Marktplatzangebote
26 Angebote ab € 0,25 €

    Broschiertes Buch

6 Kundenbewertungen

New York hat seine eigenen Gesetze. Wenn im gesamten Land der Labour Day das Ende des Sommers markiert, fängt im Big Apple alles an: mit der glamourösen Fashion Week und den neuen Kollektionen der Modeschöpfer. Keiner kennt sich in dieser schillernden Welt der Medien und der Mode besser aus als Nico, Victory und Wendy. Doch Frauen, die ganz oben stehen, können tief stürzen ... Drei unwiderstehliche Karrierefrauen am Wendepunkt ihres Lebens: Sollen sie wirklich ALLES dafür tun, um ganz oben zu bleiben?…mehr

Andere Kunden interessierten sich auch für
Produktbeschreibung
New York hat seine eigenen Gesetze. Wenn im gesamten Land der Labour Day das Ende des Sommers markiert, fängt im Big Apple alles an: mit der glamourösen Fashion Week und den neuen Kollektionen der Modeschöpfer. Keiner kennt sich in dieser schillernden Welt der Medien und der Mode besser aus als Nico, Victory und Wendy. Doch Frauen, die ganz oben stehen, können tief stürzen ... Drei unwiderstehliche Karrierefrauen am Wendepunkt ihres Lebens: Sollen sie wirklich ALLES dafür tun, um ganz oben zu bleiben?
  • Produktdetails
  • Ullstein Taschenbuch Nr.26696
  • Verlag: Ullstein Tb
  • Seitenzahl: 590
  • Erscheinungstermin: April 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 115mm x 33mm
  • Gewicht: 382g
  • ISBN-13: 9783548266961
  • ISBN-10: 3548266967
  • Artikelnr.: 20945322
Autorenporträt
Candace Bushnell, geb. 1958, wuchs in Connecticut auf und studierte an der Rice University. Heute lebt sie in Manhattan. Weltberühmt wurde sie als Autorin der Kolumne "Sex and the City" im New York Observer, die als TV-Serie Fernsehgeschichte schrieb. Candace Bushnell veröffentlichte zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Romane.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.06.2006

DAS LEICHTE FACH
Lippenstift ist Kriegsbemalung
Mit Schulterpolstern: Candance Bushnells „Lipstick Jungle”
Der Titel von Candace Bushnells neuem Roman heißt „Lipstick Jungle”, und dabei hat der Verlag es auch belassen. Er bezieht sich auf die englische Redensart: „It’s a jungle out there”, was „Die Welt ist schon ziemlich verrückt” bedeutet. Also eigentlich: gar nichts. Und leider passt der Titel wirklich gut.
Bushnell ist eine Pionierin der Chick Lit, kurzweiliger Literatur also, die (übrigens im Unterschied zu Dick Lit) von jungen Karrierefrauen für junge Karrierefrauen geschrieben wird. Seit Mitte der Neunziger existiert dieses Genre nun, und es geht unter anderem auf Bushnells Kolumnen für die amerikanische Vogue und den New York Observer zurück, in denen sie smarte, ironische Beobachtungen über das Leben, Lieben und Karrieremachen in der Großstadt anstellte.
„Lipstick Jungle”, ihr dritter Roman, ist ebenfalls eine ironische Betrachtung über das Leben, Lieben und Karrieremachen in der Großstadt, und leider ist er fast kein bisschen smart. Er handelt von drei New Yorker Karrierefrauen. Alle sind um die vierzig, keine einzige wächst einem in dem dafür doch sehr dicken Buch ans Herz. Nicht etwa, weil sie so kompromisslos und erfolgsversessen sind, sondern weil sie ansonsten keine herausragenden Eigenschaften haben. Sie machen Karriere, sie haben Sex oder keinen Sex; das zeichnet sie aus.
Eines der Lieblingsspiele in der amerikanischen Kultur ist der Rollentausch. Was, wenn Kinder plötzlich groß wären und die Erwachsenen Zwerge? Was, wenn die Tiere plötzlich sprechen könnten und sich als weiser erwiesen als die Menschen? Und was, wenn nun Mami und Papi einfach mal die Rollen wechselten?
Der Frauen-Lunch
Dann ist es laut Bushnell so: Die eine ist erfolgreiche Chefredakteurin und betrügt ihren Mann mit einem Unterwäschemodel. Die nächste ist Modeunternehmerin und wehrt feindliche Übernahmen ab. Die dritte ist Filmmogulin und finanziert ein Brownstone-Haus im East Village, einen faulen Ehemann sowie ihre sich ständig beschmierenden, ponyverrückten Kinder (ihren Widerwillen gegen Kinder maskiert Autorin Bushnell übrigens nur sehr notdürftig). Sie alle haben sich die männliche Perspektive und Skrupellosigkeit angeeignet, weibliche Gewissensbisse und Unsicherheiten motivieren sie sich einfach weg. Es kann, muss, soll ohne Männer gehen, aber nie ohne den gemeinsamen Freundinnen-Lunch bei Michael’s. . .
Es ist Bushnell anzurechnen, dass ihre Heldinnen am Ende nicht etwa die Abkürzung durch die Harmonie-Allee nehmen. Selbstverständlich bedeutet Lippenstift für sie nicht Kosmetik, sondern Kriegsbemalung. Und auch wenn dies eine lahme Metapher ist: Natürlich ist Candace Bushnell kein Trottel. Aus ihren Zeilen platzt die Ambition, etwas Neues, Modernes, Relevantes zu erzählen - mit Humor.
Bushnell hat tatsächlich Humor. Und das Insiderwissen einer Vogue-Redakteurin. Und deshalb würde sie wohl selber zugeben: In ihrem Buch steht nichts, was nicht schon durch die Schulterpolster der achtziger Jahre ausgedrückt worden wäre; bloß zwanzig Jahre später. Und sie hat sich noch ein bisschen mehr um die Verarbeitung gekümmert.
Unangenehm an dem Buch ist die Nachlässigkeit im Ausdruck, die vielen Tautologien wie „hohe Würdenträger” oder „wichtige Staatsbegräbnisse”. Und die Übersetzungen, für die sich wohl nur die Google-Übersetzer-Funktion nicht schämen würde: „. . . die Zigarette erlaubte ihr, einmal einen Augenblick für sich zu sein” (danke, liebe Zigarette).
Auch ist es nicht immer einfach, die wie gesagt recht konturlosen Protagonistinnen auseinander zu halten. Das Buch hat 542 von Ambition vorangepeitschte, von Klischees gebremste Seiten, immerhin unterbrochen von enthusiastisch geschilderten Sexszenen. So mühelos, wie der Titel dieser Rubrik suggeriert, ist dieses Buch also doch nicht zu lesen. Der Grillteller in der New Yorker Condé-Nast-Kantine ist mit Sicherheit leichter.REBECCA CASATI
CANDACE BUSHNELL: Lipstick Jungle. Roman. Deutsch von Marlies Ruß. Marion von Schröder Verlag, Berlin 2006. 544 Seiten, 19,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ursula März bringt es gleich auf den Punkt: Der neue Roman von Candace Bushnell, bekannt von den Vorlagen zur Sex-and-the-City-Fernsehserie, hat auf dem Feld der "Gleichberechtigungsexotica" nichts Neues zu bieten. "Irgendwie routiniert, irgendwie durchgenudelt" und "etwas lieblos in der Fiktion" kommen März die Geschichten über ehrgeizige New Yorker Geschäftsfrauen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere vor. In den Männerbeziehungen der Damen spiegle sich der einfache Rollentausch wieder, die Tränen fließen im Kampf um Posten nun halt über Männerwangen. Interessanter erscheinen Ursula März da schon die kleinen Risse und Aussetzer, die das Bröckeln der weiblichen Vorherrschaft erahnen lassen. Somit gehe der Trend im Bereich des unterhaltsamen Geschlechterkampfes wieder zur Rückkehr des Patriarchats.

© Perlentaucher Medien GmbH