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Die Opern Giuseppe Verdis (1813–1901) erreichten schon zu seinen Lebzeiten alle fünf Kontinente, heute gehören sie zum unverzichtbaren Repertoire eines jeden Opernhauses. Der in ländlicher Umgebung geborene Komponist war weitgereist – von Neapel bis London, von Madrid bis Moskau – und verbrachte sein Leben zwischen Paris, Mailand, Genua und dem von ihm selbst bewirtschafteten Landgut in der Nähe von Piacenza. Der zusammenfassende Blick auf sein wechselvolles Leben und seine eigenwilligen Werke erlaubt eine neue Perspektive auf Verdis Rolle in einem vom Historismus geprägten Europa und dem…mehr

Produktbeschreibung
Die Opern Giuseppe Verdis (1813–1901) erreichten schon zu seinen Lebzeiten alle fünf Kontinente, heute gehören sie zum unverzichtbaren Repertoire eines jeden Opernhauses. Der in ländlicher Umgebung geborene Komponist war weitgereist – von Neapel bis London, von Madrid bis Moskau – und verbrachte sein Leben zwischen Paris, Mailand, Genua und dem von ihm selbst bewirtschafteten Landgut in der Nähe von Piacenza. Der zusammenfassende Blick auf sein wechselvolles Leben und seine eigenwilligen Werke erlaubt eine neue Perspektive auf Verdis Rolle in einem vom Historismus geprägten Europa und dem zunehmend nationalistisch gestimmten Italien. Verdi als intellektuell hellwachen und für die sozialen Spannungen seiner Zeit höchst sensiblen Opernkomponisten zu entdecken, dazu lädt dieses kleine Buch ein.
  • Produktdetails
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 23.08.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406640735
  • Artikelnr.: 37343282
Autorenporträt
Anselm Gerhard, geboren 1958 in Heidelberg, seit 1994 Direktor des Instituts für Musikwissenschaft an der Universität Bern, ist einer der international führenden Verdi-Forscher; 2009 wurde er mit der Dent Medal der Royal Musical Association (London) ausgezeichnet. Er bietet hier aufgrund neuester Forschungsergebnisse einen konzisen Überblick über Leben und Werk Giuseppe Verdis.
Inhaltsangabe
Ein Komponist vom Lande Erste Studien

Ausbildung in Mailand

Rückkehr nach Busseto Verdi und die 'Opernindustrie' Die Mailänder Scala

Die Rolle des impresario

Die erste Oper

Ein Mißerfolg

Dichtung und Wahrheit "Von der politischen Bedeutung der Oper" Publikumserwartungen

Chöre

Der endgültige Durchbruch Rastlose Experimente

Anregungen aus dem Salon

Lokalkolorit

Dämonen und Engel

Äußerste Kürze

Eine neue Licht-Dramaturgie

Shakespeare für Florenz

Schiller für London

Alte Chöre für Paris 1848 /49: Politische und persönliche Veränderungen

Landnahme

Bruch mit Mailand

Eine Uraufführung ohne Verdi

Propaganda für Rom

Sozialer Sprengstoff Die letzten zehn "Galeerenjahre"

Bibellektüren

Das "größte Drama der Gegewart"

Epische Dramaturgie

Eine "Hure" als Opernheldin

Wieder in Paris

Eine letzte Oper für Venedig

Streitereien mit der Zensur Großgrundbesitzer und Abgeordneter

Politische Ehren

Vorbild für die Nation Internationale Präsenz

Eine Oper für den Zaren

Stimmen der Nationen

Französische Deklamation

Wofür steht Ägypten? Nationale Monumente

Ein Denkmal für Manzoni

Am Ziel?

Ordnung des Erbes

Shakespeare und der neue Rang der Oper

Weltliteratur und "italianità"

Konventionen unter dem Seziermesser Epilog: "Ein Theatermann"

Letzte Worte

Nachhaltigkeit Anhang

Glossar

Bibliographische Notiz

Dank

Werkübersicht und -register

Personenregister

Ortsregister
Rezensionen
Besprechung von 05.10.2012
Giuseppe Verdi – der abgründige Realist
der menschlichen Gefühle
„Traurig, traurig, traurig! Wagner ist tot!“ schreibt Verdi seinem Verleger, als er vom Tod des großen Gegenspielers aus dem Norden erfährt – Jahrgang 1813 sie beide. Die kleinen feinen Biografien von Beck Wissen sind Ehrensache im Doppeljubeljahr. Fein, weil die Autoren Koryphäen der Musikwissenschaft sind, die auch noch gut schreiben können wie Anselm Gerhard, Professor in Bern, der kompetenteste Verdi-Forscher heute.
  Sein Verdienst: Er schreibt sachlich, interessant, ohne schöngeistige Schnörkel – schon das Inhaltsverzeichnis ist lesenswert. Verdi ist der „Komponist vom Lande“, mit Bodenhaftung und jenem gnadenlosen Realismus, der die emotionale Fallhöhe seiner tragischen Figuren bestimmt. In „Verdi und die Opernindustrie“ werden die Mechanismen der Mailänder Scala geoutet, die erste Opernpleiten Verdis nicht verhindern. Es entsteht ein Bild von den drastischen „Galeerenjahren“ Verdis, der in der Tretmühle von Produktionszwang und Schaffensrausch eine Oper nach der anderen auf den Markt wirft. Beruf Reisender – ständig unterwegs, in Rom, Venedig, Genua und Neapel, in Paris, Mailand, Florenz, Triest und Sankt Petersburg. Als „Großgrundbesitzer und Abgeordneter“ ist der ältere Verdi monumental präsent.
  Die sechsundzwanzig Opernwerke leuchten in motivischer Beschreibungsdichte auf, so wie die sozial und psychisch harten Bedingungen ihrer Entstehung. Libretti und Musiksprache, Uraufführungsquerelen, die Zensur, die Rezeption der Stücke – mit souveräner historisch-biografischer Kenntnis wird sogar Einfühlung hergestellt. Zugegeben: Zuweilen fordern den Leser gewisse ausgedehnte (stets präzise) Satzkonstruktionen heraus.
  Anselm Gerhards Weite des perspektivischen Blicks ist beeindruckend. Größte Aufmerksamkeit gilt dem Thema: Verdi und die politischen und sozialen Spannungen im Italien des 19. Jahrhunderts. Er kämpft für die Einigung Italiens. Der Bauer auf seinen Ländereien bei Parma war identisch mit dem abgründigen Realisten der menschlichen Gefühle – in den Opern wie im Leben.
WOLFGANG SCHREIBER
Anselm Gerhard:
Giuseppe Verdi
Verlag C.H.Beck, München 2012.
128 Seiten, 8,95 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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