MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - Nr. 856, Heft 09/ September 2020
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Albrecht Koschorke setzt sich mit Philip Manows Thesen zur (Ent)Demokratisierung auseinander - und fragt sich, ob die Abwesenheit autoritativer dritter Instanzen wirklich zu mehr Demokratie führt. Viel Weihrauch wurde und wird vor Gerhard Richters Birkenau-Serie geschwenkt. Nora Bierich hat gute Gründe, das sehr problematisch zu finden. Den sozialen und humanen Kosten auf-klärerischer Ökonomisierungsimpulse geht Heinrich Bosse nach, und zwar im historischen Detail. In seiner ersten Rechtskolumne diskutiert Florian Meinel sehr kritisch die Ausweitung des Verhält-nismäßigkeitsgrundsatzes in den…mehr

Produktbeschreibung
Albrecht Koschorke setzt sich mit Philip Manows Thesen zur (Ent)Demokratisierung auseinander - und fragt sich, ob die Abwesenheit autoritativer dritter Instanzen wirklich zu mehr Demokratie führt. Viel Weihrauch wurde und wird vor Gerhard Richters Birkenau-Serie geschwenkt. Nora Bierich hat gute Gründe, das sehr problematisch zu finden. Den sozialen und humanen Kosten auf-klärerischer Ökonomisierungsimpulse geht Heinrich Bosse nach, und zwar im historischen Detail. In seiner ersten Rechtskolumne diskutiert Florian Meinel sehr kritisch die Ausweitung des Verhält-nismäßigkeitsgrundsatzes in den Verfassungsgerichtsurteilen zu EZB und BND. Bernhard Dotzler sucht nach Orientierung im All. Jan-Werner Müller stellt den ungewöhnlichen Intellektuellen Pierre Rosanvallon vor. Und Timo Luks setzt sich mit den Schriften der feministischen Theoretikerin Silvia Federici auseinander. Von Seuchen und der Geschichte des Umgangs damit berichtet Wolfgang Fach. Patrick Eiden-Offe liest Hegels Wissenschaft der Logik, mit Brecht. Maike Salazar Kämpf erkennt hinter der Replikationskrise in der Psychologie sehr viel mehr wissenschaftspolitische als statististiktheoretische Gründe. In Susanne Neuffers Erzählung Flugstunde hebt die Hauptfigur ab. Robin Detje muss erleben, wie die Freiheitswut im deutschen Volk sich tyrannisch geriert.
  • Produktdetails
  • MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 856
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Seitenzahl: 103
  • Erscheinungstermin: 1. September 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 151mm x 11mm
  • Gewicht: 194g
  • ISBN-13: 9783608974959
  • ISBN-10: 3608974954
  • Artikelnr.: 59981692
Autorenporträt
Christian Demand, Jg. 1960, Herausgeber des MERKUR, hat Philosophie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Er war als Musiker und Komponist tätig, später als Hörfunkjournalist beim Bayerischen Rundfunk. Nach Promotion und Habilitation in Philosophie unterrichtete er als Gastprofessor für philosophische Ästhetik an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 2012 lehrt. Buchveröffentlichungen: Die Beschämung der Philister: Wie die Kunst sich der Kritik entledigte (2003), Wie kommt die Ordnung in die Kunst? (2010).
Inhaltsangabe
ALBRECHT KOSCHORKETwitter, Trump und die (Ent)Demokratisierung der DemokratieNORA BIERICHWerk mit AutorenGerhard Richters Birkenau-ZyklusHEINRICH BOSSEAufklärung und Kapitalismus (II)Kaufmännisches RechnenFLORIAN MEINELRechtskolumne.Verhältnismäßig grenzenlosBERNHARD J. DOTZLEROrientierungssinnlosigkeitJAN-WERNER MÜLLERLe Roi-MachineDer ungewöhnliche Intellektuelle Pierre RosanvallonTIMO LUKSHexen und LeihmütterSilvia Federicis KapitalismustheorieWOLFGANG FACHSeuche der Menschen, Seuche des StaatesPATRICK EIDEN-OFFEEin Gespräch über BäumeMAIKE SALAZAR-KÄMPFDie statistische Übermacht oder: Eine Verteidigung der TheorieSUSANNE NEUFFERFlugstundeEine Geschichte aus dem April 2020ROBIN DETJEDas deutsche Volk