Under Ground (eBook, ePUB) - Grey, S. L.
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Wie tief sitzt deine Angst? Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker - das Sanctum -, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 1.4MB
  • FamilySharing(5)
Produktbeschreibung
Wie tief sitzt deine Angst? Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker - das Sanctum -, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Seitenzahl: 384
  • Erscheinungstermin: 14. November 2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641153090
  • Artikelnr.: 45050447
Autorenporträt
Hinter S. L. Grey verbergen sich die Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenberg. Beide Autoren leben in Südafrika, Sarah in Capetown, Louis in Johannesburg. Als S. L. Grey beschäftigen sie sich mit der Frage, was passiert, wenn der Mensch in Extremsituationen geworfen wird.
Autoreninterview

Unsere Angst ist überall - Die Entstehung von "Under Ground"



S. L. Grey: Das ist das Autoren-Pseudonym, unter dem Louis Greenberg und ich, Sarah Lotz, uns sorichtig austoben können. Wenn wir für unsere S. L. Grey-Romane recherchieren, legen Louis und ichgerne Sonderschichten ein. Für unseren nächsten Roman The Apartment etwa haben wir dieSchattenseiten von Paris erkundet - eine interessante Aufgabe. Als wir hingegen für Under Groundrecherchiert haben, mussten wir nirgendwo anders hingehen - erschreckenderweise.

Wir hatten gerade erste Ideen und Charaktere für Under Gound ausgearbeitet, als mein EhemannCharlie und ich um halb drei Uhr nachts von vier maskierten Männern, die mit Messern bewaffnet anunserem Bett standen, unsanft geweckt wurden.

Charlie war nach einem schweren Motorradunfall gerade erst aus demKrankenhaus entlassen wordenund konnte nur tatenlos zuhören, wie meine Tochter Savannah und ich durch unser kleines Landhausgezerrt wurden und die Wertgegenstände, die wir besaßen, auf Befehl hin zusammensuchen mussten.Ich werde nicht ins Detail gehen, was diese Nacht betrifft, außer dass wirruhig blieben und…mehr

Unsere Angst ist überall - Die Entstehung von "Under Ground"



S. L. Grey: Das ist das Autoren-Pseudonym, unter dem Louis Greenberg und ich, Sarah Lotz, uns sorichtig austoben können. Wenn wir für unsere S. L. Grey-Romane recherchieren, legen Louis und ichgerne Sonderschichten ein. Für unseren nächsten Roman The Apartment etwa haben wir dieSchattenseiten von Paris erkundet - eine interessante Aufgabe. Als wir hingegen für Under Groundrecherchiert haben, mussten wir nirgendwo anders hingehen - erschreckenderweise.

Wir hatten gerade erste Ideen und Charaktere für Under Gound ausgearbeitet, als mein EhemannCharlie und ich um halb drei Uhr nachts von vier maskierten Männern, die mit Messern bewaffnet anunserem Bett standen, unsanft geweckt wurden.

Charlie war nach einem schweren Motorradunfall gerade erst aus demKrankenhaus entlassen wordenund konnte nur tatenlos zuhören, wie meine Tochter Savannah und ich durch unser kleines Landhausgezerrt wurden und die Wertgegenstände, die wir besaßen, auf Befehl hin zusammensuchen mussten.Ich werde nicht ins Detail gehen, was diese Nacht betrifft, außer dass wirruhig blieben und physischunbeschadet, wenn auch traumatisiert. Falls Sie auch nur das geringste über die Kriminalitätsrate inSüdafrika wissen - das Erbe von Jahrzehnten der Unterdrückung und Korruption -, werden Sie auchwissen, dass Einbrüche hier keine Seltenheit sind.

Die Polizei hatte keine große Hoffnung, die Täter zu schnappen. Wohl aber teilte man uns mit, dass dieVerbrecher mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückkommen würden.

Wir verstärkten unsere Sicherheitsvorkehrungen, aber da unser Haus sehr abgeschieden liegt, gab esnicht viel mehr, was wir hätten tun können; außer vielleicht, es mit einem Käfig zu umgeben oder einenBurggraben auszuheben.

Freunde rieten uns, für eine Weile auszuziehen, aber ich weigerte mich stur, mich aus meinem Zuhausevertreiben zu lassen. Wir saßen nächtelang wach, horchten nach ungewöhnlichen Geräuschen,umklammerten Alarmknöpfe und provisorische Waffen. Trotz dieses paranoiden Verhaltens glaubte ichnicht wirklich, dass die Gang zurückkommen würde. Ich lag falsch. Ein paar durchwachte Nächte späterging der Alarm los und wir sahen draußen in der tiefen Dunkelheit gebückte Gestalten in den Büschenan der Seite des Hauses lauern. Dieses Mal schafften sie es nicht, hereinzukommen.

Ein paar Nächte darauf kamen sie wieder. Sie kamen wieder nicht rein, aber wir konnten so nicht mehrlange weitermachen. Wegen des Schlafentzugs konnte ich nicht schreiben, ich hatte Deadlines zuerfüllen und enttäuschte eine Menge Leute. Charlie bearbeitete gerade ein paar rechtlicheAngelegenheiten für eine Security-Firma, und als er ihnen von unserer Notlage erzählte, boten sie an,uns einen ihrer Kerle auszuleihen, der nachts bei uns auf Patrouille gehen würde.

Wir sagten zu. Am nächstenTag kam der Kerl(der Jonathan hieß) vorbei. Er zeigte uns seinhochmodernes Waffenarsenal.

Dank Jonathan und ein paar starken Angsthemmern stürzte ich mich wieder in die Arbeit. Under Ground spielt im Sanctum, einem Luxus-Bunker; ironischerweise genau die Art von Ort, an demich mich nach dem Einbruch gerne verschanzt hätte. Plötzlich wurde mir klar, dass es keinen Ort auf der Welt gibt, an dem du wirklich sicher bist.

In Under Ground geht es um eine ungleiche Gruppe Paranoider, die fliehen, als sich ein tödliches Grippe-Virus in Amerika ausbreitet. Siealle haben ihr Geld ins Sanctum investiert. Also begeben sie sich in die scheinbare Sicherheit hinter der wolframverstärkten Einstiegsluke und den luftdicht versiegeltenWänden, nur um zu erkennen, dass die Gefahr im Inneren des Bunkers viel schlimmer ist als das Virusdraußen. Schon bald nämlichsind sie eingeschlossen - mit einem Killer und mit ihren eigenen Ängsten.Louis und ich beendeten den Roman und mein Trauma verschwand langsam. Zurückblickend war dasGanze eine ziemlich seltsame, aber letztlich auch eine glückliche Erfahrung. Aus meinen Ängsten wurdeUnder Ground geboren. Wie eine unserer Figuren sagen würde: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, machHandgranaten daraus

Sarah Lotz
Krimi des Monats Dezember 2016
"Under Ground" - Gefangen im Luxus

"Sarita schlägt die Augen auf, sieht aber immer noch nichts." Schon der erste Satz des Prologs des Romans "Under Ground" des südafrikanischen Autorenteams S. L. Grey führt direkt in die klaustrophobische Welt des "Sanctum", eines luxuriös ausgestatteten Katastrophenbunkers. Während die Welt draußen von einer tödlichen Grippeepidemie heimgesucht wird und schreckliche Bilder von Leichensäcken und Verkehrsstaus, von Panik und Chaos in der Öffentlichkeit kursieren, findet sich eine Gruppe Flüchtender in diesem vornehmen Refugium für die Reichen und Paranoiden zusammen, abgelegen zwischen Wäldern und Wiesen in Maine, um das Ende der Krise abzuwarten.

Es ist eine illustre Gemeinschaft, die sich in der unterirdischen Sicherheitsanlage versammelt hat. Da ist der geheimnisvolle, leicht passiv-aggressive Tyson, ein verwitweter amerikanischer Millionär, mit seiner kleinen Tochter Sarita und dem südafrikanischen Au-pair Cait. In der Etage unter ihnen wohnt eine koreanisch-amerikanische Familie - die Zahnärztin Stella, ihr Mann Yoo-jin und der hilfsbereite Sohn Jae-Lin, der ein begeisterter "Gamer" ist. Gleich nebenan leben die Guthries, richtige "Hinterwäldler"; Vater Cam und Sohn Brett sind sturköpfige Waffennarren, Tochter Gina befindet sich ständig im Konflikt mit ihrer fanatisch-religiösen Mutter. Unter ihnen wohnen Victoria und James Maddox, ein reiches Anwaltspärchen, Snobs aus Boston, sowie die Dannhausers - Caroline und Leo, ein älteres Paar mit seiner Tochter Trudi, 42 Jahre, einer gescheiterten Primaballerina. Fünf Familien, die sich diesen teuren Zufluchtsort leisten können, sowie der Besitzer des Sanctum, Greg Fuller, und dessen Bauleiter Will Boucher müssen ab sofort auf engstem Raum miteinander auskommen.

Dass das nicht gut gehen kann, wird schnell klar. Freuen sich die Flüchtenden anfangs noch, Schutz gefunden zu haben, zeigt das Miteinander schon bald erste Risse, vor allem als klar wird, dass die Katastrophenschutzanlage zwar noble Appartements mit LED-Bildschirmen, einen Swimmingpool und einen Fitnessraum hat, aber nur bedingt betriebsbereit ist. Die Fahrstühle sind noch nicht eingebaut und die versprochene Krankenstation hat noch nicht einmal ein Bett. In der Abschottung und Enge des Bunkers steigert sich die gegenseitige Abneigung der Protagonisten langsam, aus ersten Spannungen wird Misstrauen, aus Misstrauen offener Hass.

Als Fuller ermordet in seiner Blutlache, daneben ein abgebrochenes Stück Kupferrohr, aufgefunden wird, wird die Lage für alle Bewohner wirklich bedrohlich, denn nur er wusste den Code zum Öffnen der Eingangstür. Nun sind die verbliebenen 16 Protagonisten eingeschlossen im Sanctum und damit - wie es der Titel andeutet - wie in einem Grab.

Wie würden Sie in so einer Situation reagieren? Das ist die Frage, die das Autorenteam den Lesern stellt. Und darum geht es in diesem Buch: Wie Menschen in extremen Situationen handeln, wenn der Sauerstoff und die Wasservorräte knapp werden und das eigene Leben in Gefahr ist. In gewisser Weise funktioniert "Under Ground" dabei wie eine soziale Versuchsanordnung. In 36 Kapiteln, die mit durchschnittlich zehn Seiten relativ knapp gehalten sind, wird die Geschichte der Bewohner erzählt. Dabei wechselt der Blickwinkel mit jedem Kapitel, denn die Handlung wird aus sechs verschiedenen Perspektiven geschildert. Zwei Personen erzählen sogar aus der Ichperspektive, während die anderen Kapitel in der dritten Person geschildert werden. Ein Hinweis auf das Ende der Geschichte? Oder gar auf den Mörder?

Die Erzählweise der Autoren, der ständige Wechsel der Einzelperspektiven, die ja unvollständig sind, da keiner genau weiß, was in den Anderen vorgeht, treibt die Grundstimmung der Paranoia, der Klaustrophobie und der Ungewissheit, wem man hier noch vertrauen kann, langsam auf die Spitze. Bedrohliche Krisen unterschiedlichster Art - bedingt durch ideologische, religiöse und persönliche Gegensätze - treten zutage. Einige Bewohner müssen ihre persönlichen Grenzen überwinden, um zu überleben, andere, das wird bald klar, kommen hier nicht lebend raus. Mit immer wieder erstaunlichen Wendungen durchkreuzen die Autoren die Erwartungen der Figuren und der Leser. Das furiose Ende überrascht dabei gleich in doppelter Hinsicht.

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