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»Zu erwähnen, daß nicht nur Bücher, sondern auch Redensarten ihr Schicksal haben, wäre eine Banalität, wenn man damit nur die im Laufe der Zeit sich abspielenden Veränderungen meinte, um durch eine nachträgliche Prognose oder ein geschichtsphilosophisches Horoskop zu zeigen, 'wie es kam, daß es kam'. Das ist aber nicht das Interesse dieser Arbeit, die sich vielmehr um systematische Zusammenhänge bemüht und deren Aufgabe gerade darum so schwierig ist, weil ein zentraler Begriff der Staats- und Verfassungslehre untersucht werden soll, der, wenn er überhaupt beachtet wurde, höchstens beiläufig an…mehr

Produktbeschreibung
»Zu erwähnen, daß nicht nur Bücher, sondern auch Redensarten ihr Schicksal haben, wäre eine Banalität, wenn man damit nur die im Laufe der Zeit sich abspielenden Veränderungen meinte, um durch eine nachträgliche Prognose oder ein geschichtsphilosophisches Horoskop zu zeigen, 'wie es kam, daß es kam'. Das ist aber nicht das Interesse dieser Arbeit, die sich vielmehr um systematische Zusammenhänge bemüht und deren Aufgabe gerade darum so schwierig ist, weil ein zentraler Begriff der Staats- und Verfassungslehre untersucht werden soll, der, wenn er überhaupt beachtet wurde, höchstens beiläufig an den Grenzen verschiedener Gebiete [...] undeutlich erschien, im übrigen aber ein politisches Schlagwort blieb, so konfus, daß seine ungeheure Beliebtheit ebenso erklärlich ist wie die Abneigung der Rechtsgelehrten, sich darauf einzulassen.«Aus den Vorbemerkungen zur 1. Auflage (1921) von Carl SchmittIn dieser Auflage sind die Korrekturen berücksichtigt, die Carl Schmitt in sein Handexemplar
eingetragen hat. Sie sind dem Haupttext als Anhang beigefügt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Duncker & Humblot
  • 8., überarb. Aufl.
  • Erscheinungstermin: Juli 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 156mm x 21mm
  • Gewicht: 446g
  • ISBN-13: 9783428146925
  • ISBN-10: 3428146921
  • Artikelnr.: 42864136
Autorenporträt
Carl Schmitt, geboren am 11.7.1888 in Plettenberg, lehrte als Professor für Verfassungs- und Völkerrecht in Greifswald (1921), Bonn (1922), Berlin (Handelshochschule, 1926), Köln (1932) sowie an der Universität Berlin (1933-1945). Er gehört zu den anregendsten und zugleich umstrittensten politischen Denkern dieses Jahrhunderts in Deutschland. Vor allem seine Definitionen der Begriffe Politische Romantik und Politische Theologie, Souveränität, Diktatur, Legalität und Legitimität sowie des Politischen (»Freund-Feind-Theorie«) hatten starken Einfluß weit über die Grenzen Deutschlands und seines Faches hinaus. Carl Schmitt starb 96jährig am Ostersonntag, dem 7. April 1985, in seinem Geburtsort.
Inhaltsangabe
I. Die kommissarische Diktatur und die Staatslehrea) Die staatstechnische und die rechtsstaatliche Theorieb) Die Definition der kommissarischen Diktatur bei BodinII. Die Praxis der fürstlichen Kommissare bis zum 18. JahrhundertExkurs über Wallenstein als DiktatorIII. Der Übergang zur souveränen Diktatur in der Staatslehre des 18. JahrhundertsIV. Der Begriff der souveränen DiktaturV. Die Praxis der Volkskommissare während der französischen RevolutionDie Diktatur in der bestehenden rechtsstaatlichen Ordnung (Der Belagerungszustand)Namen- und SachregisterKorrekturen von Carl Schmitt, notiert in seinem HandexemplarAnhang