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"Harmonisch entgegengesetzt" ist ein Grundwort der Hölderlinschen Poetologie und als das Verhältnis von Einheit und Differenz zugleich die Grundstruktur von "Darstellung" in der abendländischen Philosophie und Dichtung. Die Monographie arbeitet dieses zentrale Verhältnis in Bezug auf sämtliche theoretische Schriften sowie bedeutende poetische Texte Hölderlins ( Hyperion oder Der Eremit in Griechenland, Wie wenn am Feiertage... und Hälfte des Lebens ) heraus und bestimmt es in Rückgriff auf Platon und Heraklit in seiner spezifisch Hölderlinschen Ausprägung. Diese originäre Deutung des…mehr

Produktbeschreibung
"Harmonisch entgegengesetzt" ist ein Grundwort der Hölderlinschen Poetologie und als das Verhältnis von Einheit und Differenz zugleich die Grundstruktur von "Darstellung" in der abendländischen Philosophie und Dichtung. Die Monographie arbeitet dieses zentrale Verhältnis in Bezug auf sämtliche theoretische Schriften sowie bedeutende poetische Texte Hölderlins ( Hyperion oder Der Eremit in Griechenland, Wie wenn am Feiertage... und Hälfte des Lebens ) heraus und bestimmt es in Rückgriff auf Platon und Heraklit in seiner spezifisch Hölderlinschen Ausprägung. Diese originäre Deutung des Darstellungsverhältnisses kommt ab der Endfassung des Hyperion in ihrer vollen Reichweite zum Tragen und hält sich in ihrer Hauptstoßrichtung bis in die Sophokles-Anmerkungen und die späten Gesänge hinein durch. In ihr liegt der Zielpunkt der poetologischen Erörterungen wie der Dichtungen Hölderlins, nämlich die Begründung und das 'Fühlbarmachen' der Überlegenheit eines poetischen gegenüber einem diskursiv-philosophischen Sprechen.
  • Produktdetails
  • Hermaea, Neue Folge 118
  • Verlag: Niemeyer, Tübingen
  • Seitenzahl: 304
  • Erscheinungstermin: 27. Juni 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 230mm x 155mm x 16mm
  • Gewicht: 455g
  • ISBN-13: 9783484151185
  • ISBN-10: 3484151188
  • Artikelnr.: 24370555
Autorenporträt
Marion Hiller, Universität Vechta.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Einiges gelernt hat Tübinger Literaturwissenschaftler Manfred Koch aus dieser Studie Marion Hillers zu Hölderlin. Im Mittelpunkt der Untersuchung sieht Koch eines von Hölderlins Lieblingsmotiven: den Bogen des Pfeilschützen, dessen entgegengesetzte Enden eine einheitliche Kraft erzeugen. An diesem Motiv verdeutlicht die Autorin für Koch überzeugend, was der Begriff "harmonisch entgegengesetzt" in Hölderlins philosophischen Fragmenten, dem "Hyperion"-Roman und den Gedichten heißt. Den Höhepunkt der Studie sieht Koch in der neuen Deutung des Gedichts "Hälfte des Lebens", das Hiller als einen "Bogentext" lese und als eine "tragische Gesamtdeutung des menschlichen Lebens" interpretiere.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Die Untersuchung gipfelt in einer neuen Deutung des Gedichts "Hälfte des Lebens", dessen erste Strophe ja in auffälliger Dichte bogenförmige Bewegungen - des Lands in den See, der Schwanenhälse ins Wasser - präsentiert. Hillers Pointe besteht freilich darin, "Hälfte des Lebens" selbst als Bogentext zu lesen. Die beiden Gedichthälften bilden mit der Konfrontation von erfüllter Sommer- und trostloser Winterlandschaft ein denkbar starkes Gegensatzpaar und vereinigen sich doch, in extremer dialogischer Spannung, zu einer tragischen Gesamtdeutung des menschlichen Lebens."
Manfred Koch in: NeueZürcher Zeitung 13. Mai 2009