Charakter und Nervosität - Kollarits, Jenö
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Dieses Buch enthalt einen Teil der Vorlesungen, die ich im Wintersemester des Jahres 1910/11 an unserer Universitat gehalten habe, namlich die Einleitung und die Kapitel iiber das Wesen, die Entstehung und Verhiitung der Nervositat. Diese Teile konnen auch ohne die Symptomatologie, Diagnostik und Therapie als einheitliches Ganzes betrachtet werden. Obwohl V orlesungen Vollstandigkeit erfordern und des halb auch viel Bekanntes enthalten miissen, sind diese deshalb doch nicht bloBe Zusammenstellungen. lch weiche ofters von allgemein angenommenen Ansichten abo Der wichtigste Punkt meines Buches…mehr

Produktbeschreibung
Dieses Buch enthalt einen Teil der Vorlesungen, die ich im Wintersemester des Jahres 1910/11 an unserer Universitat gehalten habe, namlich die Einleitung und die Kapitel iiber das Wesen, die Entstehung und Verhiitung der Nervositat. Diese Teile konnen auch ohne die Symptomatologie, Diagnostik und Therapie als einheitliches Ganzes betrachtet werden. Obwohl V orlesungen Vollstandigkeit erfordern und des halb auch viel Bekanntes enthalten miissen, sind diese deshalb doch nicht bloBe Zusammenstellungen. lch weiche ofters von allgemein angenommenen Ansichten abo Der wichtigste Punkt meines Buches ist der Beweis, daB die Nervositat keine Krankheit, sondern eine bis zu einem gewissen Grade normale ererbte Charaktereigenschaft ist und, wenn sie einen hoheren Grad erreicht hat, eine Heredo anomalie, oft, aber nicht immer eine Heredodegene ration des Charakters darstellt. lch muBte aus diesem Gesichtspunkte auch den Cha rakter im allgemeinen untersuchen. Diese Untersuchung fiihrte mich zu einer Auffassung, nach der die Charaktereigen schaften der organischen und anorganischen Lebewesen mitein ander.vergleichbar und verbunden sind. So wurde es mir klar, daB der Charakter im allgemeinen eine physikalisch chemische Eigenschaft, der Charakter des Menschen und die Nervositat physikalisch-chemische ererbte Eigenschaften des Nervensystems sind. lch habe die Gelegenheit benutzt, im Rahmen dieser Vor lesungen einige Untersuchungen iiber diese hereditaren Verhaltnisse und Hilfsbedingungen der Nervositat, iiber Nervositat unserer Universitatsjugend und iiber das Alter, in dem dieses Ubel auf tritt, zu veroffentlichen. IV Vorwort.
  • Produktdetails
  • Verlag: Springer, Berlin
  • 1912
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 1. Januar 1912
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 155mm x 13mm
  • Gewicht: 393g
  • ISBN-13: 9783642899645
  • ISBN-10: 3642899641
  • Artikelnr.: 39620278
Inhaltsangabe
Erste Vorlesung.- Der Zweck der Vorlesungen.- Die normalen und anormalen Lebenserscheinungen.- Qualitative und quantitative Abweichungen.- Gesteigerte Funktion.- Die Definition des Krankheitsbegriffes von Ribbert.- Die Bedingungen der normalen Lebenserscheinungen.- Die Auffassung von Verworn über Konditialismus und Kausalismus.- Die spezifische Bedingung der normalen Lebenserscheinung.- Anwendung des Konditialismus in der Pathologie.- Die inneren (endogenen) und äußeren (exogenen) Bedingungen der normalen und anormalen Lebenserscheinungen.- Strenge Trennung der endogenen und exogenen Schädlichkeiten.- Die Einheitlichkeit der endogenen Veränderung.- Krankheit.- Heredoanomalie.- Heredodegeneration. Heredoamelioration.- Der Sinn des Wortes Nervosität.- Das Forschungsgebiet des Neurologen.- Zusammenfassung.- Die Aufgabe der folgenden Vorlesung.- Zweite Vorlesung.- Rückblick auf den Inhalt der vorigen Vorlesung, Aufgabe der heutigen Vorlesung.- Zusammenfassung des organischen und unorganischen Lebens.- Definition des Lebens nach Le Dantec.- Das Leben ist eine chemisch physikalische Reaktion.- Die Biologie ist die einheitliche Wissenschaft aller Erscheinungen des Weltalls, sie schließt sämtliche Zweige der Wissenschaften in sich.- Beweise der Zusammengehörigkeit.- Die künstliche Herstellung des Eiweißes (Fischer).- Die Arbeit der Pflanzen bei der Bildung organischer Substanzen aus unorganischen.- Die organischen Substanzen waren in der Urzeit die Ahnen der organischen.- Der Tod ist die Auflösung des Individuums, dessen Teile in anderer Art weiterleben.- Die Untersuchungen von Krompecher über Kern- und Plasmateilung.- Die geometrisch organisierten Bakterienkolonien von Jendrássik.- Lebenserscheinungen der Kristalle.- Die künstlichen Zellenbilder und osmotischen Gewächse von Leduc.- Die Identität der organischen und unorganischen Fermente (Liebermann).- Die Ansichten von Le Dantec, Verworn, Krompecher über den Begriff des Lebens.- Chemisch-physikalische und biomechanische Gesetze. Letztere sind im allgemeinen bei den Lebenserscheinungen, besonders auch bei den psychischen Erscheinungen, überflüssig.- Der Doppelmenseh von Pasteur.- Bewegung und Handlung.- Der freie Fall.- Der Magnet.- Die molekulare Bewegung der chemischen Reaktion.- Taxisbewegungen (Tropismen).- Die Bewegung der Amöbe.- Helio- und andere Tropismen in der Tierwelt.- Die Untersuchungen von Jacques Loeb.- Photo- und akustische Tropismen beim Menschen.- Die Organisation der Reizaufnähme, der Reizleitung und der Antwort im untersten Grade der Organisation, in der Pflanzen- und Tierwelt und beim Menschen.- Übereinstimmung und Unterschiede des Denkens beim Menschen und bei den Tieren.- Das Selbstbewußtsein.- Das Selbstbewußtsein des Menschen und der Tiere als Epiphenonen nach Le Dantec.- Molekular- und Atomepiphenonene ?.- Die Zusammenfassung der einzelnen ? zu einem Gesamt-?.- Willkürliche und instinktmäßige Bewegung nach Le Dantec.- Zusammenfassung.- Aufgabe der nächsten Vorlesung.- Dritte Vorlesung.- Rückblick auf die vorige Vorlesung.- Die Aufgabe der heutigen Vorlesung.- Der Weg zum Reize bis zur Handlung beim Menschen.- Die Macht des Gefühls und des Denkens auf die Handlung.- Die Sinnesorgane.- Die Leitung des Sinneseindruckes bis zum Gehirn.- Der Gefühlston, die Stimmung.- Der Gefühlston als Determinant des Handelns.- Die Auswahl der Sinneseindrücke mit Hilfe der Aufmerksamkeit.- Die elementare Aufmerksamkeit in der anorganischen Welt als physikalisch-chemische Eigenschaft.- Persönliche Differenzen des Gefühlstons.- Die individuelle Auswahl der Erinnerungsbilder.- Übung und Ermüdung.- Das Gefühl.- Der Affekt.- Ihre körperlichen Begleitsymptome.- Das Gefühl als Leiter des Denkens.- Assoziation.- Abstrakte und Sammelbegriffe.- Neue Gedanken sind immer Analogieschlüsse.- Die Kritik.- Assoziiertes Denken ohne Assoziation des Denken.- Das Verhältnis des Ichs zum Gegenstande des Denkens.- Seele und Wille sind überflüssige Worte.