Alles versteht sich auf Verrat

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Diese Anthologie zumeist in China noch unveröffentlichter chinesischer Gegenwartslyrik gibt, in der kongenialen Übertragungmvon Wolfgang Kubin und Gao Hong, dem deutschen Leser zum ersten Mal die Möglichkeit einer Begegnung mit den bedeutendsten Poeten des heutigen China und der Vielfalt der Stile und Sujets seiner aktuellen Dichterszene. Ob Zhai Yongmings Bänkelsang vom "Küken auf dem Strich", Xi Chuans lyrische "Denkübungen" zu Nietzsche oder Ouyang Jianghes "Glasfabrik", in der sich alle "Transparenz als Geheimsprache" offenbart - die fernen Bilder und Gedanken finden schnell unser…mehr

Produktbeschreibung
Diese Anthologie zumeist in China noch unveröffentlichter chinesischer Gegenwartslyrik gibt, in der kongenialen Übertragungmvon Wolfgang Kubin und Gao Hong, dem deutschen Leser zum ersten Mal die Möglichkeit einer Begegnung mit den bedeutendsten Poeten des heutigen China und der Vielfalt der Stile und Sujets seiner aktuellen Dichterszene. Ob Zhai Yongmings Bänkelsang vom "Küken auf dem Strich", Xi Chuans lyrische "Denkübungen" zu Nietzsche oder Ouyang Jianghes "Glasfabrik", in der sich alle "Transparenz als Geheimsprache" offenbart - die fernen Bilder und Gedanken finden schnell unser Vertrauen ... Gedichte von weither, die rasch nahegehen. Einige der Poeten sind hierzulande bereits bekannt, durch Lesungen oder Publikationen. Andere stellen sich dem deutschen Publikum erstmalig vor - alle überraschen uns, keiner bleibt uns fremd. "Die Sprache fließt über, sie trocknet aus, bevor sie durchsichtig wird. / Sprache ist Fliegen, das heißt, / sie tritt mit dem Raum dem Raum gegenüber, mit dem Blitz dem Blitz. / Ein so voller Himmel befindet sich außerhalb eines Vogels im Flug, / doch der Schatten eines einzelnen Vogels / ist nur die leichte Spur auf dem Meer. / Was immer auf Glas vorübergleitet, ist noch leichter als ein Schatten, / geht noch tiefer in die Wunde, / ist noch schwerer zu überkommen als eine Scheide. / Risse sind unsichtbar." (Ouyang Jianghe)
  • Produktdetails
  • Verlag: Weidle Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 194
  • Erscheinungstermin: Oktober 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 134mm x 19mm
  • Gewicht: 242g
  • ISBN-13: 9783938803165
  • ISBN-10: 3938803169
  • Artikelnr.: 26525722
Autorenporträt
Wolfgang Kubin erhielt 2007 den Staatspreis der Volksrepublik China für besondere Verdienste bei der Bekanntmachung der chinesischen Buchkultur. Im selben Jahr wurde er mit dem höchsten Literaturpreis Chinas, dem Pamir International Poetry Prize, ausgezeichnet. Seine »Geschichte der chinesischen Literatur im 20. Jahrhundert« wurde 2008 in China unter die zehn besten Sachbücher des Jahres 2008 gewählt. Im Weidle Verlag sind bereits drei Lyrikbände von ihm erschienen: »Das neue Lied von der alten Verzweiflung« (2000), »Narrentürme« (2002) und »Schattentänzer« (2004), außerdem seine Übersetzung der »Kaffeehauslieder« von Zhai Yongming (2004).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ein deutsch-chinesisches Rezensentenduo - Li Shuangzhi, Literaturwissenschaftler in Nanjing, und Michel Ostheimer von der Uni Chemnitz - bespricht diesen in deutsch-chinesischer Kooperation herausgegebenen Band mit chinesischer Lyrik. Eigentlich wird aber gar nicht der Band beziehungsweise seine Zusammenstellung rezensiert. Der Artikel ist vielmehr eine Schnellzusammenfassung der Entwicklung der chinesischen Lyrik seit der Gründung der Volksrepublik. Die Rezensenten beschreiben diese Entwicklung als eine der immer weiteren Entfernung von den ästhetischen und politischen Doktrinen des Staats. Die vergleichsweise große Freiheit, die die chinesische Lyrik heute genießt, verdanke sich nicht zuletzt ihrer zusehends marginalen Stellung in einer seit den Neunzigern von den Massenmedien dominierten Kultur. Die in der Rezension erwähnten Autoren reichen vom stark von Hölderlin beeinflussten Haizi bis zum bildmächtigen Xi Chuan, der in einem Gedicht über ein "Massaker an den Schmetterlingen" beim Autobahnfahren schreibt.

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