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Idyllische Landschaften bergen dunkle Geheimnisse An die offiziellen Opfer des 20. Jahrhunderts erinnern Mahnmale und Kriegerdenkmäler. Doch wo gedenken wir der Tausenden namenlos gewordenen, heimlich verscharrten Toten Juden oder Roma, Antikommunisten oder Partisanen? Wie leben wir in Landschaften, die kontaminiert sind mit den unzähligen vertuschten Massakern Mitteleuropas im burgenländischen Rechnitz genauso wie im slowenischen Kocevski Rog oder in Kurapaty bei Minsk? Martin Pollack geht es um das schonungslose, aber sorgsame Zeichnen einer anderen, wahrhaftigeren Landkarte unseres…mehr

Produktbeschreibung
Idyllische Landschaften bergen dunkle Geheimnisse
An die offiziellen Opfer des 20. Jahrhunderts erinnern Mahnmale und Kriegerdenkmäler. Doch wo gedenken wir der Tausenden namenlos gewordenen, heimlich verscharrten Toten Juden oder Roma, Antikommunisten oder Partisanen? Wie leben wir in Landschaften, die kontaminiert sind mit den unzähligen vertuschten Massakern Mitteleuropas im burgenländischen Rechnitz genauso wie im slowenischen Kocevski Rog oder in Kurapaty bei Minsk? Martin Pollack geht es um das schonungslose, aber sorgsame Zeichnen einer anderen, wahrhaftigeren Landkarte unseres Kontinents.
Einer Landkarte, in der Erinnerung und Verortung an die Stelle vergifteter Geheimnisse und anonymer Gräber treten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Residenz
  • Seitenzahl: 117
  • 2014
  • Ausstattung/Bilder: 2014. 96 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 141mm x 17mm
  • Gewicht: 303g
  • ISBN-13: 9783701716210
  • ISBN-10: 3701716218
  • Best.Nr.: 40038979
Autorenporträt
Martin Pollack, geb. 1944 in Bad Hall, Oberösterreich, studierte in Wien und Warschau, arbeitet als Journalist, Übersetzer und Schriftsteller. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Polen und schrieb über Galizien. 2007 erhielt er für seine Übersetzungen den Karl-Dedecius-Preis der Robert Bosch Stiftung und wurde mit dem 'Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln' ausgezeichnet. Zudem erhielt er 2007 den mitteleuropäischen Literaturpreis 'Angelus', 2010 den Hauptpreis des Georg Dehio-Buchpreises. Für sein 'einprägsames und richtungweisendes Oeuvre' wurde dem österreichischen Publizisten der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für das Jahr 2011 zuerkannt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Martin Pollacks neuer Essay "Kontaminierte Landschaften" fügt sich passgenau in eine lange Reihe von Veröffentlichungen, in denen sich der Historiker den Geschichten hinter anonymen Gräbern und Denkmälern, vor allem im Osten Europas, gesetzt hat, um das fahrlässige Vergessen der Leben und Ereignisse hinter ihnen zu verhindern, berichtet Georg Renöckl. Und unter unzähligen idyllischen Landstrichen verbergen sich tatsächlich "gut getarnte Gräber"; unter Wiesen, Feldern und in Höhlensystemen sind die Spuren der Verbrechen des Zwanzigsten Jahrhunderts noch vorhanden, auch wenn sie immer unleserlicher werden, so der Rezensent. Gerade deshalb ist Pollacks Arbeit so wichtig, findet Renöckl: die Zeit arbeitet gegen die Erinnerung.

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