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Der erste Band der Schriften zur modernen Kunsthistoriographie geht auf eine Tagung zurück, die im Herbst 2006 als Resümee und Erweiterung des genannten GKNS-Projekts in Bonn stattgefunden hat. Die in den Beiträgen dokumentierten Ergebnisse des Projekts sind differenziert und halten neues Material für die Beschäftigung mit dem schwierigen Kapitel Wissenschaft im "Dritten Reich" bereit. Der Band beinhaltet Impulse für die methodische Entwicklung der Fachgeschichte, Analysen der Sprache, Methoden und Handlungen von Universitätsdozenten, Museumsdirektoren, Kunstkritikern, Denkmalpflegern,…mehr

Produktbeschreibung
Der erste Band der Schriften zur modernen Kunsthistoriographie geht auf eine Tagung zurück, die im Herbst 2006 als Resümee und Erweiterung des genannten GKNS-Projekts in Bonn stattgefunden hat. Die in den Beiträgen dokumentierten Ergebnisse des Projekts sind differenziert und halten neues Material für die Beschäftigung mit dem schwierigen Kapitel Wissenschaft im "Dritten Reich" bereit. Der Band beinhaltet Impulse für die methodische Entwicklung der Fachgeschichte, Analysen der Sprache, Methoden und Handlungen von Universitätsdozenten, Museumsdirektoren, Kunstkritikern, Denkmalpflegern, Restauratoren und Kunsthändlern, Beiträge über Institutionen wie die Deutsche Akademie, den Bruckmann-Verlag oder über das offizielle Geschichtsbild des Deutschen Reiches. Aus dem Inhalt: 1. Aspekte der Fachgeschichte heute 2. Biografische und institutionelle Zugriffe 3. Methodik, Terminologie und Vermittlung einer "deutschen" Kunstgeschichte 4. Kunstgeschichte zwischen Propaganda und Verbrechen
Autorenporträt
Olaf Peters, geboren 1964 in Hagen/Westf. ist Professor für Neueste Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts ist einer seiner Forschungsschwerpunkte. 2004 hat er sich über Max Beckmann habilitiert, 2010/11 war er Kurator der Otto-Dix-Ausstellungen in New York und Montreal.
Inhaltsangabe
1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Einleitung: Kunstgeschichte im Dritten Reich ;10
3;1. Aspekte der Fachgeschichte heute;18
3.1;Wozu Fachgeschichte der Geisteswissenschaften im Dritten Reich ?;20
3.2;Anmerkungen zur Geschichte und Methodik der wissenschaftsgeschichtlichen Forschung zur Kunstgeschichte im Nationalsozialismus;42
3.3;Die Warburg Electronic Library für moderne Kunsthistoriographie;56
4;2. Biografische Zugriffe;80
4.1;Heidelberger Kunstgeschichte unterm Hakenkreuz;82
4.2; Deutsche Kunstgeschichte an einer deutschen Universität ;104
4.3;Josef Strzygowski als Entwerfer von nationalen Kunstgeschichten;120
4.4;Kunstgeschichte in Istanbul;131
4.5;Loyal bis in den Untergang;151
4.6;Ein Museumsdirektor auf und zwischen den Stühlen;173
4.7;Revision der Kunstbetrachtung;188
5;3 Methodik, Terminologie und Vermittlung einer deutschen Kunstgeschichte;204
5.1;Kulturhistorische und ikonographische Ansätze in der Kunstgeschichte im Nationalsozialismus ;206
5.2;Der Preußische Stil Arthur Moeller van den Brucks Stilkonstruktion;222
5.3; Nordische Kunst ;241
5.4; Rechte und linke Ideologisierungen;262
5.5;Die historischen Festzüge zum Tag der Deutschen Kunst in München;277
5.6;Der Verlag F. Bruckmann im Nationalsozialismus;297
5.7;Die Sektion Bildende Kunst der Deutschen Akademie 1925 1945;329
6;4. Kunstgeschichte zwischen Propaganda und Verbrechen;352
6.1;Hans Bahn und die Hamburger Denkmalpflege 1934 1945;354
6.2;Polnische Denkmalpflege angesichts der Totalitarismen (1939 1956);364
6.3; Den Schaden in Grenzen halten ;379
6.4;Restorers in the Service of the Nazi Kleptocracy;410
6.5;Tatort Nizza: Kunstgeschichte zwischen Kunsthandel,;422
6.6;Kunstraub und Verfolgung;422
7;Bildnachweise / Copyrights;448
8;Personenregister;452
Rezensionen
"[M]öge die Forschung den mit dieser hervorragenden Publikation beschrittenen Weg frei weiter gehen." -- Marion Bornscheuer in: sehepunkte, Ausgabe 9 (2009), Nr. 5

"Insgesamt ergibt sich ein facettenreiches Bild des Fachs im Nationalsozialismus, durch das das Wunschbild einer 'voraussetzungslosen' Wissenschaft einmal mehr in Frage gestellt wird." -- Eva-Maria Kaufmann in: Das Historisch-Politische Buch, 57 (2009) 1

"Neben sieben biographischen Zugriffen auf verschiedene Kunsthistoriker liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der über zwanzig Beiträge namhafter Autoren des Tagungsbandes auf dem Aspekt der Methodik, Terminologie und Vermittlung einer 'deutschen' Kunstgeschichte. [...] Der sorgfältig edierte Sammelband stellt dadurch einen weiteren Meilenstein in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit theoretischen und praktischen Aktivitäten von Vertretern dieses geisteswissenschaftlichen Fachs zwischen 1933 und 1945 dar." -- Michael H. Sprenger in: Geschichte der Germanistik, Heft 33/ 34, 2008