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Deutschland und die Deutschen - betrachtet von Reisenden aus aller Welt
Dieser prachtvoll ausgestattete Band versammelt Berichte von ausländischen Deutschland-Reisenden aus aller Welt über einen Zeitraum von 2000 Jahren. Wir begleiten Caesar zu den Germanen am Rhein, reisen mit Casanova nach Sanssouci, mit Hans Christian Andersen in die Sächsische Schweiz und mit dem Ehepaar Dostojewski in die Spielbank von Baden-Baden. Wir folgen Mark Twain auf Wandertour durchs Neckartal, Asta Nielsen nach Hiddensee und Thomas Wolfe aufs Münchner Oktoberfest. Die Besucher aus der Fremde erkunden ein…mehr

Produktbeschreibung
Deutschland und die Deutschen - betrachtet von Reisenden aus aller Welt

Dieser prachtvoll ausgestattete Band versammelt Berichte von ausländischen Deutschland-Reisenden aus aller Welt über einen Zeitraum von 2000 Jahren. Wir begleiten Caesar zu den Germanen am Rhein, reisen mit Casanova nach Sanssouci, mit Hans Christian Andersen in die Sächsische Schweiz und mit dem Ehepaar Dostojewski in die Spielbank von Baden-Baden. Wir folgen Mark Twain auf Wandertour durchs Neckartal, Asta Nielsen nach Hiddensee und Thomas Wolfe aufs Münchner Oktoberfest. Die Besucher aus der Fremde erkunden ein seltsames Land und blicken verwundert auf seine Bewohner, deren Sitten und Bräuche.

  • Produktdetails
  • Verlag: Propyläen
  • Seitenzahl: 511
  • 2017
  • Ausstattung/Bilder: 2017. 512 S. 265 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 264mm x 189mm x 43mm
  • Gewicht: 1593g
  • ISBN-13: 9783549074831
  • ISBN-10: 3549074832
  • Best.Nr.: 48219083
Autorenporträt
Rainer Wieland, geboren 1968 in Weißenburg/Bayern, arbeitet als Lektor, Herausgeber und Autor in Berlin. Er hat zahlreiche vielbeachtete Bücher veröffentlicht, darunter »Das Buch der Tagebücher«, »Die Welt der Enzyklopädie« (mit Anette Selg) und »Schreiben Sie mir, oder ich sterbe! Liebesbriefe berühmter Frauen und Männer« (mit Petra Müller). 2015 erschien bei Propyläen »Das Buch des Reisens«.
Rezensionen
Besprechung von 19.11.2017
NEUES REISEBUCH

Für den Tisch "Wir saßen eine Stunde im Park und beobachteten Leute. Mein Gott, sie sind abscheulich! Die Frauen tragen einen Gurt um die Taille, einen grünen Jägerhut, mit einer Feder, und kurze Röcke. Sie sind nie modisch. (. . .) Sie essen enorme Mengen, von großen Braten geschnitten, triefend vor Fett." Das Urteil der Schriftstellerin Virginia Woolf über die Deutschen fiel nicht schmeichelhaft aus. Im Sommer 1909 besuchte die Dichterin, die gerade am Anfang einer phantastischen Karriere stand, die Bayreuther Festspiele.

So lustig und brüskierend wie die Anekdoten rund um ihren Besuch ist fast alles, was das stattliche "Buch der Deutschlandreisen" nun versammelt. Der Lektor Rainer Wieland, der jahrelang die "Andere Bibliothek" betreute, hat Texte berühmter Menschen zusammengetragen, die Deutschland besuchen und darüber berichten. Das umfangreiche und schön gestaltete Hardcover ist also ein Reisebuch mit Blickrichtung auf uns: Hier erfährt man, wie Globetrotter verschiedener Epochen Deutschland wahrgenommen haben, und zwar seit den alten Römern. Mit Caesar und Tacitus nämlich beginnt die Sammlung. Letzterer ist womöglich gar nicht in Germanien gewesen, entsprechend abenteuerlich liest sich jedenfalls das Ergebnis. "Nackte Jünglinge, die dies als Spiel betreiben, werfen sich im Sprunge zwischen Schwerter und drohende Speere."

Andy Warhol berichtet, wie er einen Wurstfabrikanten besuchen muss und sich langweilt und wie ihm dann ein Kunstwerk von Joseph Beuys im Koffer explodiert. Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom war in Deutschland, als die Mauer fiel - sofort bestieg er ein Taxi nach "drüben" und ging dann im Frühjahr 1990 auf eine DDR-Reise. "Man hat den Eindruck, als hätten sie vor sich selber Angst", sagt er über die Deutschen. Seine Fahrt durch Orte wie Quedlinburg oder Eisenach wird eine beschauliche Tour voller Skurrilitäten, er sucht Barbarossa in unterirdischen Gängen am Kyffhäuser. Je näher es an die Gegenwart geht, umso mehr wird das Land der Geheimnisse und Mythen auch mal eines, an dem einer trostlos am Bahnhof wartet und Biere in sich hineinkippt (Andrzej Stasiuk nämlich). Er möchte ein Jack Kerouac der BRD sein, in einem Benz durchs ganze Land kurven. Dahin, wohin der ICE und die Autobahn nicht führen. Er sucht also das deutsche Geheimnis. Es muss ein sehr mysteriöses Land sein, über das dieses Buch so vielseitig und unterhaltsam berichtet.

tlin.

Rainer Wieland: "Das Buch der Deutschlandreisen". Propyläen, 512 Seiten, 48 Euro

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"Herausgeberische Glanzleistung! ", Die Zeit, Ursula März, 23.11.2017