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Die historische Forschung zu Krieg und Frieden hat in den letzten Jahren eine Ausweitung und Differenzierung erfahren: Sie hat sich politik-, sozial-, kultur-, geschlechter- und mentalitätsgeschichtlichen sowie neuen methodischen Ansätzen geöffnet. Für einen Zeitraum von 300 Jahren - vom Westfälischen Frieden 1648 bis zum Zweiten Weltkrieg - stellt Edgar Wolfrum in einem systematischen Zugriff zentrale Forschungskontroversen dar. Er diskutiert zunächst Theorien zu Krieg und Frieden sowie die wesentlichen wissenschaftlichen Ansätze zu ihrer Erforschung. Probleme der Friedenssicherung seit dem…mehr

Produktbeschreibung
Die historische Forschung zu Krieg und Frieden hat in den letzten Jahren eine Ausweitung und Differenzierung erfahren: Sie hat sich politik-, sozial-, kultur-, geschlechter- und mentalitätsgeschichtlichen sowie neuen methodischen Ansätzen geöffnet. Für einen Zeitraum von 300 Jahren - vom Westfälischen Frieden 1648 bis zum Zweiten Weltkrieg - stellt Edgar Wolfrum in einem systematischen Zugriff zentrale Forschungskontroversen dar. Er diskutiert zunächst Theorien zu Krieg und Frieden sowie die wesentlichen wissenschaftlichen Ansätze zu ihrer Erforschung. Probleme der Friedenssicherung seit dem Westfälischen Frieden geraten ebenso in den Blick wie Veränderungen und Zäsuren infolge der Französischen Revolution (Nationalisierung, Aufhebung der Trennung von zivilem und militärischem Bereich, Volksbewaffnung und Volkskrieg, neue Legitimierung des Krieges). Weitere Gegenstände sind die Kriegsursachenforschung mit ihrer Schlüsselkontroverse »Staatenkrieg oder Staatenbildungskrieg« und das Verhältnis von Militär und Gesellschaft. Schließlich werden die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts unter der Perspektive einer >Totalisierung< des Krieges erörtert. Der Ausblick behandelt u.a. Möglichkeiten der Kriegsvermeidung und Friedenssicherung unter den Bedingungen der Globalisierung.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Wissenschaftl.Buchgesell.
  • Erscheinungstermin: 01.02.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783534703371
  • Artikelnr.: 37091837
Autorenporträt
Edgar Wolfrum, geb. 1960, Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte und DFG-Stipendiat an der TU Darmstadt. 2002/03 hat er eine Vertretungsprofessur an der Universität Mannheim inne.

Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Edgar Wolfrums "Krieg und Frieden in der Neuzeit" ist nach Ansicht von Rezensent Gerd Krumeich reichlich misslungen. Er findet die Überblicksdarstellung, die sich vor allem an "Studierende" richtet, nicht gestrafft, sondern gehetzt. Wenn Wolfrum auf drei Seiten die Frage abzuhandeln versucht, was Krieg und Frieden ist, löst das bei Krumeich die Befürchtung aus, dass die "armen Studenten" noch weniger verstehen als er selbst: "nämlich nur noch Kraut und Rüben". Die Aussage etwa, mit der Französischen Revolution habe "der Bürgerkrieg nun die Weihe eines Krieges gegen den Krieg" (Wolfrum) erhalten, ist für Krumeich "schlicht unverständlich". Für "besser gelungen" hält Krumeich Wolfrums Bemerkungen zu Galtungs Theorie der "Strukturellen Gewalt" und seine Diskussion über dieses Konzept. Insgesamt aber verfehle das Buch seine Adressaten und schaffe die notwendige Reduktion von Komplexität nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Man kann sich mithilfe dieses Bandes sehr gut in die Thematik einarbeiten und wird über wichtige Auseinandersetzungen in der Forschungsliteratur und in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland ins Bild gesetzt. Damit hat der Autor genau das erreicht, was er sich vorgenommen hat.« Neue Politische Literatur