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Man kennt, man liest und liebt die Bücher und Aufsätze von Marion Gräfin Dönhoff. Wenig aber weiß man vom Alltag der Grand Old Lady des deutschen Journalismus. Im Archiv der "Zeit" liegen ihre Briefe, die ein einzigartiges biografisches Zeugnis geben.
"Im übrigen, was mich betrifft, so gebe ich Ihnen hiermit das Versprechen, daß ich aus dem politischen Journalismus ausscheide, wenn Krone Kanzler werden sollte. Dieses Triumvirat der ausgewählten Mittelmäßigkeit: Lübke, Krone, Brentano. Das wäre zuviel. Dann wäre wirklich alles sinnlos, was wir getan haben und tun könnten", schreibt Marion…mehr

Produktbeschreibung
Man kennt, man liest und liebt die Bücher und Aufsätze von Marion Gräfin Dönhoff. Wenig aber weiß man vom Alltag der Grand Old Lady des deutschen Journalismus. Im Archiv der "Zeit" liegen ihre Briefe, die ein einzigartiges biografisches Zeugnis geben.

"Im übrigen, was mich betrifft, so gebe ich Ihnen hiermit das Versprechen, daß ich aus dem politischen Journalismus ausscheide, wenn Krone Kanzler werden sollte. Dieses Triumvirat der ausgewählten Mittelmäßigkeit: Lübke, Krone, Brentano. Das wäre zuviel. Dann wäre wirklich alles sinnlos, was wir getan haben und tun könnten", schreibt Marion Gräfin Dönhoff Mitte der sechziger Jahre ihrem Verleger Gerd Bucerius. Ein Moment der Resignation, des Stillstands neben vielen des Glücks und Aufbruchs, des Abschieds, des Alltags.

Über fünfzig Jahre tauschten der Verleger und seine Erste Redakteurin Briefe, oft seitenlang, von Hand geschrieben. Sie handeln von der politischen Ausrichtung der Zeitung, von den Kompetenzen der Redaktion, von den Vorrechten des Eigentümers, von Personalentscheidungen und den großen Fragen der Politik und des politischen Personals. Briefe, oft voller Emotion, zornig zuweilen, hart in der Sache, dann wieder versöhnlich, zart und nicht selten sehr persönlich.
  • Produktdetails
  • Verlag: Siedler
  • Seitenzahl: 304
  • Erscheinungstermin: September 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 224mm x 146mm x 27mm
  • Gewicht: 512g
  • ISBN-13: 9783886807987
  • ISBN-10: 3886807983
  • Artikelnr.: 11925177
Autorenporträt
Haug von Kuenheim, geboren 1934 in Königsberg/Ostpreußen, arbeitete über Jahrzehnte verantwortlich in der "Zeit". Theo Sommer, Jahrgang 1930, war lange Chefredakteur und Herausgeber der ZEIT. Heute ist er ihr Editor-at-Large. Zuletzt erschien "1945. Die Biographie eines Jahres" (2005). Marion Gräfin Dönhoff, geboren 1909 in Ostpreußen, unternahm nach dem Abitur ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordamerika und Ostafrika. Dann studierte sie Volkswirtschaft; 1936 trat sie in die Verwaltung der Familiengüter ein, deren Leitung sie 1939 übernahm. Seit 1946 gehörte sie der Redaktion der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT an. 1955 wurde sie Leiterin des politischen Ressorts, 1968 Chefredakteurin und 1973 Herausgeberin. Sie ist u.a. mit dem Theodor- Heuss-Preis (1966) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1971) ausgezeichnet worden. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a.: "Namen, die keiner mehr nennt", "Kindheit in Ostpreußen", "Zivilisiert den Kapitalismus". Marion Gräfin Dönhoff verstarb 2002 im Alter von 92 Jahren.
Rezensionen
Besprechung von 11.10.2003
Bubenstück
Mit einer Auflage von, sagen wir, 44 000 Exemplaren, verkauft zum Preis von zehn Mark, wäre Marion Gräfin Dönhoff gewiss vollauf zufrieden gewesen: Wer die Zeit las, sollte seinen Verstand gebrauchen. So erklärte Theo Sommer das Zeitungsideal der Gräfin. Und er schien von ihm ebenso eingenommen wie vom Einspruch des Verlegers Gerd Bucerius, den selbst die Nachtgespenster von Sorge, Krisenfurcht und Depression nie verließen. Wie eine Familie muss die Zeit gewesen sein. Zwei „Buben” aus dieser Familie, Theo Sommer und Haug von Kuenheim, haben nun im Siedler Verlag den Briefwechsel der Gräfin mit dem Verleger herausgegeben. Als sie im Atrium des Hessischen Hofes darüber plauderten, wer der „Ursprungsbube” gewesen sei, mochte man darüber nachdenken, wie lange einer „Bube” sein kann. Aber die Herren mit dem Auftreten hanseatischer Honoratioren lieferten in der Tat ein kleines Bubenstück. Drei Briefe aus dem Jahre 1993 durften nach dem Willen der Erben nicht veröffentlicht werden. In Frankfurt lasen die „Buben” sie vor. Die Briefe sind harmlos, aber wir wollen uns in den Familienstreit um das Image der Gräfin und ihres Verlegers nicht einmischen. Nur soviel sei verraten. Es ging um Verlagswagen, Fahrkünste und die Größe von Hamburger Garagen.
jby
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