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Im KZ Ravensbrück, dem größten NS-Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet, sollte die Oberaufseherin gemäß Dienstvorschrift dem Schutzhaftlagerführer "in allen weiblichen Angelegenheiten beratend zur Seite" stehen. Dabei war den KZ-Aufseherinnen "jede Misshandlung" von weiblichen KZ-Gefangenen offiziell verboten. Dennoch gehörte Gewalt zu ihrer alltäglichen Praxis.
Johannes Schwartz untersucht die verschiedenen Formen der Gewalt von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und dem Außenlager Neubrandenburg in ihren Wechselwirkungen und Verbindungslinien: von psychisch und "sanft" bis exzessiv
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Produktbeschreibung
Im KZ Ravensbrück, dem größten NS-Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet, sollte die Oberaufseherin gemäß Dienstvorschrift dem Schutzhaftlagerführer "in allen weiblichen Angelegenheiten beratend zur Seite" stehen. Dabei war den KZ-Aufseherinnen "jede Misshandlung" von weiblichen KZ-Gefangenen offiziell verboten. Dennoch gehörte Gewalt zu ihrer alltäglichen Praxis.

Johannes Schwartz untersucht die verschiedenen Formen der Gewalt von KZ-Aufseherinnen in Ravensbrück und dem Außenlager Neubrandenburg in ihren Wechselwirkungen und Verbindungslinien: von psychisch und "sanft" bis exzessiv und unberechenbar, von instrumentell bis exemplarisch.

Anhand vielfältiger Quellen analysiert er, wie sich diese Gewaltpraktiken in die Zielsetzungen der KZ-Verwaltung und der Kriegsindustrie einfügten. Zugleich aber belegt er, dass erst die Variabilität und Unberechenbarkeit ihrer Handlungen das Herrschaftsverhältnis der KZ-Aufseherinnen gegenüber den weiblichen KZ-Gefangenen immer wieder von Neuem herstellten.
  • Produktdetails
  • Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts
  • Verlag: Hamburger Edition
  • Seitenzahl: 448
  • Erscheinungstermin: 5. März 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 142mm x 38mm
  • Gewicht: 648g
  • ISBN-13: 9783868543162
  • ISBN-10: 3868543163
  • Artikelnr.: 48092275
Autorenporträt
Schwartz, Johannes
Johannes Schwartz, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landeshauptstadt Hannover für Provenienzforschung zu Verdachtsfällen NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter in den Museen für Kulturgeschichte (Museum August Kestner und Historisches Museum am Hohen Ufer) und im Stadtarchiv.