Die Kunst, Fehler zu machen - Osten, Manfred

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Aus Erfahrung wird man klug, sagt ein Sprichwort. Ohne Fehler und Irrtümer gibt es keine Entwicklung. Die gegenwärtige Null-Fehler-Kultur aber tut sich schwer damit, Fehler zu akzeptieren. Bisher stützte sich der Mensch als "gebrechliches Wesen in der zerbrechlichen Einrichtung der Welt" zur Korrektur und Begrenzung seiner Irrtümer und Fehler vor allem auf Erfahrung. Angesichts der rasanten Zunahme von abstraktem Wissen vor dem Horizont virtueller Welten lassen sich schwer noch sinnliche Erfahrungen machen. Dadurch stellt die Bewältigung von Fehlern zunehmend eine Überforderung dar. Mutiert…mehr

Produktbeschreibung
Aus Erfahrung wird man klug, sagt ein Sprichwort. Ohne Fehler und Irrtümer gibt es keine Entwicklung. Die gegenwärtige Null-Fehler-Kultur aber tut sich schwer damit, Fehler zu akzeptieren. Bisher stützte sich der Mensch als "gebrechliches Wesen in der zerbrechlichen Einrichtung der Welt" zur Korrektur und Begrenzung seiner Irrtümer und Fehler vor allem auf Erfahrung. Angesichts der rasanten Zunahme von abstraktem Wissen vor dem Horizont virtueller Welten lassen sich schwer noch sinnliche Erfahrungen machen. Dadurch stellt die Bewältigung von Fehlern zunehmend eine Überforderung dar. Mutiert der "antiquierte" Mensch in einer "Null-Fehler-Kultur" selbst zum größten anzunehmenden Unfall und Risikofaktor? Wird deswegen unermüdlich an seiner Perfektionierung gebastelt?

Manfred Osten stellt die grundsätzliche Frage nach der Relativität unseres rational orientierten westlichen Fehlerverständnisses und unserer Fehlerbeherrschung.

Ein Plädoyer gegen den Perfektionismus, eine kleine Gebrauchsanweisung, Fehler zu machen und Irrtümer einzugestehen."Wenn irren menschlich ist, dann ist nicht zu irren unmenschlich."
  • Produktdetails
  • Bibliothek der Lebenskunst
  • Verlag: Suhrkamp
  • Neuauflage
  • Seitenzahl: 106
  • Erscheinungstermin: Dezember 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 134mm x 14mm
  • Gewicht: 230g
  • ISBN-13: 9783518417447
  • ISBN-10: 3518417444
  • Artikelnr.: 20774425
Autorenporträt
Osten, Manfred
Geboren 19. Januar 1938 in Ludwigslust (Mecklenburg) 1952 Flucht in die Bundesrepublik Deutschland 1952 - 1959 Neusprachliches Gymnasium Bad Iburg 1959 - 1964 Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München 1964 1. juristisches Staatsexamen in München 1968 2. juristisches Staatsexamen in München 1968 Internationale Privatrechtsstudien (Univ. Luxemburg) 1969 Promotion "Über den Naturrechtsbegriff in den Frühschriften Schellings" 1969 Eintritt in den Auswärtigen Dienst 1969 - 1970 Frankreich, Botschaft Paris (Attaché-Ausbildung) 1971 - 1973 Kamerun, Botschaft Jaunde (Kultur- und Pressereferent) 1972 Tschad, Botschaft Fort Lamy (Geschäftsträger a. i.) 1973 - 1976 Bonn, Auswärtiges Amt (Länderreferent im Referat für "Südliches Afrika") 1976 - 1980 Ungarn, Botschaft Budapest (Leiter der Wirtschaftsabteilung) 1980 - 1983 Australien, Generalkonsulat Melbourne (stellvertretender Generalkonsul)1983 - 1986 Bonn, Auswärtiges Amt (stellvertretender Leiter des Grundsatzreferates Dritte Welt Politik) 1986 - 1992 Japan, Botschaft Tokyo (Pressesprecher, anschließend Leiter der Kultur- und der Rechts- und Konsularabteilung) 1993 - 1994 Bonn, Leiter des Osteuropa-Referats (Mittel-, Ost und Südosteuropa, Russland, Mittelasien) im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Verheiratet seit 1966, 3 Kinder.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Durchaus anregend findet Gabriele Killert diesen Essay Manfred Ostens über die "Kunst, Fehler zu machen". Sie betrachtet das Buch geradezu als ein Plädoyer für die Neigung zum Irrtum und hebt Ostens positive Deutung des Phänomens, sein Pochen auf die produktive, erzieherische Seite des Fehlermachens hervor. Die biologische wie die kulturelle Evolution lese der Autor etwa Erfolgsgeschichte der Fehler. Dass er dabei fleißig Goethe und Nietzsche zitiert, scheint Killert nicht weiter zu stören, zumal Ergebnisse neuester Hirnforschungen einbezogen werden, die Goethes Erkenntnisse zu bestätigen scheinen. Überhaupt Goethe: die Rezensentin betrachtet den Essay im Grunde als einen gar nicht mal so versteckte Würdigung des Genies des Weimarer Klassikers.

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