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Kaum ein anderer hat so viel und so umfassend über Kunst und Künstler der Moderne geschrieben wie Werner Spies. Seine Porträts und Beschreibungen vermitteln die spontane Begeisterung für ein bestimmtes Werk, die er mit anderen Menschen teilen möchte. Sie stecken den Leser sofort an - und fügen sich zu einer sehr persönlichen Kunstgeschichte. In diesem Band stehen die deutschen Künstler im Mittelpunkt: Neo Rauch zum Beispiel, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Rebecca Horn.…mehr

Produktbeschreibung
Kaum ein anderer hat so viel und so umfassend über Kunst und Künstler der Moderne geschrieben wie Werner Spies. Seine Porträts und Beschreibungen vermitteln die spontane Begeisterung für ein bestimmtes Werk, die er mit anderen Menschen teilen möchte. Sie stecken den Leser sofort an - und fügen sich zu einer sehr persönlichen Kunstgeschichte. In diesem Band stehen die deutschen Künstler im Mittelpunkt: Neo Rauch zum Beispiel, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Rebecca Horn.
  • Produktdetails
  • Edition Akzente
  • Verlag: Hanser, Carl / Hanser, Carl GmbH + Co.
  • Artikelnr. des Verlages: 505/23073
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: 20. August 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 120mm x 16mm
  • Gewicht: 236g
  • ISBN-13: 9783446230736
  • ISBN-10: 3446230734
  • Artikelnr.: 23796027
Autorenporträt
Werner Spies, 1937 geboren, war Direktor des Musée National d'Art Moderne in Paris, lehrte an der Kunstakademie in Düsseldorf und wurde einem großen Publikum durch seine Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekannt. Im Carl Hanser Verlag sind erschienen: Duchamp starb in seinem Badezimmer an einem Lachanfall. Portraits (2005) und Mit Skalpell und Farbmaschine. Porträts von Max Ernst bis Gerhard Richter (2008). 2012 erscheint Mein Glück. Erinnerungen.
Rezensionen
Besprechung von 14.10.2008
Das perfekte Verbrechen, zwischen Bildbänden zu lesen
Werner Spies porträtiert Künstler von Max Ernst bis Gerhard Richter. Die persönliche Nähe des Kunstkritikers zu seinen Helden fließt in seine Essays sanft erkenntnisfördernd ein
Im Vergleich zu Pinsel, Leinwand, Ölfarbe wird ein erheblicher Teil moderner und zeitgenössischer Kunst mit weniger anheimelndem und eigentümlich präzisem Werkzeug hervorgebracht. „Mit Skalpell und Farbmaschine”: der Titel von Werner Spies’ gesammelten „Porträts von Max Ernst bis Gerhard Richter” benennt jenen Umstand mit Blick auf diese beiden Protagonisten. „Skalpell” meint Max Ernsts Instrumentarium der Collage; „Farbmaschine” bezieht sich auf Gerhard Richters Südfenster für den Kölner Dom.
Aufschlussreich ist das Buch von Werner Spies besonders durch Einblicke in künstlerische Technik. Wie etwas gemacht wurde, wird zum Schlüssel der Erkenntnis, was es ist. Dank der Genauigkeit, die auf diesem Wege ins Spiel kommt, kann Spies auf sonstigen Usus des Genres verzichten: auf ein Imponiervokabular, das zeitgenössische Kunst mit Bedeutung auflädt, sowie auf biographische Erklärungen aus der Künstlerpsyche.
Spies’ Prosa ist geradlinig, sachlich. Dabei scheut er vor Verallgemeinerungen zurück. Seine Sachlichkeit ist eine der je besonderen Sache. Für sie sucht er die treffende Formel, und findet sie – etwa, zu Baselitz: „eine Finesse aus Rohheit und Verletzlichkeit”.
Spies’ Sachlichkeit schließt Phantasie nicht aus, sondern ein: etwa, wenn er das spurenverwischende Collagieren Max Ernsts mit dem perfekten Verbrechen vergleicht. Da der frühere Direktor des Pariser Musée National d’Art Moderne die meisten, über die er schreibt, persönlich kannte, ist seine Sachlichkeit eine Errungenschaft: eine Errungenschaft des Respekts den Künstlern gegenüber. Die persönliche Nähe fließt in die Essays sanft erkenntnisfördernd ein; Spies gibt mit ihr nicht an.
Alex Katz, Henri Michaux, Christo und Jeanne-Claude, Richard Lindner, Rebecca Horn, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Neo Rauch, Bernd und Hilla Becher sind unter den Porträtierten. Die Essaysammlung „Mit Skalpell und Farbmaschine” ist keine leichte Lektüre; aber ihre Schwierigkeit ist eine der Sache und ihres Anspruchs, nicht die eines Jargons. Da das Buch keine Illustrationen enthält, setzt es voraus, dass man viel gesehen hat. Am besten wird man es in einer großen und nach neuestem Stand bestückten kunsthistorischen Bibliothek lesen – von Bildbänden umringt. ANDREAS DORSCHEL
Werner Spies
Mit Skalpell und Farbmaschine
Porträts von Max Ernst bis Gerhard Richter. Hanser Verlag, München 2008. 195 Seiten, 17,90 Euro.
Das Gerhard-Richter-Fenster im Kölner Dom Foto: Guido Schiefer/epd
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Angetan ist Andreas Dorschel von diesen klugen Künstler-Porträts des Kunstkritikers Werner Spies. Die Essays scheinen ihm auch deshalb besonders erhellend, weil sie einen exzellenten Einblick in künstlerischen Techniken von Künstlern wie Max Ernst, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Rebecca Horn geben. "Wie etwas gemacht wurde", so Dorschel, "wird zum Schlüssel der Erkenntnis, was es ist." Als wohltuend empfindet er den klaren und nüchternen Stil des Autors. Mit Lob bedenkt er den Verzicht auf aufgeblähtes Kunsthistoriker-Vokabular und psychologisch-biografische Erklärungen. Zudem hebt er Spies' persönliche Nähe zu den porträtierten Künstlern hervor, die in die Essays "sanft erkenntnisfördernd" einfließt.

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