Monet oder Der Triumph des Impressionismus - Wildenstein, Daniel
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"Dies ist das Buch über Monet; alles davor oder danach Veröffentlichte kann dagegen nur klein erscheinen [...]. Die einzige leicht beschaffbare Publikation, die einen lückenlosen Überblick über Monets Werk gibt - mit anderen Worten: mehr geht nicht." - The Good Book Guide, London
Abgesehen von Turner hat sich kein anderer Künstler mehr als Claude Monet (1840-1926) bemüht, das Licht selbst auf Leinwand festzuhalten. Unter all den Impressionisten war dies jener Künstler, den Cézanne als "nur ein Auge, doch - mein Gott - welch ein Auge!" bezeichnete und der, direkt nach der Natur malend,…mehr

Produktbeschreibung
"Dies ist das Buch über Monet; alles davor oder danach Veröffentlichte kann dagegen nur klein erscheinen [...]. Die einzige leicht beschaffbare Publikation, die einen lückenlosen Überblick über Monets Werk gibt - mit anderen Worten: mehr geht nicht." - The Good Book Guide, London

Abgesehen von Turner hat sich kein anderer Künstler mehr als Claude Monet (1840-1926) bemüht, das Licht selbst auf Leinwand festzuhalten. Unter all den Impressionisten war dies jener Künstler, den Cézanne als "nur ein Auge, doch - mein Gott - welch ein Auge!" bezeichnete und der, direkt nach der Natur malend, bedingungslos am Prinzip der absoluten Treue gegenüber dem visuellen Empfinden festhielt.

Man könnte sagen, dass Monet die Möglichkeiten der Farbe neu entdeckt hat und dass die von Monet in seinem langen Leben geschaffenen Werke unsere Wahrnehmung der natürlichen Welt und ihrer Nebenerscheinungen für immer verändert haben - sei es durch sein frühes Interesse für japanische Holzschnitte, seine Zeitals Rekrut im grellen Licht Algeriens oder seine persönliche Bekanntschaft mit den bedeutendsten Malern des späten 19. Jahrhunderts. Den Höhepunkt seiner Erkundungen bildet die in seinem eigenen Garten in Giverny entstandene späte Seerosen-Serie, die in ihrem Streben nach fast vollständiger Gestaltlosigkeit in der Tat den Ursprung der abstrakten Kunst bildet.

Diese Biographie wird einem äußerst bemerkenswerten und extrem einflussreichen Künstler vollständig gerecht und bietet neben detaillierten erhellenden Kommentaren zahlreiche Reproduktionen und Archivfotos.
  • Produktdetails
  • Verlag: Taschen Verlag
  • Seitenzahl: 480
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2016. 480 S. m. zahlr. meist farb. Abb. 315 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 327mm x 248mm x 40mm
  • Gewicht: 2674g
  • ISBN-13: 9783836523202
  • ISBN-10: 3836523205
  • Best.Nr.: 29956899
Rezensionen
Besprechung von 26.11.1997
Auf Jahre eingeschüchtert
Gut, aber nicht gleichwertig: Monets Werkverzeichnis, neu ediert

Wir haben uns daran gewöhnt, daß auch kunsthistorische Werkverzeichnisse immer kürzere Halbwertzeiten haben. Was heute noch als OEuvrekatalog von Rembrandt oder van Gogh gilt, kann morgen schon überholt sein. Die Frage "Echt oder unecht?" scheint mehr und mehr zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Talkshow geworden, wo jeder eine andere Meinung hat und sich keiner scheut, sie auch zu sagen. Aber dieser Autoritätsschwund sollte nicht auf übertriebene Weise verallgemeinert werden. Immer wieder entstehen Werkverzeichnisse, die jahrzehntelang Geltung haben werden, und manche werden ja schon seit Jahrzehnten benutzt, ohne daß ein Bedürfnis entsteht, sie durch etwas Neues zu ersetzen. Meist ist die Arbeit, die in ein solches Werk investiert wurde, so einschüchternd, daß erst die nächste Generation den Mut zur Kritik und zum Neuanfang findet.

Ein solches Generationenwerk, und vermutlich sogar für mehrere Generationen, ist Daniel Wildensteins OEuvrekatalog des großen Impressionisten Claude Monet. Verteilt auf fünf Bände im Folioformat, ist er zwischen 1974 und 1991 in französischer Sprache erschienen und längst vergriffen. Auch größere Bibliotheken, sogar spezialisierte Kunstbibliotheken, besitzen manchmal nur einzelne Bände oder auch gar keinen, in Frankfurt nicht anders als in Paris.

Eine Neuausgabe war also dringend nötig, und daß der Benedikt Taschen Verlag sie vorgelegt hat, ist überaus lobenswert. Im Gegensatz zum Vorbild ist die neue Ausgabe handlich geworden, die ursprünglich auf mehrere Bände verteilte Biographie wurde in einem Band zusammengefaßt, fast alle Abbildungen sind nun in Farbe, Korrekturen und Ergänzungen aus späteren Bänden wurden ins Verzeichnis eingearbeitet, Besitzwechsel, beispielsweise durch Versteigerungen, sind dokumentiert, und auch die Bibliographie wurde auf den aktuellen Stand gebracht. In vielen großen Bibliotheken steht das Werk schon im Regal, auch im Ausland kann man es finden, denn der Haupttext, das Verzeichnis der über zweitausend Monet-Gemälde, wurde für die Neuausgabe klugerweise dreisprachig abgefaßt: französisch, englisch, deutsch.

Die Chance freilich, daß die eine oder andere Bibliothek sich doch noch entschließt, die Originalausgabe anzuschaffen, auch wenn sie auf dem Antiquariatmarkt mittlerweile mehrere tausend Dollar kostet, ist nun vermutlich äußerst gering. Denn jetzt kann jeder Bibliothekar argumentieren, man hätte ihn ja schon, "den" Wildensteinschen "Monet". Das aber ist leider nicht richtig. Auch wenn die Neuausgabe preiswerter, handlicher, lesbarer und sogar aktueller geworden ist - der Originalausgabe gleichwertig ist sie mitnichten. Jedem, der sich wissenschaftlich mit Monet beschäftigen will, bietet die Neuausgabe nur eine ergänzende Lektüre, es sei denn, man will nur etwas im Katalog nachschauen.

Zählen wir auf, was alles die Originalausgabe enthält und wovon sich in der Neuausgabe keine Spur mehr findet: Ein Katalog von Monets Zeichnungen mit 450 Nummern, ein Katalog seiner Karikaturen (64 Nummern), der Pastelle (108 Nummern), außerdem Auszüge aus über dreitausend Briefen und Dokumenten sowie viele, oft mit interessanten Hinweisen gespickte Anmerkungen zur Biographie. Darf man so viel fortlassen, um ein gewichtiges wissenschaftliches Werk lesbarer, populärer und nicht zuletzt preiswerter zu machen? Aber gewiß darf man das. Nur verlangt die Redlichkeit, daß man es dem Leser klipp und klar sagt. Auf irgendeiner der anderthalbtausend Seiten müßte stehen, wodurch sich die beiden Ausgaben voneinander unterscheiden. WILFRIED WIEGAND

Daniel Wildenstein: "Monet oder Der Triumph des Impressionismus". Hrsg. von Gilles Néret. Benedikt Taschen Verlag, Köln 1996. Vier Bde., zus. 1450 S., 2580 Abb., geb., 199,95 DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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»Die Biographie wird durch alte Photographien begleitet, so daß Monets Welt bildlich auferstehen kann. Bezeugt wird so, daß Monet sich beim Malen an das hielt, was er sah, nur daß er am Anfang seines Lebens anders sah als am Ende. Aber in diesem Prozeß des Sehens und der Widergabe des Gesehenen liegt ja gerade Monets Bedeutung. Diese dokumentarische Ergänzung für sich alleine wäre noch nicht erwähnenswert, erst die großzügige visuelle Inszenierung, mit der sie vorgenommen wird, ist es.« (Basler Magazin)
"Eine bedeutende Beschreibung von Leben und Werk des Künstlers, mit einer Vielzahl an Beispielen seiner wichtigsten Werke."
The Good Book Guide, London

"Die einzige leicht beschaffbare Publikation, die einen lückenlosen Überblick über Monets Werk gibt - mit anderen Worten: mehr geht nicht."
The Good Book Guide, London