The Beautiful Ones - Deutsche Ausgabe (eBook, ePUB) - Prince; Piepenbring, Dan
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  • Format: ePub


Bis zu seinem Tod arbeitete Prince fieberhaft an seiner Autobiografie. Sie war sein letztes großes Projekt. Durch Prince' überraschenden Tod musste dieses Werk unvollendet bleiben. Erst nach und nach wurde bei der Sichtung des Nachlasses klar, dass Prince in den Überlegungen und Plänen für seine Autobiografie bereits weit fortgeschritten war - bis hin zur Auswahl des Bildmaterials. »The Beautiful Ones« beschreibt aus radikal persönlicher Sicht, wie aus Prince Rogers Nelson der Künstler Prince wurde: Es ist die in Echtzeit erzählte Geschichte eines Jungen, der die Welt um sich herum aufsog und…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 68.77MB
Produktbeschreibung
Bis zu seinem Tod arbeitete Prince fieberhaft an seiner Autobiografie. Sie war sein letztes großes Projekt. Durch Prince' überraschenden Tod musste dieses Werk unvollendet bleiben. Erst nach und nach wurde bei der Sichtung des Nachlasses klar, dass Prince in den Überlegungen und Plänen für seine Autobiografie bereits weit fortgeschritten war - bis hin zur Auswahl des Bildmaterials. »The Beautiful Ones« beschreibt aus radikal persönlicher Sicht, wie aus Prince Rogers Nelson der Künstler Prince wurde: Es ist die in Echtzeit erzählte Geschichte eines Jungen, der die Welt um sich herum aufsog und bereits eine Figur, eine künstlerische Vision, erschuf, bevor die Hits und der Ruhm ihn definierten. Das Buch schildert die Kindheit, die frühen Jahre als Musiker und den Höhepunkt seiner internationalen Karriere anhand seiner eigenen Aufzeichnungen, persönlicher Fotos und handschriftlich verfasster Texte und Kompositionen, die der renommierte Übersetzer Eike Schönfeld ins Deutsche übertragen hat. Prince, der scheinbar Unnahbare, lädt seine Fans ein, an den Bildern seiner Erinnerungen und an seinem Leben teilzuhaben. Ein unkonventionelles, sinnliches und hochemotional präsentiertes Buch, aufwendig und edel ausgestattet: mit goldenem Lesebändchen, mit Fotos bedrucktem Vorsatzpapier, geprägtem Leineneinband in Purpur und Schutzumschlag in strahlendem Gold.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Seitenzahl: 304
  • Erscheinungstermin: 11.11.2019
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641231910
  • Artikelnr.: 57547553
Autorenporträt
Prince
Prince, geboren 1958 als Prince Rogers Nelson, war Sänger, Komponist, Songwriter und Musikproduzent, Schauspieler und Regisseur. Er gewann u.a. einen Oscar in der Kategorie »Beste Filmmusik« für den Musikfilm »Purple Rain« und sieben Grammy Awards. 2004 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Prince verstarb im April 2016 in seinem Studio und Zuhause Paisley Park.

Schönfeld, Eike
Eike Schönfeld, geboren 1949, übersetzt seit 1986 englischsprachige Literatur, unter anderem Werke von J.D. Salinger, Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides. Er wurde vielfach ausgezeichnet: 2004 erhielt er den Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis, 2009 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung für Saul Bellows "Humboldts Vermächtnis". 2013 wurde er für seine Übertragung von Sherwood Andersons "Winesburg, Ohio" mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis geehrt.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.11.2019

Wohin tanzt die große Party?

Der Popstar Prince umarmte verschiedenste Klang- und Bildmittel für seine Kunst. Das Text-und-Bild-Album "The Beautiful Ones" setzt ihm ein Denkmal.

Er war eine ganze Musikrichtung, verkleidet als Einzelperson. Manchmal aber wohl auch einsam wie ein Symbol, das niemand lesen kann. Vom E-Gitarren-Zwitschersalat im Anlauf zu "When Doves Cry" (1984) über den albumförmigen Neun-Kapitel-Song "Lovesexy" (1988) bis zum autohypnotischen Lavagroove der Zusammenarbeit mit 3rdeyegirl auf "Plectrumelectrum" (2014) blieb sein Schaffen sogar da, wo es sich nur um sich selbst zu drehen schien, in Hörweite der Tanzfläche, wollte und war Bewegung.

Geboren am 7. Juni 1958 in Minneapolis, getauft auf den klangvollen Namen Prince Rogers Nelson, kürzte der Künstler diesen zu "Prince" zusammen, was im Englischen sowohl den Nachwuchskönig wie allgemein einen Fürsten meint. Beide Bedeutungen füllte er mit Leben, erst als Erbe des Funks und dann als Herrscher im eigenen, den Funk freilich mit umfassenden Reich. Als Prince im April 2016 starb, erging sich selbst der Vollrassist Theodor Beale (alias "Vox Day"), der African Americans als "Halbwilde" verachtet, auf seinem Blog in wehmütigen Erinnerungen an die Popszene der Achtziger im Staate Minnesota: "Fast alle, die ich kannte hatten irgendeine Verbindung zu Prince, sei es als Zufallsbegegnung, sei's beruflich."

Damals und dort, grübelte Beale, habe man nicht auf Rassenmerkmale geachtet, ihm selbst sei erst später klargeworden, wie wichtig man die zu nehmen habe. Seine rechtsradikale Stammkundschaft musste sich im Kommentarbereich zu diesem Blogeintrag zusammenreißen; wenn jemand es an Ehrfurcht für den Verewigten fehlen ließ, gab's was mit dem Moderatorenknüppel, und Figuren, die sich darüber Gedanken machen, wie man die gesellschaftliche Rangordnung im Sinne faschistoider Ressentiments einrichten kann, schwärmten davon, wie Prince seinerzeit Bands aus seiner Umgebung wie The Time oder Vanity 6 gefördert hatte.

Von unangenehmen Bewunderern verabschiedet wurde da eine Komponisten-, Texter-, Performer- und Produzentenpersönlichkeit, deren Füllhorn genug Musik auswarf, dass auch andere als sie selbst damit Erfolge feierten, von Sinéad O'Connor über Sheila Easton bis zu den Bangles. Das Nachrufpathos in jenem Frühjahr 2016 mischte sich, weil Prince seine Gaben so breit gestreut hatte, mit Nostalgie für eine ganze Pop-Epoche und stand stellenweise im kuriosen Kontrast zur Gelassenheit des Beweinten während dessen Krisen; noch in den letzten Lebenstagen beantwortete er besorgte Medienmeldungen über sein Leiden mit einem lakonischen Selbstzitat: "I just can't believe all the things people say", was die Leute nur immer reden.

Emphatische Deklamationen im Zusammenhang mit Schicksal und Vergänglichkeit waren ihm zwar auf dem Erfolgsgipfel zwischen "I Would Die 4 U" (1984) und "Sometimes it Snows in April" (1986) keineswegs fremd; kleinmütiges Sinn- und Seinsfragengegrübel aber quittierte er gern mit einem lebensbejahenden Schulterzucken: "Life is just a party and parties weren't meant to last", heißt es auf dem Weltuntergangsfeger "1999" von 1982.

Wer die Kunst kennt, die Prince hinterlassen hat, und sich eine Vorstellung davon machen will, was für ein Mensch ihre Voraussetzung war, in ihr aber nicht restlos aufgehen konnte noch wollte, kann jetzt ein Buch lesen und betrachten, das "The Beautiful Ones" heißt, also "Die Schönen" - Jahre? Menschen? Auftritte? Alles, ja. Der Verlag verkauft das Buch bescheiden und damit irreführend als "unvollendete Autobiografie", weil es sich aus einem Projekt ergeben hat, das in Richtung Selbstdarstellung gedacht gewesen war. In Wirklichkeit ist "The Beautiful Ones" eine Art Ausstellung auf erstklassigem Papier, voller Faksimiles von Songtexten und Entwürfen dazu, erzählenden und erläuternden Beilagen und anderen Elementen eines mehrfachbelichteten Großporträts.

In diesem nach allen Neugierrichtungen lichtdurchlässigen, geräumigen und kein bisschen bedrückenden Grabmal stützen einander drei Teile. Der erste birgt eine nach Fotovorlagen reproduzierte und danach ins Deutsche übertragene handschriftliche Sammlung von Jugenderinnerungen, in der das seinerzeit sinnlich Erfahrene und die spätere Selbstreflexion einander ohne jede Mühe durchdringen - gleich zu Beginn liest man, ein Moment, in dem seine Mutter dem kleinen Prince einmal sanft das Gesicht streichelte,weil sie erkannte, dass er wieder einmal nicht verstand, was die Erwachsenen da redeten und was er auch nicht verstehen sollte, erwachsenes Zeug nämlich, sei der Augenblick der "Geburt meiner physischen Phantasie" gewesen.

Auf Englisch: "the birth of my physical imagination". Treffender als mit dieser Wendung kann man die Quelle seiner Kunst kaum benennen: Hier passiert etwas Geistiges als Leib, etwas Witziges als Sex und eine Denkleistung mit hellwachen Sinnen.

Der zweite Teil des Buches greift in den Nachlass über die schon mit dem Ziel der Buchveröffentlichung geschriebenen Notate hinaus; Zettel mit Song-Palimpsesten gibt es da, niedliche und feurige Fotos auch: Der Jugendliche spielt im Bett Gitarre oder sitzt auf seinem Auto, dazu ein Plattencoverentwurf, außerdem der fast erwachsene Prince im knappen Höschen, oder wie er sich mit dem Zeigefinger ins Apfelbäckchen piekst - lauter Proben wohl, zum Beispiel für die berühmte Fotoserie mit dem atemberaubenden Crop Top fürs 1986er-"Parade"-Album. Kommentieren darf das alles der Einzige, der weiß, wie es sich angefühlt hat: "Ich fuhr gerade mit meinem Datsun, als ich meinen eigenen Song im Radio hörte. Nicht, dass ich es nicht fassen konnte; aber mir rutschte einfach das Herz in die Knie", so war das also im längst versunkenen very funky Jahr 1978.

Der dritte Teil von "The Beautiful Ones" entfernt sich am weitesten vom Selbstzeugnis, er spiegelt in Dokumenten der Karriere des Helden eine Sicht auf ihn, die das Buchpublikum schon mitbringt, als gleichsam amtlicher Teil, weswegen eine Personalausweiskopie dazugehört. Daneben benennt der Passinhaber die Rechtlosigkeit des Bürgers als Künstler: "Es ist unglaublich, man schreibt Songs, besitzt aber nicht die Rechte daran, und andere können damit machen, was sie wollen." Prince ist nicht mehr am Leben, so wenig wie andere Individualitätssinnbilder der Achtziger: Michael Jackson, George Michael, Whitney Houston. Die öffentliche Selbsterlösung qua Selbstdarstellung, die im Yuppiejahrzehnt eines der massenwirksamsten Kulturmomente war, ließ seine Riesentypen bei der Feier ihrer Unverwechselbarkeit mit sich oft sehr allein und daher manchmal wie neben sich stehen: "I was dreaming while I wrote this", erklärt Prince in "1999", und der Traum, den viele hörten, als ihnen das gesungen wurde, hieß: "Ich komme aus der Langeweile, vom Rand, aus der Misere, ich will ins Aufregende, in den Mittelpunkt und den Luxus".

Da, wo Prince herkam, entstand zeitgleich ein anderes Modell als die Unikat-Menschenmarke, die Idee "Hiphop", einerseits als Geschäftsmodell ("Was, wenn die Kultur einer sonst weggedrückten Menschengruppe zur Abwechslung mal von ihr selbst zu Geld gemacht wird statt von anderen?"), andererseits aber zugleich ein, wenn auch nicht immer absolut konsequent politisch aufgefasstes Anwendungsbeispiel der Erkenntnis "allein machen sie dich ein". So geht es: Neue Kulturtechniken bringen neue Stars hervor, neue Stars können wieder zu Musikrichtungen werden, als Einzelpersonen verkleidet. Am Ende dieser Berg-und-Tal-Wellenbewegung steht eine Art Ewigkeit, die fürs konkrete Subjekt nicht nur zum Freuen ist. Die Party tanzt, sobald sie viele mitnimmt, zwingend weiter als jedes einzelne Leben, das sie feiert. Sie ist wohl doch "meant to last".

DIETMAR DATH

Prince mit Dan Piepenbring: "The Beautiful Ones". Die unvollendete Autobiografie.

Aus dem Englischen von Claudia Wuttke und Eike Schönfeld,

Heyne Verlag, München 2019. 304 S., geb., 32,- [Euro].

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"Ein Buch für Fans und Einsteiger - eine Meisterleistung." aspekte, ZDF