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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Inzestverbot hat als universelles Phänomen menschlicher Gesellschaften die Kulturanthropologie, Ethnologie und Soziologie seit dem 19. Jahrhundert bis heute beschäftigt. Es existiert eine ungeheure Bandbreite an Ansätzen bis hin zu komplexen Theorien, die dieses vielschichtige und vielgestaltige Phänomen erklären sollen. Einige Denker haben versucht, aus dem Inzestverbot ganze Gesellschaftsmodelle oder sogar die menschliche…mehr

Produktbeschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Inzestverbot hat als universelles Phänomen menschlicher Gesellschaften die Kulturanthropologie, Ethnologie und Soziologie seit dem 19. Jahrhundert bis heute beschäftigt. Es existiert eine ungeheure Bandbreite an Ansätzen bis hin zu komplexen Theorien, die dieses vielschichtige und vielgestaltige Phänomen erklären sollen. Einige Denker haben versucht, aus dem Inzestverbot ganze Gesellschaftsmodelle oder sogar die menschliche Kultur als solche abzuleiten. Gerade bei Sigmund Freud, der in seinem umstrittenen Werk "Totem und Tabu" eine weitreichende Erklärung des berühmten Tabus versucht hat, ist das Thema eng verknüpft mit Fragen der Gewalt und Herrschaftsordnung in einer Gesellschaft. Genau diesen Zusammenhang habe ich bei vielen anderen Autoren ebenso gefunden, und ihm möchte ich in dieser Arbeit nachgehen.Ich habe drei klassische Texte ausgewählt, die das Inzestverbot aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, sich aber auch überschneiden und sich teilweise aufeinander beziehen: "Totem und Tabu", Claude Lévi-Strauss' "Die elementaren Strukturen der Verwandtschaf"t und "Das Heilige und die Gewalt" von René Girard. Den drei Autoren ist gemein, dass sie im weitesten Sinne soziologische Thesen vertreten, biologische Ansätze zurückweisen. Die vorliegende Arbeit nimmt demgegenüber eine Zwischenposition ein und geht davon aus, dass sich im Inzestverbot ein kulturell produziertes Tabu wie auch ein genetisch präformierter Instinkt überlagern. Nach dem ich die in den drei Texten vertretenen Thesen kurz zusammenfassend beschrieben habe, untersuche ich ihre Implikationen auf mögliche Erklärungen von gesellschaftlichen Machtstrukturen und mache mich daran, herausarbeiten, inwiefern man sie lesen kann als Schritte oder Versuche zu einer umfassenden Kulturtheorie der Herrschaft.