into German hands? And, above all, how did those who lived through it survive?

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  • Produktdetails
  • Verlag: Bloomsbury UK
  • Seitenzahl: 512
  • Erscheinungstermin: 05.09.2011
  • Englisch
  • ISBN-13: 9781408824702
  • Artikelnr.: 38286133
Autorenporträt
Anna Reid holds a master's degree in Russian history and reform economics from London University's School of Slavonic and East European Studies. She was the Kiev correspondent for the Economist and the Daily Telegraph from 1993 to 1995. Her first book, Borderland: A Journey through the History of the Ukraine, was published to wide acclaim in 1997. Ms. Reid lives in London.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 29.08.2011

Widersinnigste Befehle aus Moskau
Die Belagerung Leningrads aus dem Blickwinkel der Bevölkerung: Hunger und Tod

Der Zweite Weltkrieg war ein globales Ereignis. Die Erinnerung an ihn und die Geschichtsschreibung über ihn spielen sich jedoch weitgehend im nationalen Kontext ab. Dies gilt insbesondere für den deutsch-sowjetischen Krieg. Zwei Meistererzählungen über ein und dasselbe Ereignis stehen nahezu unverbunden nebeneinander: eine sowjetische (von der es bis heute nur wenige Abweichungen gibt, etwa in den baltischen Staaten) und eine deutsche. Die Sprachbarriere war gewiss mit dafür verantwortlich, dass Historiker und Publizisten beider Länder aneinander vorbeiargumentierten. Noch wichtiger ist freilich der eingeschränkte Zugang zu den Archivquellen in Russland, die ein freies Forschen bis heute kaum möglich machen. Denn der "Große Vaterländische Krieg" ist nach wie vor einer der zentralen nationalen Referenzpunkte. Allzu viel Objektivität ist da nicht erwünscht. Schlägt man in Deutschland eines der vielen Bücher zum Unternehmen "Barbarossa" auf, wird man somit nur wenig über die sowjetische Perspektive des Krieges erfahren.

Das Buch "Blokada" der britischen Journalistin Anna Reid ist hier eine löbliche Ausnahme. Es leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die sowjetische Perspektive des Krieges auch hierzulande stärker in den Fokus zu rücken. Gewiss mag man einwenden, dass die Belagerung Leningrads gut dokumentiert und vielfach beschrieben ist. 2005 etwa erschien die luzide Darstellung von Jörg Ganzenmüller, der das Geschehen in der Metropole an der Newa in den Jahren 1941 bis 1944 ebenfalls aus beiden Perspektiven betrachtete. Gleichwohl ist das exzellent geschriebene Buch aus der Feder von Frau Reid ein großer Gewinn, weil es dezidiert die Sicht der Leningrader in den Vordergrund rückt. Zudem: Die Stadt eignet sich wie kein zweiter Untersuchungsgegenstand dazu, die Radikalität des Kampfes im Namen zweier Ideologien wie in einem Brennglas deutlich zu machen.

Hitler und die Wehrmachtführung hatten im September 1941 die Entscheidung getroffen, die Stadt nicht zu erobern. Vielmehr sollten die deutschen Divisionen durch eine Belagerung den schleichenden Hungertod der Einwohner herbeiführen, eine Kapitulation abweisen, den ausgestorbenen Rest schließlich dem Erdboden gleichmachen und die rauchenden Trümmer den Finnen übergeben. Es kam bekanntermaßen anders, doch die Belagerung forderte einen enormen Tribut. 650 000 bis 800 000 Zivilisten starben, die meisten davon im Hungerwinter 1941/42.

Anna Reid betont, dass auch die sowjetische Verantwortung für diese Tragödie betrachtet werden muss, dass etwa die hohe Zahl der Opfer auch dem Dilettantismus der sowjetischen Verwaltung zuzuschreiben ist. So unterblieb eine Evakuierung der Zivilbevölkerung, obwohl die Wehrmacht seit Ende Juli 1941 Leningrad gefährlich nahe gekommen war und eine solche Maßnahme zu diesem Zeitpunkt noch ohne weiteres möglich gewesen wäre. Selbst als sich im September der Einschließungsring schloss, hätte man über den Lagoda-See noch Hunderttausende in Sicherheit bringen können. Doch nichts geschah. Es waren keine ausreichenden Lebensmittelvorräte für eine Belagerung angelegt worden, und die chaotische Organisation des Mangels tat ein Übriges, um die Hungerkatastrophe zu forcieren.

Die Bevölkerung Leningrads versuchte in der Not vor allem zu überleben. Die Solidarität zerbrach zumeist. Den Menschen war bald jedes Mittel recht, um an Nahrung zu kommen, rücksichtslos wurden die Schwachen beiseitegedrängt, bedienten sich Kader der Partei ihrer Möglichkeiten, unter der Hand Lebensmittel zu organisieren. Sogar von Kannibalismus weiß die Autorin zu berichten. Von der erinnerungspolitisch motivierten Meistererzählung einer geschlossenen Volksgemeinschaft im Kampf gegen die Invasoren waren die gesellschaftlichen Verhältnisse in Leningrad weit entfernt. Verwundern kann dies kaum - und es ist dennoch ein wesentliches Verdienst des Buches, die Perspektive der Bevölkerung in einem beeindruckenden Panorama deutlich zu machen. Wenngleich nicht im Fokus, geht die Verfasserin auch auf die Geschehnisse an der Front ein und schildert, wie Tausende kaum ausgebildeter Soldaten bei widersinnigen Einsätzen von ihrer Führung in den Tod getrieben wurden. Eindrucksvoll wird dem Leser das Klima der Angst in Armee und Zivilgesellschaft deutlich, dass sich durch die Herrschaft der Bolschewiki schon seit vielen Jahren verbreitet hatte. Und natürlich setzte sich dieses Terrorregime im Krieg fort, auch in Leningrad.

Während an der Front Zehntausende Soldaten starben, in der Stadt Hunderttausende verhungerten, gingen die Verhaftungen und Hinrichtungen durch den NKWD weiter. Aus den fadenscheinigsten Gründen konnte man selbst im Winter 1941/42 in die Fänge der sowjetischen Geheimpolizei geraten. Die Angst vor Bestrafung erfasste freilich nicht nur die gewöhnlichen Bürger, sondern auch die Kader von Partei und Armee. In ständiger Sorge als vermeintliche Versager oder Verräter hingerichtet zu werden, wagte es niemand, Eigeninitiative zu entwickeln oder selbst widersinnigste Befehle aus Moskau in Frage zu stellen. "Wir wurden zweifach belagert, von innen und von außen", schrieb Dmitri Lichatschow treffend - ein junger Sprachwissenschaftler, der die Belagerung überlebte.

Anna Reid hat kein im strengeren Sinne wissenschaftliches Buch vorgelegt. Auf der Grundlage unveröffentlichter Tagebücher bietet sie dem Leser eine flüssig geschriebene Geschichte der Menschen, die die Belagerung von Leningrad erlebten, und sie vergisst dabei auch nicht, die deutsche Seite in ihre Erzählung einzubauen. So hat sie ein überaus lesenswertes Buch vorgelegt, dessen größter Gewinn vermutlich darin besteht, dem deutschen Leser die "andere", die sowjetische Seite des Russland-rieges veranschaulicht zu haben. Eines Krieges, in dem Stalin den deutschen Eroberungs- und Vernichtungszug im Blut der eigenen Bevölkerung ertränkte.

SÖNKE NEITZEL.

Anna Reid: Blokada. Die Belagerung von Leningrad 1941-1944. Berlin Verlag, Berlin 2011. 640 S., 34,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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PRAISE FOR 'BORDERLAND'