Götter der Nationen - Rohdewald, Stefan
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Religiöse Erinnerungsfiguren dienten dazu, Heilssicherheit, dynastische und später nationalstaatliche Herrschaftslegitimität sowie nationale Gemeinschaft als möglichst dauerhafte, bis zum Weltenende geltende Vorstellungen zu festigen. Bei den orthodoxen Südslaven lassen sich in nachbarschaftlicher Abgrenzung und Konkurrenz unauflösbare Verflechtungen feststellen. Die dynamische Verquickung von (ost-)römischen, mittelalterlichen serbischen und bulgarischen sowie osmanischen und westeuropäisch-nationalen Diskursen, Strukturen und 'Vermächtnissen' prägt diese europäische Geschichtsregion. Ihre…mehr

Produktbeschreibung
Religiöse Erinnerungsfiguren dienten dazu, Heilssicherheit, dynastische und später nationalstaatliche Herrschaftslegitimität sowie nationale Gemeinschaft als möglichst dauerhafte, bis zum Weltenende geltende Vorstellungen zu festigen. Bei den orthodoxen Südslaven lassen sich in nachbarschaftlicher Abgrenzung und Konkurrenz unauflösbare Verflechtungen feststellen. Die dynamische Verquickung von (ost-)römischen, mittelalterlichen serbischen und bulgarischen sowie osmanischen und westeuropäisch-nationalen Diskursen, Strukturen und 'Vermächtnissen' prägt diese europäische Geschichtsregion. Ihre Entwicklung vom Frühmittelalter bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts wird in dieser Untersuchung ausgeleuchtet.
  • Produktdetails
  • Visuelle Geschichtskultur Bd.14
  • Verlag: Böhlau
  • Seitenzahl: 905
  • Erscheinungstermin: 3. Oktober 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 174mm x 55mm
  • Gewicht: 1665g
  • ISBN-13: 9783412222444
  • ISBN-10: 3412222445
  • Artikelnr.: 40864753
Autorenporträt
Stefan Rohdewald ist Professor für Südosteuropäische Geschichte an der Universität Gießen.
Inhaltsangabe
A Einleitung
A 1 Historiographischer Kontext, Fragestellung und Gliederung
A 2 Forschungsstand
A 2.1 Orte, narrative Figuren und Diskurse
A 2.2 ,Natio', ,patria', moderner Nationalismus
A 2.3 ... und religiöse Memoria, Religion sowie Politik
A 2.4 Untersuchungen über südosteuropäische religiöse Erinnerungsfiguren
A 3 Quellen
A 4 Danksagung
B Heilige Lehrer, Herrscher und Hauptstädte -
Religiöse Erinnerungsfiguren bis ins 18. Jh
B 1 ,Erzieher und Lehrer der Slaven' Konstantin-Kyrill und Method
B 1.1 Leben und älteste Verehrungskontexte
B 1.2 Byzantinische Bulgarisierung der Verehrung durch Theophylaktos
B 1.3 Die Aneignung der Verehrung durch bulgarische Herrscher in Tarnovo
B 1.4 Weite, aber nur gelehrte Verehrung in der frühen Neuzeit
B 2 Gelehrte, Schutzheilige, Wundertäter - Kliment von Ohrid und Naum
B 2.1 Leben und frühe Verehrung im bulgarischen Patriarchat Ohrid
B 2.2 Gräzisierung der Verehrung als Begründer des Erzbistums Ohrid und als Wundertäter
B 2.3 Patron des Erzbistums ,ganz Bulgariens, Serbiens, Albaniens, beider Makedonien'
B 2.4 Drucke als Medien transethnischer Verehrung Kliments und Naums im 18. Jh
B 3 Heilige als Stützen der bulgarischen Herrschaft in der neuen Zarenstadt
B 3.1 Die Herrscher Boris und Petar als Heilige
B 3.2 Ioann von Rila und seine Überführung nach Tarnovo
B 3.3 Die Überführung der hl. Petka nach Tarnovo
B 3.4 Ioann von Rila nach dem Fall Tarnovos
B 3.5 Indienstnahmen ,bulgarischer' Heiliger nach dem Fall Tarnovos - das Beispiel Cetinje
B 3.6 Ioann von Rila im serbischen und ,illyrischen' Zusammenhang im 17. und 18. Jh
B 4 Exkurs: Ioakim, Gavriil und Prohor - slavisch-byzantinische Heilige zwischen bulgarischer und serbischer Herrschaft
B 5 Heilige Herrscher Rasziens oder Serbiens
B 5.1 Der lateinisch-bulgarische Jovan
B 5.2 Der west- und ostkirchliche Stefan Nemanja
B 5.3 Der hl. Sava Nemanjic, das Neue Israel und das Kloster Mileseva
B 5.4 ,Sie sind aus einer fruchtbaren Wurzel eines Ölbaumes' - die übrigen Nemanjiden und ihre Klöster
B 5.5 Die Verehrung der Nemanjiden bis ins 18. Jh
B 6 ,Pro patria mori' - die Schlacht auf dem Amselfeld, Lazar und der Veitstag
B 6.1 Der Zugang zum ,himmlischen Reich' - frühe geistliche Verehrung
B 6.2 Der Märtyrertod in den Chroniken
B 6.3 Lieder und die mediale Revolution der Verehrung im 18. Jh
B 7 Serbische und bulgarische heilige Kirchenfürsten
B 8 Heilige Despoten Brankovic - die fortgesetzte Erfindung der heiligen Dynastie in Ungarn
B 9 Bilanz - religiöse Erinnerungsfiguren bis ins 18. Jh. als Medien homogener ,nationaler Konfessionskulturen'?
C Die Erfindung europäischer, christlicher Nationen zur Überwindung des ,asiatischen Jochs' im langen 19. Jh.
C 1 Geistliche als Nationalheilige: der Aufstieg Savas zum ,Retter' und ,neuen Schöpfer'
C 1.1 Die Institutionalisierung Savas in den österreichisch-ungarischen Gebieten und im serbischen Fürstentum
C 1.2 Sava im Osmanischen Reich bzw. in ,Altserbien und in Makedonien'
C 2 Geistliche als Nationalheilige:Ivan als ,einziger allnationaler Heiliger' und sein Kloster Rila
C 2.1 Neuanfänge nach 1760 und 1830
C 2.2 Die mediale Wiederentdeckung nach 1860 - Rila als ,einzige Verehrungsstätte des bulgarischen Volkes'
C 2.3 Die mediale Aufbereitung nach 1860 - Ivan als Schulheiliger
C 2.4 Ivans Aufstieg in der kirchlichen Publizistik nach 1895
C 3 Geistliche als Nationalheilige: die Wiederentdeckung Kyrills und Methods als ,Genies' zwischen transnationalem Panslavismus und Nationalismus
C 3.1 Kyrill und Method in der bulgarischen ,Wiedergeburt von unten' bis 1869
C 3.2 ,Erlöser unserer Nationalität' - die Brüder in der bulgarischen ,Wiedergeburt' nach 1870
C 3.3 Die Millenniumsfeier 1885 als Inszenierung Bulgariens
C 3.4 Kyrill und Method in serbischen und kroatischen Kontexten bis 1885
C 3.5 Kyrill und Method in ,Makedonien' (1860 - 1885)
C 3.6 Sakralisierung und Militarisierung - Kyrill und Method in (makedonisch)bul