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Orphaned Jane Eyre grows up in the home of her heartless aunt, where she endures loneliness and cruelty, and at a charity school with a harsh regime. This troubled childhood strengthens Jane's natural independence and spirit - which prove necessary when she finds a position as governess at Thornfield Hall. But when she finds love with her sardonic employer, Rochester, the discovery of his terrible secret forces her to make a choice. Should she stay with him and live with the consequences, or follow her convictions, even if it means leaving the man she loves? A novel of intense power and…mehr

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Produktbeschreibung
Orphaned Jane Eyre grows up in the home of her heartless aunt, where she endures loneliness and cruelty, and at a charity school with a harsh regime. This troubled childhood strengthens Jane's natural independence and spirit - which prove necessary when she finds a position as governess at Thornfield Hall. But when she finds love with her sardonic employer, Rochester, the discovery of his terrible secret forces her to make a choice. Should she stay with him and live with the consequences, or follow her convictions, even if it means leaving the man she loves? A novel of intense power and intrigue, Jane Eyre (1847) dazzled and shocked readers with its passionate depiction of a woman's search for equality and freedom.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Penguin Books Ltd
  • Seitenzahl: 624
  • Erscheinungstermin: 29.06.2006
  • Englisch
  • ISBN-13: 9780141907529
  • Artikelnr.: 38135446
Autorenporträt
Bronte, Charlotte

Charlotte Brontë was born in Yorkshire in 1816. As a child, she was sent to boarding school, where two of her sisters died; she was subsequently educated at home with her younger siblings, Emily, Branwell and Anne. As an adult, Charlotte worked as a governess and taught in a school in Brussels. Jane Eyre was first published in 1847 under the pen-name Currer Bell, and was followed by Shirley (1848), Villette (1853) and The Professor (posthumously published in 1857). In 1854 Charlotte married her father's curate, Arthur Bell Nicholls. She died in March of the following year.

Charlotte Bronte (1816-55), sister of Anne Bronte and Emily Bronte. Jane Eyre appeared in 1847 and was followed by Shirley (1848) and Vilette (1853). In 1854 Charlotte Bronte married her father's curate, Arthur Bell Nicholls. She died during her pregnancy on March 31, 1855 in Haworth, Yorkshire.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 03.02.2016

Wollen Sie vielleicht meine Frau werden?

Ein Waisenkind und ein Geheimnis: In ihrer Neuübersetzung nimmt Melanie Walz Charlotte Brontës Roman "Jane Eyre" endlich beim Wort.

Dieser viktorianische Roman ist ein Bekenntnis zu leidenschaftlicher Lektüre. Gleich auf der ersten Seite erklärt uns die Erzählerin, dass sie auf Spaziergänge und frische Luft nichts gibt und sich an kalten, regnerischen Tagen umso lieber stundenlang mit einem Buch zurückzieht. Wind und Wetter sieht sie nur durchs Fenster und überlässt sich ganz den Stürmen ihrer Phantasie, entfesselt von den Bildern und Geschichten, in denen sie sich gern verliert. So schließt sie zu Beginn sofort ein Bündnis mit uns Lesern, die wir ihr fortan bis in tiefste Winkel ihrer Seele folgen und alles Leid gemeinsam mit ihr tragen.

Denn Jane, so selbstbewusst und couragiert sie letztlich auch erscheint, ist lange Zeit vor allem Dulderin: ein ungeliebtes Waisenkind, von einer hartherzigen Tante aufgenommen und von deren Sohn schrecklich malträtiert; eine Internatsschülerin, von einem selbstsüchtigen Lehrer kalt verleumdet, bevor die einzige Freundin ihr in den Armen an der Schwindsucht stirbt; eine Gouvernante in herrschaftlichem Hause, den Launen wie dem Liebeswerben ihres Herrn, des düsteren Rochester, mit Hoffen wie mit Bangen ausgesetzt; schließlich die erwählte Braut eines fanatischen Missionars, der sie als willfähriges Instrument seines großen Auftrags sieht und dem sie sich nur durch abermalige Flucht entziehen kann.

Immer wieder ist diese junge Frau ganz auf sich selbst zurückgeworfen und muss ihren Weg wie ihre Welt aus eigener Kraft suchen und gestalten. Erst ganz zum Ende findet alles eine märchenhafte Lösung. Die Waise gewinnt ihre rechtmäßige Erbschaft und Familie und dazu ihren geliebten Mann, den sie nun, da er durch Rauchvergiftung blind geworden ist, als ebenbürtig anerkennen und ehelichen kann. Denn auch Rochesters dunkles Geheimnis ist auf so wundersame wie furchtbare Weise gelöst: Seine traumatische erste Ehefrau, die aus Jamaika stammte, von ihm nach England gebracht, für wahnsinnig erklärt und wie ein wildes Biest im Herrenhaus versteckt wurde, ist in den Flammen des Hauses, das sie selbst angezündet hat, verbrannt. Ihr Tod ermöglicht erst Janes spätes Glück.

Im Vorwort von 1847, das der deutschen Neuausgabe dieses Klassikers erfreulicherweise endlich beigegeben ist, maskiert sich die Autorin noch als Mann und bezeichnet die "Autobiographie", die hier angeblich präsentiert wird, als "Erzählung ohne allzu große Ansprüche". Es hat ihr nicht genutzt. Ungehörig, unchristlich und vor allem unweiblich sei Janes Entschluss, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, befand die skandalisierte Meinung der Zeit. Verkauft hat sich das Buch gleichwohl, und zwar so gut, dass in zwei Jahren drei Auflagen erschienen.

Der Erfolg währt seit mehr als anderthalb Jahrhunderten, wie auch die Zahl der Übersetzungen belegt. Fünf deutsche Fassungen sind lieferbar, die jüngste keine fünfzehn Jahre alt, da erscheint schon eine weitere. Melanie Walz, durch ihre Übersetzungen von Viktorianern wie Charles Dickens oder Neoviktorianern wie A. S. Byatt glänzend ausgewiesen, nimmt Charlotte Brontë beim Wort. Im Vergleich zu Andrea Otts Version (2001 bei Manesse erschienen) bleibt ihre Sprachgebung enger am Original, nimmt dafür auch Sperriges und Irritierendes in Kauf (wie das ungebräuchliche Wort "glosen" anstelle von "glimmen, glühen"), bietet aber oft Genaueres: die Dachkammer, wo Rochester die ungeliebte Frau gefangen hält, ist "mit Wandbehängen ausgekleidet" ("tapestried" im Englischen), nicht etwa "tapeziert" (Ott); auf dem Höhepunkt der Spannung, bevor Rochester sich zu seinem Verbrechen bekennt, schweigt er jetzt wirklich volle "zehn Minuten", nicht nur "minutenlang" (Ott); seine erste Schwiegerfamilie beschimpft er als "Idioten und Geisteskranke" ("idiots and maniacs", bei Ott: "Schwachsinnige und Tobsüchtige"); und wenn er Jane zum Altar führt, siezt er sie in förmlicher Anrede, denn er ist und bleibt ihr Master.

Übersetzungen sind selbst so etwas wie Adoptionsmaßnahmen, durch die fremden Texten ein neues Zuhause geschaffen wird. Vielleicht ist es kein Zufall, dass diese wunderbare Waisengeschichte immer wieder dazu nötigt. Wer mit Leidenschaft liest, kann das nur von Herzen begrüßen - gerade in Zeiten, die nicht zum Spazierengehen einladen.

TOBIAS DÖRING

Charlotte Bronte: "Jane Eyre". Roman.

Aus dem Englischen von Melanie Walz. Insel Verlag, Berlin 2015. 652 S., geb., 29,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"At the end we are steeped through and through with the genius, the vehemence, the indignation of Charlotte Brontë." --Virginia Woolf