Leibniz und die Revolution der Gartenkunst - Bredekamp, Horst
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Wer weiß schon, dass der große Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz wesentliche Anregungen zur Anlage eines Gartens gab? In Hannover, im berühmten Barockgarten von Herrenhausen, zog er seine Vorstellungen von Natur und Kunst aus der Gartengestaltung. Da kein Blatt dem anderen gleicht, erkannte er in der scheinbar unendlichen Formenvielfalt des barocken Gartens die zutiefst individuelle Gestalt der Natur und die Freiheit des Individuellen schlechthin. So wird der Garten zum Laboratorium des Erkenntnisgewinns, und der Mensch, der sich darin bewegt, erfährt über die sinnliche Wahrnehmung - man…mehr

Produktbeschreibung
Wer weiß schon, dass der große Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz wesentliche
Anregungen zur Anlage eines Gartens gab? In Hannover, im berühmten
Barockgarten von Herrenhausen, zog er seine Vorstellungen von Natur und
Kunst aus der Gartengestaltung. Da kein Blatt dem anderen gleicht, erkannte er
in der scheinbar unendlichen Formenvielfalt des barocken Gartens die zutiefst
individuelle Gestalt der Natur und die Freiheit des Individuellen schlechthin.
So wird der Garten zum Laboratorium des Erkenntnisgewinns, und der
Mensch, der sich darin bewegt, erfährt über die sinnliche Wahrnehmung - man
denke an die Muschelformen in Pflanzen, Bauplastik und Wasserspielen - immer
neue Denkanstöße.
Horst Bredekamp wagt nicht weniger, als die Geschichte der Gartenkunst
vom Kopf auf die Füße zu stellen. Er sieht den Gedanken der Freiheit nicht wie
üblich in den sanft geschwungenen Wegen des Landschaftsgartens verwirklicht,
sondern in den komplexen Geometrien des Barockgartens:
Hier findet sich
dieeigentliche Revolution!
  • Produktdetails
  • Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek (KKB)
  • Verlag: Wagenbach
  • Seitenzahl: 165
  • Erscheinungstermin: 26. September 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 247mm x 172mm x 20mm
  • Gewicht: 522g
  • ISBN-13: 9783803151834
  • ISBN-10: 380315183X
  • Artikelnr.: 35508947
Autorenporträt
Horst Bredekamp, geboren 1947, ist seit 1993 Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität und seit 2003 Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Er war u. a. Fellow des Institute of Advanced Study in Princeton, des Getty Center in Los Angeles und des Collegiums Budapest. 2000 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis, 2006 als erster Kunsthistoriker den renommierten Max- Planck-Forschungspreis und 2009 den Richard-Hamann- Preis.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

"Gemeinhin wird die Gartenkunst unterschätzt", bedauert Hans von Trotha gleich zu Beginn seiner Rezension und lobt im Folgenden den Kunsthistoriker Horst Bredekamp umso euphorischer dafür, dass er der Gartenkunst zu ihrem Recht verhilft. In Bredekamps Buch "Leibnitz und die Revolution der Gartenkunst" geht es, wie der Titel bereits suggeriert und der Rezensent bestätigt, um den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibnitz und seine Impulse auf die Gartenkunst, insbesondere auf den Großen Garten von Hannover-Herrenhausen. Welche ideengeschichtlichen Pardigmen sich in den Gärten niederschlagen, den formalen Barockgärten und den sensualistischen Prinzipien der Romantik und Aufklärung in den überwiegend englischen Landschaftsgärten, das arbeite Bredekamp am Beispiel von Herrenhausen anschaulich heraus, wobei er sich "mit großem Furor" gegen den Vorzug des Landschaftsgarten verwehrt, so der Rezensent. Von Trotha ist äußerst begeistert von diesem Buch, das selbst zu locken wisse "wie ein gelungener Garten".

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 11.12.2012

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