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The Black Album is the second novel by Hanif Kureishi, one of the most praised and influential writers of our times. It is set in London in 1989, the year after the second acid-fuelled 'summer of love' - also the year in which the Ayatollah Khomeini pronounced his infamous fatwa upon Salman Rushdie.
The Black Album is a portrait of a young Asian man being pulled in conflicting directions: one way by the lure of sexual and hallucinogenic hedonism, another by the austere certitudes of Islam. Shahid Hasan, a clean-cut kid from the provinces, comes to London after the death of his father. He
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Produktbeschreibung
The Black Album is the second novel by Hanif Kureishi, one of the most praised and influential writers of our times. It is set in London in 1989, the year after the second acid-fuelled 'summer of love' - also the year in which the Ayatollah Khomeini pronounced his infamous fatwa upon Salman Rushdie.

The Black Album is a portrait of a young Asian man being pulled in conflicting directions: one way by the lure of sexual and hallucinogenic hedonism, another by the austere certitudes of Islam. Shahid Hasan, a clean-cut kid from the provinces, comes to London after the death of his father. He makes his home in a Kilburn bedsit, falls in love with postmodernist college lecturer Deedee Osgood, and soon finds himself passionately embroiled in a spiritual battle between liberalism and fundamentalism.


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  • Produktdetails
  • Verlag: Faber And Faber Ltd.
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 8. Januar 2009
  • Englisch
  • ISBN-13: 9780571249404
  • Artikelnr.: 38227506
Autorenporträt
Hanif Kureishi is the author of novels (including The Buddha of Suburbia, The Black Album and most recently Something to Tell You), story collections (Love in a Blue Time, Midnight All Day, The Body), plays (including Outskirts, Borderline and Sleep With Me), and screenplays (including My Beautiful Laundrette, My Son the Fanatic and Venus). Among his other publications are the collection of essays Dreaming and Scheming, The Word and the Bomb and the memoir My Ear at his Heart.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 21.10.1995

Heilige Auberginen
Hanif Kureishi und der Fundamentalismus Von Hannes Stein

Nicht nur Marxisten (die ja traditionell dazu neigen, überall ökonomische Einflüsse am Werk zu sehen), auch Nicht- und sogar Antimarxisten führen das Phänomen des Extremismus in ihren politischen Analysen gern auf wirtschaftliche Ursachen zurück. Die simple Faustregel dabei lautet: Erst gibt's kein Fressen, dann kommt die Kampfmoral. Dieses theoretische Modell besticht nicht nur durch seine Einfachheit, sondern auch deswegen, weil es universal angewendet werden kann. Es gilt sozusagen von Gaza über Algier bis Hoyerswerda.

Diesem Erklärungsmodell möchten wir ein anderes entgegenstellen und behaupten, daß eine direkte Relation in erster Linie zwischen Fanatismus und sexueller Frustration besteht. Wie wäre es sonst zu begreifen, daß islamische Fundamentalisten vor allem damit beschäftigt sind, Frauen zurück unter den Schleier zu zwingen? Warum sonst hätten totalitäre Staaten immer wieder hektische Kampagnen gegen die Pornographie im besonderen und die westliche Libertinage im allgemeinen veranstaltet? Sex ist - wie Woody Allen anmerkte - etwas Schmutziges, aber nur dann, wenn's richtig gemacht wird. Für Anhänger ideologischer Säuberungen stellt er darum eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.

Hanif Kureishi, dem wir die Drehbücher zu "Mein wunderbarer Waschsalon" und "Sammy und Rosie tun es" verdanken, hat sich von dieser Einsicht zu einem herrlichen pikaresken Roman inspirieren lassen, der gekonnt die Balance zwischen Melodram und Groteske hält. In "Das schwarze Album" erzählt Kureishi die Geschichte eines pakistanischen Hänschen-Klein namens Shahid, das ganz allein in die weite Welt hineingeht und nach dem Tod seines gründlich anglisierten Vaters an einer Londoner Universität landet. Shahid ist ein junger Mann mit literarischen Ambitionen, er ist bildungshungrig, musikbegeistert, sympathisch und - wie es sich für einen pikaresken Helden gehört - ein bißchen lebensdumm.

Der pikaresken englischen Tradition entspricht auch, daß der Protagonist sich bald zwei konträren Einflüssen ausgesetzt sieht: einem bösen und einem guten. Auf der einen Seite steht eine Gruppe pakistanischer Fundamentalisten; auf der anderen Seite steht Deedee Osgood, eine Dozentin des College, an dem Shahid studiert. Ein ironischer Höhepunkt in diesem Ringkampf zwischen den Fundamentalisten und der in Shahid verliebten Dozentin ist, wie der sanfte Literaturstudent sich von seinen falschen Freunden überreden läßt, bei einer öffentlichen Verbrennung der "Satanischen Verse" mitzuwirken, obwohl er heimlich für Salman Rushdie schwärmt.

Der Einfluß von Henry Fielding ist bei alldem unverkennbar. Wie im "Tom Jones" finden wir hier das Motiv der zwei ungleichen Brüder. Shahid muß sich seinem großen Bruder Chili fügen, der jene Qualitäten verkörpert, die dem Helden fehlen - Weltgewandtheit, Lebensklugheit und Geschäftstüchtigkeit (leider auch in bezug auf den Drogenhandel). Fieldings Findelkind wird vom Bild seiner Geliebten immer wieder daran gehindert, vom Pfad der Tugend abzuweichen; und Shahid wird von Deedee Osgood davor bewahrt, ein engstirniger Fanatiker zu werden. Nur ist Deedee eben keine jungfräulich-naive Miss Sophie Western, sondern eine ältere, erotisch versierte Frau.

"Das schwarze Album" kann auch als Wettstreit zweier Diskurse gelesen werden. Der fundamentalistisch-religiöse Diskurs tritt gegen den erotisch-pornographischen an. Am schönsten wird uns dies vor Augen geführt, wenn der Chef der Fundamentalistentruppe Shahid dazu verdonnert, ein langes, frommes Poem, das er verfaßt hat, fein säuberlich in den Computer zu tippen. Selbstverständlich läßt Shahid es nicht beim Abtippen bewenden, er korrigiert das Englisch des Fundamentalistenführers, aus den stilistischen Änderungen werden inhaltliche - und nachdem Shahid Deedee im biblischen Sinne erkannt hat, verwandelt sich die religiöse Inbrunst unter seiner Hand in erotische Brunst.

Man könnte auch behaupten, Hanif Kureishis Roman handle vom Kampf des Kanons gegen den Null-Kanon. Shahid besitzt sämtliche Platten von Prince und liebt Shelleys Gedichte, und manchmal möchte er auf die Straße rennen und die Passanten an der Schulter rütteln, damit sie diesen Roman von Faulkner oder jene Kurzgeschichte von Maupassant zur Kenntnis nehmen. Wenn Shahid betet, dann "feiert er auf den Knien die Substantialität der Welt, die Tatsache des Seins, das unerklärliche Phänomen des Lebens, der Kunst, des Humors . . .", und er unterlegt dieses säkulare Exerzitium am liebsten mit Beethovens "Ode an die Freude". Kurz, Shahid verfügt über einen Kanon.

Seine fundamentalistischen Freunde dagegen haben einen Null-Kanon; sie schwören ausschließlich auf den Koran. "Geht's im Leben nicht um mehr, Bruder, als sich ein einziges Buch reinzuziehen?", fragt Shahid sie am Schluß, nachdem er endgültig zur Besinnung gekommen ist. "Was Männer und Frauen tun und was sie schaffen, ist doch sicher viel interessanter als alles, was Gott so treibt, meinst du nicht?"

Hanif Kureishi hätte einen schlechten Roman geschrieben, wenn es ihm nicht gelungen wäre, für den Null-Kanon der Fundamentalisten ein überzeugendes Symbol zu finden - eine "gegenständliche Entsprechung", wie T. S. Eliot sich ausdrückte. Diese gegenständliche Entsprechung des Null-Kanons ist eine heilige Aubergine. Zeitgleich mit dem Erscheinen von Salman Rushdies Skandalroman taucht sie bei einer islamischen Familie auf, und als sie auseinandergeschnitten wird, offenbart sich in ihrer Fruchtfaser eine komplette Koransure. Ein göttliches Zeichen! Es überführt den Autor der "Satanischen Verse" zweifelsfrei der Blasphemie und beweist zudem, daß Allah immer noch mächtig ist.

Deedee Osgood stellt Shahid vor die Wahl: entweder meine verbotenen Früchte oder die fundamentalistische Eierfrucht. Unterdessen gelingt es Shahids islamistischen Freunden, einen zynischen Labourpolitiker für ihre Sache zu gewinnen - um des multikulturellen Friedens willen erklärt er sich bereit, das Wunder in der Stadthalle ausstellen zu lassen. Doch wenig später verschwindet die heilige Aubergine spurlos, weil ein zerstreuter Professor sie versehentlich in seine Manteltasche gesteckt hat. Als er sie am Schluß wiederfindet, sieht sie ziemlich verschrumpelt aus. Der fundamentalistische Islam hat keinen Kanon; er ist unfruchtbar.

Andrew Brownlow, ein alter Achtundsechziger und Old Etonian, der dem Marxismus treu geblieben ist, hat seit dem Zusammenbruch der kommunistischen Staaten zu stottern begonnen. Mit jedem Staat, der aus dem Ostblock ausscherte, brauchte er eine Silbe länger, um auch nur "Hallo" zu sagen; es steht zu befürchten, daß Brownlow endgültig verstummen wird, wenn auch Kuba aufgibt. Um seine Sprachstörung zu kurieren, hat er seine Affinität zu den religiösen Fundamentalisten entdeckt. Dr. Andrew Brownlow ist ein ins Groteske übersteigerter Roger Garaudy; in ihm hat Hanif Kureishi dem Selbsthaß der bürgerlichen Intellektuellen ein literarisches Denkmal gesetzt.

Leider wirkt Kureishis Sprache über weite Passagen platt und uninspiriert; die Situationen sind komisch, nicht aber die Art, wie sie erzählt werden. Freilich ist daran auch die Übersetzung schuld. Sie wimmelt von subtilen Fehlern, die zeigen, daß es hier nicht gelungen ist, ans Ufer der anderen Sprache überzusetzen. So heißt "I can't believe you did this" keineswegs "Ich kann nicht glauben, daß du das getan hast" (sondern: "Ich glaub's einfach nicht"). Und die deutsche Entsprechung für "I've made a damned fool of myself" ist nie und nimmer "Ich habe einen verdammten Narren aus mir gemacht" (eher schon: "Ich habe mich benommen wie der letzte Idiot").

Trotz mancher stilistischer Schwächen hat Kureishi einen Roman geschrieben, der Spaß macht; dies liegt vor allem an den starken Charakterzeichnungen und dem sorgfältig konstruierten Plot. Sollte "Das schwarze Album" eines Tages unter der Regie von Stephen Frears verfilmt werden, möchten wir hiermit im voraus eine Kinokarte bestellen.

Hanif Kureishi: "Das schwarze Album". Roman. Aus dem Englischen übersetzt von Bernhard Robben. Kindler Verlag, München 1995. 416 S., geb., 42,- DM.

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