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Femme fatale – Homme moderne – Femme natale (eBook, PDF) - Kloster, Jens
  • Format: PDF


Ein männlicher Held, hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen – von diesem populären Plot entwickelte sich zu Beginn der Moderne eine ganz besondere literarische Form. Auf den ersten Blick bloße Liebesgeschichten, sind diese Dreiecksgeschichten und ihre Nachfolger in ihrer Tiefenschicht weit mehr: Sie erzählen vom modernen Subjekt im verzweifelten Kampf zwischen Selbstfindung und Selbstverlust. Jens Kloster zeigt den romantischen Ursprung und die Merkmale dieses Narrativs auf. Von der Literatur Fritz Rudolf Fries' und Dieter Wellershoffs über ausgewählte Filme bis hin zu den Neuen Medien…mehr

Produktbeschreibung
Ein männlicher Held, hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen – von diesem populären Plot entwickelte sich zu Beginn der Moderne eine ganz besondere literarische Form. Auf den ersten Blick bloße Liebesgeschichten, sind diese Dreiecksgeschichten und ihre Nachfolger in ihrer Tiefenschicht weit mehr: Sie erzählen vom modernen Subjekt im verzweifelten Kampf zwischen Selbstfindung und Selbstverlust. Jens Kloster zeigt den romantischen Ursprung und die Merkmale dieses Narrativs auf. Von der Literatur Fritz Rudolf Fries' und Dieter Wellershoffs über ausgewählte Filme bis hin zu den Neuen Medien spürt er dessen vielfältiger Rezeptionsgeschichte im 20. und 21. Jahrhundert nach. Dabei fokussiert der Autor insbesondere die Aktualisierungen der psychologischen und ästhetischen Diskurse, die zugleich mit der Identitätsproblematik verhandelt werden, und leistet darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur literaturwissenschaftlichen Figurentypologie.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
  • Seitenzahl: 283
  • Erscheinungstermin: 21.11.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783828865730
  • Artikelnr.: 46158919
Inhaltsangabe
Vorwort
1 Einleitung
2 Romantisch-agonale Liebe als Subjektivitätsnarrativ. Elemente, Kontexte, Aktualisierungen
2.1 Diskursaktualität in den Kulturwissenschaften
3 "Jede Ehe ist irgendwie eine Notwehr." Die Verteidigung autonomer Poesie bei Fritz Rudolf Fries
3.1 Die Subjektivitätstrias
3.1.1 Die "Princess of Oobliadooh" als Femme fatale
3.1.2 Selbstfindung und Begrenzung des Ich bei der Femme natale
3. "Ich wollte eine Stadt erobern": Topographie
3.3 Lieben als Schreiben in Städten der Imagination: Autoreflexion
4 "Man müßte zweimal leben können." 'Riskante Freiheiten' und 'Pyrrhussiege' über die Femme fatale im Werk Dieter Wellershoffs
4.1 Monogamie als "hoch illusionäres Konstrukt". Die Figurentrias
4.1.1 "das Gesicht [...] wie leergewischt". Spielarten der Femme fatale
4.1.2 "Aber wenn es darauf ankam [...]": Die Femme natale
4.2 "pulsende, unbestimmte Entfernungen": Topographie
4.2.1 Farbräume
4.2.2 "die einzig glaubhafte Ordnung das Alphabet": Autoreflexion
5 Das romantische Subjektivitätsnarrativ im Medium Film
5.1 Schicksal vs. Autonomie. Peter Chelsoms "Serendipity"
5.1.1 Romantische Figurentrias
5.1.2 "Fate [...] has entered with a SWAT team": Schicksal
5.1.3 Selbstbehauptung und Unbewusstes des Homme moderne
5.1.4 Mit der 'Fürstin' im künstlichen Aquarium: Autoreflexion
5.2 Romantik vs. Empfindsamkeit. Tyler Bensingers "Just Looking"
5.2.1 Der Homme moderne und sein Objekt des Begehrens
5.2.1.1 Architektur der häuslichen Psyche
5.2.1.2 Die 'Eine für alle'
5.2.2 Femme natale und soziologischer Diskurs
5.2.3 Inszenierung des Blicks: Autoreflexion
6 Virtuelle Idole und die Selbstorganisation des Verlusts im Cyberspace. Ausblick und Schluss
Literatur- und Filmverzeichnis