Literaturwissenschaft und Nationalsozialismus - Dainat, Holger / Danneberg, Lutz (Hgg.)

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Wie funktioniert (germanistische) Literaturwissenschaft in Zeiten nationalsozialistischer Diktatur? Welche Folgen haben die gravierenden politischen und sozialen Veränderungen für die Gegenstände und Methoden, für die Institutionen und die Beziehungen des Fachs zu seinem Umfeld? Diese Fragen beantworten die Beiträge des Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven, so daß sich ein ebenso differenziertes wie empirisch fundiertes Bild literaturwissenschaftlicher Tätigkeit in der NS-Zeit ergibt.…mehr

Produktbeschreibung
Wie funktioniert (germanistische) Literaturwissenschaft in Zeiten nationalsozialistischer Diktatur? Welche Folgen haben die gravierenden politischen und sozialen Veränderungen für die Gegenstände und Methoden, für die Institutionen und die Beziehungen des Fachs zu seinem Umfeld? Diese Fragen beantworten die Beiträge des Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven, so daß sich ein ebenso differenziertes wie empirisch fundiertes Bild literaturwissenschaftlicher Tätigkeit in der NS-Zeit ergibt.
  • Produktdetails
  • Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur
  • Verlag: Niemeyer, Tübingen
  • Reprint 2012
  • Seitenzahl: 460
  • Erscheinungstermin: 2. Oktober 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 230mm x 155mm x 30mm
  • Gewicht: 806g
  • ISBN-13: 9783484350991
  • ISBN-10: 3484350997
  • Artikelnr.: 14846387
Inhaltsangabe
Inhalt: Holger Dainat, Erinnerungsarbeit. Ein Vorwort.
Michael Grüttner, Die nationalsozialistische Wissenschaftspolitik und die Geisteswissenschaften.
Lutz Danneberg/Wilhelm Schernus, Der Streit um den Wissenschaftsbegriff während des Nationalsozialismus.
Holger Dainat, Zur Berufungspolitik in der Neueren deutschen Literaturwissenschaft 1933
1945.
Wolfgang Höppner, Das Berliner Germanische Seminar in den Jahren 1933 bis 1945. Kontinuität und Diskontinuität in der Geschichte einer wissenschaftlichen Institution.
Andreas Pilger, Nationalsozialistische Steuerung und die >Irritationen< der Literaturwissenschaft. Günther Müller und Heinz Kindermann als Kontrahenten am Münsterschen Germanistischen Seminar.
Burkhard Stenzel, Goethe. Schwierigkeiten bei der Umwandlung einer literarhistorischen Zeitschrift im Nationalsozialismus.
Bettina Goldberg, Politisch nie beeinflußt? Anmerkungen zum Deutschunterricht an höheren Schulen in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus.
Bettina Hey'l, Hans Friedrich Blunck: Mitläufer und Romancier.
Ralf Klausnitzer, Umwertung der Romantik? Aspekte der literaturwissenschaftlichen Romantikrezeption im Dritten Reich.
Petra Boden, Stamm, Geist, Gesellschaft. Deutsche Literaturwissenschaft auf der Suche nach einer integrativen Theorie.
Rainer Rosenberg, Von deutscher Art zu Gedicht und Gedanke.
Klaus Weimar, Literaturwissenschaftliche Konzeption und politisches Engagement. Eine Fallstudie über Emil Ermatinger und Emil Staiger.
Gilbert Merlio, Die französische Germanistik und ihr Verhältnis zum nationalsozialistischen Deutschland.
Elisabeth Décultot, Politische und hermeneutische Positionen der französischen Germanisten zwischen Hitlers Machtübernahme und dem Kriegsausbruch.
Johannes Volmert, »Die Krone der Gelehrtenrepublik«: jenseits von Politik und Geschichte. Vergleich zweier Universitätsreden von Jost Trier aus den Jahren 1938 und 1947.
Gunter Schandera, Diktaturenvergleich: Die politische Steuerung der literaturwissenschaftlichen Germanistik im Nationalsozialismus und in der DDR.
Holger Dainat, Literaturwissenschaftliche Selbstthematisierungen 1915
1950. Eine Bibliographie.
Holger Dainat/Lutz Danneberg/Wilhelm Schernus, Geschichte der Kultur
und Sozialwissenschaften in der NS
Zeit.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Die Herausgeber haben hier, lobt Frank-Rutger Hausmann, "einen gründlich recherchierten, perfekt lektorierten und mit Registern mustergültig erschlossenen Band vorgelegt", der sich darum auch "vorzüglich als Ausgangspunkt zukünftiger Synthesen eignet". Darin nämlich sieht der Rezensent, wie er ausführlich erläutert, die zukünftige Aufgabe der Forschung zur Wissenschaft im Nationalsozialismus, also etwa im Vergleich der Geschichte verschiedener Disziplinen im NS-Staat. Über das vorliegende Buch erfahren wir von Hausmann, dass hier zwanzig Vorträge über die Geschichte der Germanistik im NS-Staat versammelt sind, die 1996 auf einer Magdeburger Tagung gehalten wurden und sich so rubrizieren lassen: Wissenschaftspolitische und -theoretische Rahmenbedingungen, Institutionengeschichte, Neue Inhalte und Modernität, außerdeutsche Germanistik in der NS-Zeit, Entnazifizierung und Neubeginn. Alle Beiträge sind außerdem, so erfährt man, für diese Publikation aktualisiert worden und eine fast sechzigseitige Auswahlbibliografie dokumentiert, welche Fortschritte die Fachgeschichtsschreibung seit 1996 gemacht hat. Besonders hebt der Rezensent auch noch die "vorzügliche Einleitung" von Holger Dainat hervor.

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"Très sérieux et nuancé et reposant sur des exemples précis ce collectif enrichit sans nul doute notre compréhension des études allemandes sous le nazisme."
M. Espangne in: Etudes Germaniques 4-5/2007