20,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Verlängertes Rückgaberecht bis zum 10.01.2020
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

Die Frage nach der gegenwärtigen Lage der Sozialphilosophie und den Konturen einer kritischen Gesellschaftstheorie im Anschluß an die Tradition der Frankfurter Schule ist heute Gegenstand einer internationalen und interdisziplinären Debatte. Mit der Einführung der Kategorie des "Kampfes um Anerkennung" durch Axel Honneth hat sie vielfältige neue Impulse erhalten. Danach stehen diejenigen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen und Pathologien im Vordergrund, die für soziale Mißachtung und die systematische Verletzung von Ansprüchen auf gelingende Identitätsentwicklung verantwortlich sind. Der…mehr

Produktbeschreibung
Die Frage nach der gegenwärtigen Lage der Sozialphilosophie und den Konturen einer kritischen Gesellschaftstheorie im Anschluß an die Tradition der Frankfurter Schule ist heute Gegenstand einer internationalen und interdisziplinären Debatte. Mit der Einführung der Kategorie des "Kampfes um Anerkennung" durch Axel Honneth hat sie vielfältige neue Impulse erhalten. Danach stehen diejenigen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen und Pathologien im Vordergrund, die für soziale Mißachtung und die systematische Verletzung von Ansprüchen auf gelingende Identitätsentwicklung verantwortlich sind. Der Band erscheint zum 60. Geburtstag von Axel Honneth und enthält Originalbeiträge u.a. von Luc Boltanski, Nancy Fraser, Eva Illouz, Charles Taylor, Michael Walzer, Hans Joas, Christoph Menke, Martin Seel und Ludwig Siep.
  • Produktdetails
  • suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1960
  • Verlag: Suhrkamp
  • Artikelnr. des Verlages: 29560
  • Nachdruck der 1. Auflage 2009
  • Seitenzahl: 743
  • Erscheinungstermin: 20. Juli 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 175mm x 112mm x 46mm
  • Gewicht: 442g
  • ISBN-13: 9783518295601
  • ISBN-10: 3518295608
  • Artikelnr.: 26390014
Autorenporträt
Forst, Rainer
Rainer Forst ist Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Sprecher des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen«.

Hartmann, Martin
Martin Hartmann ist Professor für Philosophie am Philosophischen Seminar der Universität Luzern.

Jaeggi, Rahel
Rahel Jaeggi ist Professorin für Praktische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Saar, Martin
Martin Saar ist Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Suhrkamp Verlag erschienen: Sozialphilosophie und Kritik (stw 1960, hg. zusammen mit Rainer Forst, Martin Hartmann und Rahel Jaeggi) und Michel Foucault. Zwischenbilanz einer Rezeption (stw 1617, hg. zusammen mit Axel Honneth)
Inhaltsangabe
Vorwort der Herausgeber - Maeve Cooke: Wertepluralismus und Selbstverwirklichung; Überlegungen zu einer postuniversalistischen Politik der Anerkennung - Alessandro Ferrara: Das Gold im Gestein; Verdinglichung und Anerkennung - Eva Illouz: Das Verlangen nach Anerkennung; Liebe und die Verletzlichkeit des Selbst - Christoph Menke: Das Nichtanerkennbare; Oder warum das moderne recht keine "Sphäre der Anerkennung" ist - Frederick Neuhouser: Die normative Bedeutung von "Natur" im moralischen und politischen Denken Rousseaus - Robert B. Pippin: Zu Hegels Behauptung, Selbstbewusstsein sei "Begierde überhaupt" - Martin Seel: Anerkennung und Aufmerksamkeit; Über drei Quellen der Kritik - Ludwig Siep: Kampf um Anerkennung bei Hegel und Honneth - Rainer Forst: Zwei Bilder der Gerechtigkeit - Martin Frank: Ius post bellum; Überlegungen zum Verhältnis der drei Teil der Theorie des gerechten Krieges - Stefan Gosepath: Zum Ursprung der Normativität - Klaus Günther: Anerkennung, Verantwortung, Gerechtigkeit - Hans Joas: Eine deutsche Idee von der Freiheit? Cassirer und Troeltsch zwischen Deutschland und dem Westen - Georg Lohmann: Moral als Implikation von Liebe - David M. Rasmussen: Die Möglichkeit globaler Gerechtigkeit - Beate Rössler: Autonomie und Ambivalenz - Lutz Wingert: Was ist und was heoßt "unverfügbar"? Philosophische Überlegungen zu einer nicht nur ethischen Frage - Ursula Wolf: Reflexion und Identität; Harry Frankfurts Auffassung menschlichen Handelns - Joel Anderson: Autonomielücken als soziale Pathologie; Ideologiekritik jenseits des Paternalismus - Luc Boltanski: Eine Studie in Schwarz; Recht und soziale Ordnung im Kriminalroman - Nancy Fraser: Feminismus, Kapitalismus und die List der Geschichte - Martin Hartmann: Vorstellungskraft, Mitgefühl und Kritik; Überlegungen im Anschluss an Adam Smith - Rahel Jaeggi: Was ist eine (gute) Institution? - Thomas McCarthy: "Neo-Rassismus" Überlegungen zur rassistischen Ideologie nach dem Niedergang der "Rasse" - Martin Saar: Macht und Kritik - Michael Walzer: Gesellschaftskritik und Gesellschaftstheorie - Martin Dornes: Überlegungen zum Strukturwandel der Psyche; Eine programmatische Skizze - Andreas Kuhlmann: Wir Mahlerianer, Zur Symphonik in der Spätmoderne - Hartmut Rosa: Von der stabilen Position zur dynamischen Performanz; Beschleunigung und Anerkennung in der Spätmoderne - Charles Taylor: Die Bedeutung des Säkularismus - Joel Whitebook: Vom Faschismus zum Fundamentalismus; Kritische Theorie und Psychoanalyse heute - Andreas Wildt: Die ergreifende Macht der Musik, an Beispielen aus Mozarts "Don Giovanni" und "Zauberflöte"
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Ein Kuriosum ist der vorliegende Band in jedem Fall: Eine Festschrift als Überraschung für den Jubilar Axel Honneth zum Sechzigsten - die der Verlag bis zur Veröffentlichung geheim hielt. Und gewiss nicht, wenn man dem Rezensenten Christian Schlüter glauben darf, weil es da etwas zu verbergen gäbe. Nicht nur ist das Buch hochkarätig besetzt - mit Autoren von Michael Walzer über Christoph Menke bis Charles Taylor -, sondern die Verfasser setzen sich, was Schlüter bemerkenswert findet, sogar tatsächlich mit den Theorien Honneths auseinander. Teils durchaus kritisch, wie Menke, der in Honneths Gesellschafstbild die "Rohheit des Individuums" zu wenig berücksichtigt findet. Daran, dass aber viele interessante Anschlüsse hergestellt werden und dass sich darob die Thesen des Geburtstagskinds als aktuell und virulent erweisen, ändert das nichts, ganz im Gegenteil. Schlüters Resümee scheint zu lauten: die Frankfurter Schule lebt und Axel Honneth ist neben dem zwanzig Jahre älteren Habermas ihr derzeitiger Inbegriff.

© Perlentaucher Medien GmbH