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Der Krieg in Vietnam war die längste militärische Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Er hat Hunderttausende von Opfern gefordert, die amerikanische Nation gespalten, und der Supermacht USA die erste Niederlage ihrer Geschichte bereitet. Dieses Buch schildert die Ursachen und Hintergründe des Krieges, seine wichtigsten politischen und militärischen Etappen sowie seine bis heute anhaltenden Auswirkungen auf die Rolle Amerikas in der Weltpolitik. Erstmals liegt damit in deutscher Sprache eine Geschichte des Vietnamkriegs vor.…mehr

Produktbeschreibung
Der Krieg in Vietnam war die längste militärische Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Er hat Hunderttausende von Opfern gefordert, die amerikanische Nation gespalten, und der Supermacht USA die erste Niederlage ihrer Geschichte bereitet. Dieses Buch schildert die Ursachen und Hintergründe des Krieges, seine wichtigsten politischen und militärischen Etappen sowie seine bis heute anhaltenden Auswirkungen auf die Rolle Amerikas in der Weltpolitik. Erstmals liegt damit in deutscher Sprache eine Geschichte des Vietnamkriegs vor.
  • Produktdetails
  • C.H. Beck Paperback Bd.1278
  • Verlag: Beck
  • 10. Aufl.
  • Seitenzahl: 253
  • Erscheinungstermin: 21. Juli 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 126mm x 18mm
  • Gewicht: 255g
  • ISBN-13: 9783406699122
  • ISBN-10: 340669912X
  • Artikelnr.: 45025276
Autorenporträt
Marc Frey ist Professor für Geschichte an der Jacobs University Bremen.
Inhaltsangabe
Vorwort

I. Der Französische Indochina-Krieg und die USA (1945-1954)

II. Ein geteiltes Land (1954-1960)

III. Vorentscheidungen (1961-1963)

IV. Eskalation (1964-1965)

V. Der amerikanische Krieg in Vietnam (1965-1967)

VI. Die Wende: Krisenjahr 1968

VII. Vietnamisierung (1969-1973)

VIII. Epilog

Anhang
Anmerkungen
Bibliographie
Abkürzungen
Personenregister
Karten

3-406-45978-1Zusatzinfo I
Vorwort

I. Der Französische Indochina-Krieg und die USA (1945-1954)

II. Ein geteiltes Land (1954-1960)

III. Vorentscheidungen (1961-1963)

IV. Eskalation (1964-1965)

V. Der amerikanische Krieg in Vietnam (1965-1967)

VI. Die Wende: Krisenjahr 1968

VII. Vietnamisierung (1969-1973)

VIII. Epilog

Anhang

Anmerkungen

Bibliographie

Abkürzungen

Personenregister

Karten
Rezensionen
Besprechung von 24.11.1998
Dimensionen des Dschungels
Eine Geschichte des Vietnam-Krieges

Marc Frey: Geschichte des Vietnamkriegs. Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums. Beck'sche Reihe 1278. Verlag C. H. Beck, München 1998. 255 Seiten, 2 Karten, 24,- Mark.

Vietnam stand etwa vierzig Jahre lang im Krieg: gegen Frankreich, die Vereinigten Staaten, das Kambodscha der Roten Khmer, China - und nicht zuletzt gegen sich selbst. Die Geschichte dieses Krieges wird jetzt von Marc Frey eindringlich und zuverlässig nacherzählt. Die flüssig geschriebene Darstellung beschränkt sich nicht auf die Rekonstruktion der militärischen Ereignisse. Der Autor vermittelt auch einen Einblick in die vom Vietnam-Krieg betroffenen Nachbarländer Laos und Kambodscha, er beschreibt die vielschichtige innere Entwicklung Vietnams, berichtet über die gegen Vietnam kriegführenden Länder, beleuchtet die internationalen Rahmenbedingungen des Vietnam-Konflikts, wie zum Beispiel die sowjetisch-chinesische Konkurrenz, und zeichnet anschauliche Porträts der verantwortlichen Militärs und Politiker aller Seiten.

Im Zentrum steht die amerikanische Politik und Kriegführung in Südostasien mit ihrer langen und wechselvollen Vorgeschichte und ihren bis heute nachwirkenden Folgen. Frey läßt keine Zweifel, daß die grundlegenden Entscheidungen für den Marsch der Vereinigten Staaten in den vietnamesischen Sumpf von Präsident Kennedy getroffen worden sind. Ende 1963 befanden sich mehr als 16 000 amerikanische "Berater" im Land, um das Diem-Regime zu stützen. Im März 1965, also in der Amtszeit Johnsons, gingen die ersten amerikanischen Bodentruppen in Da Nang an Land, und bei der Amtsübernahme durch Nixon standen mehr als eine halbe Million amerikanischer Soldaten in Vietnam.

Die Dimensionen dieses Dschungelkrieges strapazieren noch heute die Vorstellungskraft: etwa zwei Millionen Vietnamesen fielen ihm zum Opfer, allein in Südvietnam "hinterließ der Krieg 900 000 Waisen, eine Million Witwen und 200 000 Prostituierte", größte Teile des Landes waren "durch Minen, Bomben und Herbizide unbrauchbar gemacht", 58 000 amerikanische Soldaten bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben, und die unmittelbaren Kriegskosten beliefen sich auf 167 Milliarden Dollar.

Im übrigen bestätigte der Vietnam-Krieg eine Erfahrung, die im 20. Jahrhundert immer wieder gemacht worden ist: Systematisches Bombardement gegen Zivilisten führt in der Regel nicht zur Demoralisierung der Bevölkerung und zur Erschütterung des Regimes, im Gegenteil: "Statt das Regime zu schwächen", stärkte "der Terror aus der Luft", bei dem zum Beispiel im April 1968 "die dichteste Konzentration Sprengstoff" registriert wurde, "die jemals auf ein Flecken Erde niederging", den Zusammenhalt der nordvietnamesischen Gesellschaft.

Das ist einer von vielen Gründen, warum der Krieg von den Vereinigten Staaten nicht gewonnen werden konnte, sondern mit einer traumatisch nachwirkenden Niederlage endete. Es kommt der Darstellung sehr zugute, daß Frey bei diesen und anderen Erläuterungen und Erklärungen von einer eindimensionalen Argumentation absieht. Es war eben eine Vielzahl höchst heterogener Faktoren, deren Zusammenspiel den Verlauf und das Ergebnis des Vietnam-Krieges bestimmt haben. Zu ihnen zählten vor allem die Persönlichkeiten der für die Kriegführung in letzter Konsequenz verantwortlichen amerikanischen Präsidenten, deren extreme Entscheidungssituationen der Autor seinen Leser nachvollziehen läßt. Nur so wird verständlich, warum ein Mann wie Johnson, der keineswegs "leichtfertig auf eine Konfrontation mit Hanoi" zusteuerte, an diesem Krieg gerade deshalb scheitern und schließlich zerbrechen sollte, weil er im Unterschied zu den meisten seiner Berater stets den "Mittelweg" einschlug.

GREGOR SCHÖLLGEN

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