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Sam (Hugh Laurie) und Lucy (Joely Richardson), beide Mitte dreißig, glücklich verheiratet, gutaussehend und beruflich durchaus erfolgreich, hat das Leben bislang jeden Wunsch erfüllt. Das einzige, was fehlt, um das Glück endgültig perfekt zu machen, ist Nachwuchs.
Leider erweist sich das "Projekt Baby" schwieriger als erwartet: der gewünschte Kindersegen stellt sich trotz Ovulationstabellen, halsbrecherischer Stellungen, Dessous-Paraden und Sex an angeblich magischen Orten nicht ein, auch mit den Tipps von Esoterik-Anhängerin Druscilla (Emma Thompson) klappt es nicht. Als sie schließlich…mehr

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Produktbeschreibung
Sam (Hugh Laurie) und Lucy (Joely Richardson), beide Mitte dreißig, glücklich verheiratet, gutaussehend und beruflich durchaus erfolgreich, hat das Leben bislang jeden Wunsch erfüllt. Das einzige, was fehlt, um das Glück endgültig perfekt zu machen, ist Nachwuchs.

Leider erweist sich das "Projekt Baby" schwieriger als erwartet: der gewünschte Kindersegen stellt sich trotz Ovulationstabellen, halsbrecherischer Stellungen, Dessous-Paraden und Sex an angeblich magischen Orten nicht ein, auch mit den Tipps von Esoterik-Anhängerin Druscilla (Emma Thompson) klappt es nicht. Als sie schließlich den schusseligen wie durchgeknallten Gynäkologen Dr. James (Rowan Atkinson) zu Rate ziehen, ist Sams und Lucys bisher lustvolles Liebesleben schon längst zum lustlosen Fortpflanzungs-Fron verkommen.

Doch dann taucht der charmante Schauspieler Carl (James Purefoy) als neuer Klient in Lucys Agentur auf und verdreht ihr gehörig den Kopf. Und auch Sam begibt sich auf Abwege. Er verarbeitet seine privaten Erlebnisse der letzten Monate - ohne Lucys Wissen, dafür aber mit Hilfe ihrer Tagebucheinträge - zu einem Drehbuch und beendet seine Schreibblockade mit diesem Vertrauensbruch. Bereits die ersten Seiten des Scripts begeistern seine Kollegen und Vorgesetzten derart, daß die Realisation des Filmprojekts beschlossene Sache ist.

Ausgerechnet Sams Nebenbuhler Carl soll nun die Hauptrolle übernehmen und so versucht Sam noch in letzter Minute, den Dreh abzusagen, um das drohende Chaos abzuwenden...

Eine durchgeknallte Komödie über das Leben, den Beziehungsstress und die unglaublichen Anstrengungen, neues Leben in die Welt setzen zu wollen.

Bonusmaterial

DVD-Ausstattung / Bonusmaterial: - Kinotrailer - Trailer von anderen Filmen - Biographien Crew - Kapitel- / Szenenanwahl - Animiertes DVD-Menü - Filmographien - bebilderte Produktionsnotizen - DVD-Rom-Applikationen
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 18.10.2005

Die alten Realisten

Uwe Frießner: "Baby".

Basisdvd. 114 Minuten. Bonus: Zwanzigseitiges Booklet.

Erinnert sich überhaupt noch jemand an das Kinojahr 1984? An die Steppe, in der zwei Nasen Super tankten und Didi uns als Doppelgänger begegnete? Eher nicht. Aber da waren auch ein paar "dreckige kleine Filme", wie Alexander Kluge sie getauft hatte. Reinhard Münsters tolles Debüt "Dorado one way" oder eben "Baby" von Uwe Frießner, sein zweiter Film nach dem Stricherdrama "Das Ende des Regenbogens" (1979). Frießner war der Mann, der seine Laiendarsteller in dem Milieu fand, in dem seine Filme spielten. Baby ist ein junger Mann, der als Rausschmeißer in einer Disco arbeitet und vom eigenen Karatestudio träumt. Er lernt zwei Gauner kennen, Zuhältertypen mit Frisuren und Verhalten, wie sie das Leben der mittleren Achtziger schuf; sie ziehen ihn hinein in ihre halbprofessionellen Aktionen, bei einem Überfall erschießt er einen Wachmann, und die Sache treibt auf ihr absehbares Ende zu. Die Polizei spielt keine große Rolle. Es geht um die drei, um latente Homoerotik und weniger latente Selbstüberschätzung. "Baby" ist kein Krimi, er teilt weder die Perspektive des Ordnungshüters noch des Sozialarbeiters, er ist auf Augenhöhe mit seinen Verlierertypen, und er wirkt heute mit seinen schmucklosen Bildern aus West-Berlin wie ein Stück Archäologie. Er sucht nach der Wirklichkeit, nach Authentizität, was damals ziemlich unschuldige Begriffe waren, und er war ebenso wie die Filme von Münster oder auch Uwe Schrader ein frischer Luftzug im muffigen Wohnzimmer des deutschen Kinos. Die Männer, die das Fenster aufreißen wollten, sind heute verschwunden. Schrader lehrt, und über den Namen des heute dreiundsechzigjährigen Frießner stolpert man sporadisch noch in TV-Movies. Das war das bißchen Realismus, das sich das deutsche Kino gönnen mochte.

pek

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