Bummel durch Europa, 1 MP3-CD - Twain, Mark
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1878, zu einer Zeit als das Reisen wahrlich noch beschwerlicher war als heutzutage, machte Mark Twain, der sprachmächtige Autor von "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" einen "Bummel durch Europa" und erlebte dabei so manches Abenteuer. Auch nach Deutschland führte ihn sein Weg und er wusste vortrefflich von den Reizen rheinischer Landschaften, den ungewöhnlichen Verhaltensweisen deutscher Studenten oder auch den architektonischen Besonderheiten der besichtigten Schlösser zu erzählen. Mit einem leichten Augenzwinkern liest Hans Korte ausgewählte Passagen aus Twains Reisebericht - humorvoll,…mehr

Produktbeschreibung
1878, zu einer Zeit als das Reisen wahrlich noch beschwerlicher war als heutzutage, machte Mark Twain, der sprachmächtige Autor von "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" einen "Bummel durch Europa" und erlebte dabei so manches Abenteuer. Auch nach Deutschland führte ihn sein Weg und er wusste vortrefflich von den Reizen rheinischer Landschaften, den ungewöhnlichen Verhaltensweisen deutscher Studenten oder auch den architektonischen Besonderheiten der besichtigten Schlösser zu erzählen. Mit einem leichten Augenzwinkern liest Hans Korte ausgewählte Passagen aus Twains Reisebericht - humorvoll, bisweilen auch nachdenklich, doch immer sehr unterhaltsam!

Lesung mit Hans Korte
1 mp3-CD ca. 3 h 21 min
  • Produktdetails
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav
  • Gesamtlaufzeit: 201 Min.
  • Erscheinungstermin: September 2018
  • ISBN-13: 9783742406989
  • Artikelnr.: 52400140
Autorenporträt
Korte, Hans
HANS KORTE, geboren 1929, hatte ein beruflich äußerst vielschichtiges Leben. So war er nicht nur als Theater- und Filmschauspieler sowie Hörspiel-, Hörbuch-, Synchronsprecher und Regisseur, sondern aufgrund seiner musischen Ausbildung nebenher ebenso als Dirigent und Opernregisseur tätig. Hans Korte verstarb 2016.
Rezensionen
Besprechung von 16.01.2007
DAS HÖRBUCH
Die Zehe und der Fuß
Rufus Beck liest Mark Twains „Bummel durch Europa”
Im 42. Kapitel von Mark Twains „Bummel durch Europa” belustigt der Auftritt eines siebenjährigen Pfarrerssohnes, der beim sonntäglichen Spielen die Starrollen übernimmt: Pferdewagen kutschieren, Dampfer lenken, eine Armee führen – bis ihm der Vater dies einschränkt auf Spiele, „die dem Sabbat angemessen sind”. Als der Pfarrer am nächsten Sonntag ins Zimmer zu den Kindern lugt, findet er sie die Vertreibung aus dem Paradies spielend, jedoch hat sich der kleine Jimmy wohl beschieden: Der Vater atmet auf, als er ihn weder Adam noch Eva spielen sieht. „Dieses Krümelchen Trost hielt nur sehr kurze Zeit vor; er schaute umher und sah Jimmy in achtunggebietender Pose, mit düsterer, unheilverkündender Miene, in der Ecke stehen.”
Nicht nur auf die Darstellung der Gottheit durch Jimmy, gar auf die gesamte Szene muss verzichten, wer sich die Reisebeschreibungen Mark Twains als Hörbuch zu Gemüte führt. Das Gemüt leidet darunter erst einmal nicht, denn Rufus Beck spricht seine Rolle besser als in früheren Teilen der etwas unübersichtlich angelegten Serie, jetzt sogar ausgezeichnet, berichtet nämlich voller Gleichmut und ohne falsche Verzierungen von den schrecklichsten Sitten der Europäer.
Das Gemüt wird so recht erst aufmerksam, als ihm der Essay „Die schreckliche deutsche Sprache” vorgetragen wird, weil es den komischsten Teil daraus vermisst, nämlich die „Geschichte von dem Fischweib und seinem traurigen Schicksal”, welches es – das Schicksal das Fischweib – in einen Aschenhaufen verwandelt, den auf seinem Weg zur letzten Ruhe das Gebet begleiten solle, er möge auferstehen „ganz für sich allein, ohne einen schäbigen Haufen verschiedener Geschlechter fleckförmig über sich verstreut herumschleppen zu müssen”, wofür Twain zuvor Beispiele gegeben hat: DIE (weibliche) große Zehe an DEM (männlichen) Fuß an DEM Bein etwa oder DIE Brust an DEM Leib des (sächlichen) Fischweibes – alles verbrannt.
Darob missvergnügt zieht sich der Hörer das Buch aus dem Regal, und während Rufus Beck mit angenehmer Stimme die Verstümmelung des Originals vorträgt, jagt der Hörer als Leser mit weit größerer Belustigung durch den Text, nebenbei feststellend, dass der Mann des Hessischen Rundfunks, der für die Verstümmelung zuständig war, immer die abschweifenden Episoden gestrichen hat, die naturgemäß die komischsten sind. MARTIN Z. SCHRÖDER
MARK TWAIN: Bummel durch Europa. Schweiz, Italien. Deutsch von Gustav Adolf Himmel. Gelesen von Rufus Beck. Hörverlag, München 2006. 2 CD, 166 min., 19,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"1880 erschien Mark Twains Reisebericht "Bummel durch Europa" ("A Tramp Abroad"), davon widmeten sich die ersten 24 Kapitel allein Deutschland. Und allein diese Deutschland gewidmeten Kapitel werden nun von Rufus Beck - wie immer - phantastisch gelesen, findet Annette Zerpner. Beck bringt Twains wunderbaren Humor in der richtigen Mischung aus Ironie und Erhabenheit zur Geltung, schwärmt sie. Wobei sie überrascht ist, wie milde Twains Spott über das kaiserliche, militaristische Deutschland jener Zeit ausfiel. Das Besondere an Twains Humor sei, wie er seine Sicht des begeisterten Touristen immer hintertreibe und damit die soeben erst aufgebaute Ehrfurcht vor dem fremden Gegenstand in sich zusammensinken lassen würde, erklärt sie ihre Begeisterung. Manche Anekdoten sind allerdings auch etwas geschwätzig, kosten ihren Pointen etwas zu lange aus, meint Zerpner. Besser sei es, man höre nicht alle Kapitel an einem Stück. Bedauerlicherweise enthalte die Aufnahme nicht den berühmten Anhang "The Awful German Language", dafür werde der Hörer aber mit dem Expose eines ungeschriebenen "wahren" Schwarzwalddramoletts und anderen Deutschland-Perlen beglückt.

© Perlentaucher Medien GmbH"
"Rufus Becks Lesekunst bringt diese eigentümliche Erzählweise aufs beste zur Geltung, indem er Ironie und Ergriffenheit in der Schwebe hält." (FAZ)
"Wie gewohnt ist Beck hervorragender Märchenerzähler, dem man gern zuhört. Mal verleiht er dem Text den Ton sachlicher Berichterstattung, dann wieder arbeitet er Twains beissende Ironie heraus, die diese Reisebilder so unverwechselbar komisch und treffend macht."