Spiel des Lebens, 4 Audio-CDs - Jürgens, Udo; Moritz, Michaela
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Udo Jürgens' Geschenk an seine Fans Der Junge, der auf dem Balkon tanzt und davon träumt, ein Musiker zu sein. Der Maler, der sich im Café an seine Anfänge erinnert. Ein Trommler, der auf dem falschen Kontinent geboren ist. Sie alle sind Zaungäste im Spiel des Lebens, aber es bedarf nur wenig, ihnen ins Rampenlicht zu helfen. In sehr persönlichen Erzählungen, die er wie schon seinen autobiografischen Roman mit Michaela Moritz verfasste, greift Udo Jürgens die Stimmung seiner Lieder auf und verdichtet sie zu einem "Spiel des Lebens".…mehr

Produktbeschreibung
Udo Jürgens' Geschenk an seine Fans
Der Junge, der auf dem Balkon tanzt und davon träumt, ein Musiker zu sein. Der Maler, der sich im Café an seine Anfänge erinnert. Ein Trommler, der auf dem falschen Kontinent geboren ist. Sie alle sind Zaungäste im Spiel des Lebens, aber es bedarf nur wenig, ihnen ins Rampenlicht zu helfen. In sehr persönlichen Erzählungen, die er wie schon seinen autobiografischen Roman mit Michaela Moritz verfasste, greift Udo Jürgens die Stimmung seiner Lieder auf und verdichtet sie zu einem "Spiel des Lebens".
  • Produktdetails
  • Verlag: Argon
  • Originaltitel: Spiel des Lebens
  • Anzahl: 4 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 280 Min.
  • Erscheinungstermin: 30. August 2019
  • ISBN-13: 9783839817520
  • Artikelnr.: 56523449
Autorenporträt
Jürgens, Udo
Udo Jürgens Bockelmann prägte mit seinen Chansons und Liedern die Tonspur unseres Lebens. Geboren am 30. September 1934 in Klagenfurt (Österreich), veröffentlichte der Komponist, Interpret, Musiker und Entertainer mehr als 50 Musikalben, komponierte über 1.000 Lieder. Fast 60 Jahre lang stand Udo Jürgens auf der Bühne und gilt als einer der erfolgreichsten Künstler der Welt. Udo Jürgens starb am 21. Dezember 2014 in Münsterlingen in seiner Wahlheimat, der Schweiz. Gemeinsam mit Michaela Moritz verfasste er den autobiographischen Roman »Der Mann mit dem Fagott« (2004), der 2011 verfilmt wurde.

Moritz, Michaela
Michaela Moritz, 1970 geboren, hat in Konstanz Philosophie und Literatur studiert und erhielt den österreichischen Nachwuchspreis für Literatur. Gemeinsam mit Udo Jürgens verfasste sie den Roman »Der Mann mit dem Fagott« (2004), der 2011 verfilmt wurde. Die Autorin lebt heute am Bodensee.

Berkel, Christian
Christian Berkel dreht mit Regisseuren wie Quentin Tarantino, Spike Lee und Paul Verhoeven. 2018 erschien sein Roman "Der Apfelbaum", in dem er die Geschichte seiner Familie erzählt - ein Bestseller. Seine angenehm dunkle Stimme setzt er auch als Hörbuchsprecher ein.
Trackliste
CD 1
1Spiel des Lebens00:03:48
2Spiel des Lebens00:01:34
3Spiel des Lebens00:04:50
4Spiel des Lebens00:03:20
5Spiel des Lebens00:03:21
6Spiel des Lebens00:03:57
7Spiel des Lebens00:04:53
8Spiel des Lebens00:02:08
9Spiel des Lebens00:04:21
10Das Lokal in der Kantstraße00:05:19
11Das Lokal in der Kantstraße00:04:02
12Das Lokal in der Kantstraße00:03:59
13Das Lokal in der Kantstraße00:05:51
14Das Lokal in der Kantstraße00:04:33
15Das Lokal in der Kantstraße00:02:50
16Das Lokal in der Kantstraße00:04:56
17Das Lokal in der Kantstraße00:02:08
18Das Lokal in der Kantstraße00:01:56
19Das Lokal in der Kantstraße00:03:03
CD 2
1Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:03:16
2Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:02:53
3Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:05:47
4Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:03:52
5Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:03:32
6Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:04:56
7Das Lokal in der Kantstraße (Fortsetzung)00:02:32
8Brief aus der Fremde00:04:47
9Brief aus der Fremde00:02:07
10Brief aus der Fremde00:02:12
11Brief aus der Fremde00:03:31
12Brief aus der Fremde00:03:13
13Brief aus der Fremde00:04:03
14Brief aus der Fremde00:03:31
15Brief aus der Fremde00:03:17
16Brief aus der Fremde00:04:58
17Brief aus der Fremde00:05:08
18Brief aus der Fremde00:03:07
19Brief aus der Fremde00:04:44
CD 3
1Brief aus der Fremde (Fortsetzung)00:05:28
2Brief aus der Fremde (Fortsetzung)00:05:22
3Brief aus der Fremde (Fortsetzung)00:04:41
4Brief aus der Fremde (Fortsetzung)00:02:56
5Brief aus der Fremde (Fortsetzung)00:06:03
6Der Junge im Bus00:02:55
7Der Junge im Bus00:03:46
8Der Junge im Bus00:02:09
9Der Junge im Bus00:05:23
10Der Junge im Bus00:02:17
11Der Junge im Bus00:02:20
12Der Tanz auf dem Balkon00:03:05
13Der Tanz auf dem Balkon00:05:06
14Der Tanz auf dem Balkon00:04:53
15Der Tanz auf dem Balkon00:03:45
16Der Tanz auf dem Balkon00:02:43
17Der Tanz auf dem Balkon00:02:12
18Der Tanz auf dem Balkon00:04:56
19Der Tanz auf dem Balkon00:03:21
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 25.08.2019

Der Streifschuss des Schicksals
Fünf Jahre nach seinem Tod erscheinen neue Geschichten des großen Sängers Udo Jürgens: "Spiel des Lebens"

Der Udo Jürgens der späten Jahre, das war ein Udo Jürgens der Bücher und tiefen historischen Erinnerungen, nicht mehr nur der Lieder. Und so geht es jetzt, da aus dem Nachlass des 2014 verstorbenen Sängers ein neues Buch erscheint, "Spiel des Lebens", auch weiter. Udo Jürgens hat seine Lebensmelodien auch auf Papier interpretiert. Und es sind nicht nur, es waren nie nur Melodien romantischer Liebe.

Das hat das Bild verwandelt, welches man heute von Jürgens hat, dem Sänger von Klassikern wie "Griechischer Wein" und "Aber bitte mit Sahne", dem notorischen Träger weißer Bademäntel. Der Wandel begann, vor fünfzehn Jahren, mit Jürgens' romanhaft verfassten Memoiren "Der Mann mit dem Fagott". Sie verfolgten die Geschichte seiner Familie Bockelmann bis ins vorrevolutionäre Russland zurück. Und wurden nicht nur ein riesiger Erfolg: Das Buch - und später die Verfilmung - haben den Interpreten einiger der größten Schlager deutscher Sprache noch einmal ganz anders im kollektiven Bewusstsein verankert.

Der ganze ideologische Horror des 20. Jahrhunderts, so erfuhr man jetzt, da Jürgens gemeinsam mit seiner Co-Autorin Michaela Moritz davon erzählte, hatte in der Familiengeschichte dramatische Spuren hinterlassen. Der Großvater ein Bankier des russischen Zaren, der Vater ein österreichischer Bürgermeister in der Nazizeit, Udo selbst dann ein Repräsentant jener Befreiung und Öffnung, die so viele Teenager in den Nachkriegsjahren erlebten, zum Westen, nach Amerika, Jazz, Chanson, Freiheit, Moderne. Kein zweiter deutschsprachiger Künstler hat es wie Udo Jürgens geschafft, Entertainment im Stile der Franzosen oder Amerikaner zu interpretieren: als ernste Kunst des Leichten, als leichte Kunst des Ernsten. Dass er dabei die Traumata zweier Diktaturen als familiäres Erbe mit sich schleppte, ahnte man so nicht.

Jetzt, fast fünf Jahre nach seinem Tod am 21. Dezember 2014, erscheint also aus dem Nachlass ein neues Buch. Das Projekt hatte noch kurz, bevor er starb, begonnen, Erbstreitigkeiten hatten die Veröffentlichung aber bis jetzt verzögert. "Spiel des Lebens", abermals geschrieben mit Michaela Moritz, sind: "Geschichten". So nennt es der Untertitel. Und so ungefähr dieser Begriff auch ist, fasst er doch genau zusammen, was hier, auf 220 Seiten, zusammenkommt, was erzählt wird, weil es Jürgens offenbar auf dem Herzen lag.

Einmal Autobiographisches: Wie der junge Udo mit Freunden nach Amerika reist, im Auto schläft, von einer Handvoll Dollar lebt. In Las Vegas alles daransetzt, sein Idol, den Sänger Sammy Davis Jr., auf der Bühne zu erleben - aber daran scheitert, das Geld für das Ticket am Spielautomaten zu gewinnen. Wie aber dann, zwanzig Jahre später, Sammy Davis Jr., noch so ein Genie des Leichternsten und Ernstleichten, zum Konzert nach München kommt, um als Letztes eine Komposition von Udo Jürgens zu singen: "If I Never Sing Another Song".

Und dann Familiäres: Die Geschichte eines jungen Malers, der Udos Bruder Manfred ähnelt und der im Berlin der fünfziger Jahre eine schicksalhafte Begegnung mit einem Kellner der "Paris Bar" hat und ihn, Jahre später, wieder trifft, der eine inzwischen berühmt, der andere immer noch Kellner.

Und dann noch Anekdotisches aus der globalisierten Gegenwart, inspiriert von Zeitungsmeldungen und ausgeschmückt: Der indische Familienvater, der im Akkord Jeans für den westlichen Markt vernäht und eines Tages einen Brief in eine Hosentasche schmuggelt, den dort ein deutscher Fabrikant findet. Ein armer bulgarischer Junge, der mehr oder weniger in einem Bus lebt, weil sein Schwerbehindertenausweis ihm ewige Freifahrten erlaubt. Ein alter Mann aus Deutschland, der mit einem kleinen portugiesischen Jungen seinen letzten Tanz tanzt. Und Billy Kudjoe Todzo, Percussionist im Orchester von Pepe Lienhard, welches Udo Jürgens auf der Bühne begleitet, ein Ghanaer, der als junger Mann nach Europa flüchtete, weil er den Schnee sehen wollte, und dem Kältetod auf einer Züricher Parkbank nur knapp entkam, weil ihm ein Ehepaar half.

Der Wink des Schicksals. Der Streifschuss des Zufalls. The Comfort of Strangers: Was man aus den Liedern von Udo Jürgens schon immer kennt, dieses "Großstadtgetriebe", diese Dialektik von Wunsch und Wirklichkeit, Bleiben und Gehen - es zieht sich leitmotivisch auch durch diese Geschichten, und die Geschichten ziehen damit einmal um die Welt. Präzis zählt der Anhang auf, wo sie zwischen 2006 und 2014 entstanden sind, in Zürich, Wien, Gottlieben, Dharamsala, Lissabon, New York, Udaipur . . . "Spiel des Lebens" ist, stilistisch, bestimmt kein großer Wurf, und die Weisheit all der aufrichtigen Menschen, die sich in diesem Buch begegnen, lässt kaum einen anderen Ausweg zu, als fest daran zu glauben, dass die Liebe siegen wird - etwas anderes hat Udo Jürgens für uns nicht vorgesehen.

Aber weil man aus der Wortwahl ("Hier klingt das Leben", "Heute ist sein Tag", "wie ein Geschenk des Lebens", "sein großes Thema: die Träume von Freiheit") jederzeit den Sänger heraushört, der um solche Formeln herum seine Hits geschrieben hat, findet man doch Trost im Vertrauten. Zweifle am Plan, den andere machen, singt die Stimme. Baue jederzeit fest auf die lebensverändernde Begegnung. Iss mal mit Fingern, schlaf mal im Gras. Und wenn du dann doch nichts änderst, wenn du, am Ende, niemals in New York gewesen sein wirst, wenn Gaby weiter im Park wartet, dann behältst du jedenfalls die Lieder.

Der Udo Jürgens dieser Lieder und der neuen Geschichten glaubt vielleicht ans Schicksal, sicher nicht an Zufall, immer aber an so etwas wie die Vitalität des Lebensgeheimnisses. Es lautet: Auch wenn sie es nicht wissen, am großen Rad drehen auch die Kleinsten mit. Und zu denen hat sich Udo Jürgens offenbar immer dazugezählt, bis zuletzt. Trotz aller Erfolge. Vor dem Vorwurf, kokett zu sein, ja sogar zynisch, schützt ihn Naivität. Vielleicht war sie seine größte künstlerische Kraft.

TOBIAS RÜTHER

Udo Jürgens und Michaela Moritz: "Spiel des Lebens". Geschichten. S. Fischer, 222 Seiten, 20 Euro, ab 28. August im Handel

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Wer [...] tiefer in den Mensch Udo und seine feinsinnigen Beobachtungen in einer oft ungerechten Welt blicken möchte, dem sei 'Spiel des Lebens' als Herbstlektüre empfohlen. Romain Fehlen Südwestrundfunk, SWR 2 20190924