Robotopia Nipponica: Recherchen zur Akzeptanz von Robotern in Japan (eBook, PDF) - Wagner, Cosima
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  • Format: PDF


Japan ist seit den 1980ern als Land bekannt, das eine bemerkenswerte Roboterkultur hervorgebracht hat. Während jedoch die Diskussion um den Einsatz sogenannter "sozialer" Roboter in der Pflege noch vor kurzem im Westen den Mythos vom "Roboterland Japan" bestärkt hat, brachte die Dreifachkatastrophe von Fukushima im März 2011 allgemeine Ernüchterung: japanische Roboter konnten hier kaum helfen. Cosima Wagner unternimmt auf der Basis originalsprachlichen Quellenmaterials nun erstmalig eine umfassende Erörterung der Robotopia Nipponica und bietet Erklärungsmodelle für den "Japanese Way of…mehr

Produktbeschreibung
Japan ist seit den 1980ern als Land bekannt, das eine bemerkenswerte Roboterkultur hervorgebracht hat. Während jedoch die Diskussion um den Einsatz sogenannter "sozialer" Roboter in der Pflege noch vor kurzem im Westen den Mythos vom "Roboterland Japan" bestärkt hat, brachte die Dreifachkatastrophe von Fukushima im März 2011 allgemeine Ernüchterung: japanische Roboter konnten hier kaum helfen. Cosima Wagner unternimmt auf der Basis originalsprachlichen Quellenmaterials nun erstmalig eine umfassende Erörterung der Robotopia Nipponica und bietet Erklärungsmodelle für den "Japanese Way of Robotics". Eine dichte Beschreibung der Wechselwirkung von Kultur und Technik macht deutlich, dass Roboter auch in Japan nicht nur rationale High-Tech-Produkte sind, sondern als technische Artefakte ihre Existenz und ihre spezifische Erscheinungsform dem Zusammenspiel verschiedener sozialer, politischer und kultureller Faktoren verdanken. Als Beitrag einer kulturwissenschaftlichen Technikforschung regt die Autorin - anstelle exotisierender Interpretationen - zur Reflexion über die Relation von Kultur und Technik an und bereichert anhand des Fallbeispiels Japan die Debatte um eine Technisierung der Zukunftsgesellschaft.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, D, I, NL ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Tectum Verlag
  • Seitenzahl: 450
  • Erscheinungstermin: 18.02.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783828858596
  • Artikelnr.: 40483146
Autorenporträt
Cosima Wagner studierte Japanologie und Geschichte in Marburg und Berlin. Seit 2003 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Japanologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main; sie befasst sich mit den Themen Technik in Japan, Alltags- und Konsumgeschichte Japans nach 1945, mit japanischen "Objektgeschichten" seit dem frühen 20. Jahrhundert und mit dem Diskurs um den weltweiten Boom der japanischen Populärkultur.
Inhaltsangabe
Danksagung Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis 1 Einleitung 1.1 Roboter in Japan als japanologische Studienobjekte: Problemstellung und Ziel der Arbeit 1.2 Forschungsstand 1.3 Theoretischer Ansatz und methodisches Vorgehen 2 Roboter als Narration: Leitbilder und Geschichten in Japan seit dem Jahr 1923 2.1 Vom künstlichen Menschen zur Kampfmaschine: kulturelle Roboteradaptionen von 1923 bis 1945 2.2 Der Roboter als Freund und Helfer: (Bilder-) Geschichten und Manifestationen nach 1945 2.2.1 Die Roboter-Leitbild Nr. 1: Tetsuwan Atomu von Tezuka Osamu 2.2.2 Roboter-Leitbild Nr. 2: Die Roboter-Katze Doraemon von Fujiko Fujio 2.2.2.1 Exkurs 1: Narration wird Wirklichkeit: Das Real Dream Doraemon Project des Unternehmens Bandai Namco 2.2.2.2 Exkurs 2: Spielzeugroboter der Unternehmen Tomy und Namco als Hausgenossen in Japan seit den 1980er Jahren 2.2.3 Roboter-Leitbild Nr. 3: Tetsujin 28gö und seine Verwandten 2.3 Roboter-Narraton als invented traditon ? Das Beispiel der karakuri ningyö 2.4 Neue Roboter-Geschichten als Staatsprosa: Familie Inobe und die Spielzeug-Wundertüte der Roboterideen 2.4.1 Roboter-Kurzgeschichten der Studiengruppe für eine Vision zu Robotern der nächsten Generaton des METI 2004 2.4.1.1 Kurzgeschichte 1 (Haushalt, Hilfe bei der Kinderbetreuung): Eine Muter am Arbeitsplatz und ihr Sohn, der gerade von der Schule nach Hause zurückkehrt 2.4.1.2 Kurzgeschichte 2 (Hilfe im Haushalt und Einsatz in der Altersgesellschaf): Papa baut einen Roboter zusammen 2.4.2 Innovaton 2025: Ein Tag im Leben der Familie Inobe 2.4.3 Die Spielzeugkiste der Roboterideen des LDP-Politkers Ono Shin'ya 2.5 Zusammenfassung 3 Staatliche Pläne und technikwissenschafliche Positonen zur Realisierung einer Robotopia Nipponica seit der Jahrtausendwende 3.1 Ein Roboter für jeden Haushalt: die staatliche Förderung von next generaton-Robotern seit den 1990er Jahren 3.1.1 Ausgangslage und Motvaton zur staatlichen Förderung von next generaton-Robotern und Robotertechnologie seit den 1990er Jahren 3.1.1.1 Das Science and Technology Basic Law aus dem Jahr 1995 3.1.1.2 Die vier Grundlagenpläne für Wissenschaf und Technologie seit dem Jahr 1996 3.1.2 Von Visionen zu Maßnahmen: Das METI als Motor der staatlichen next generaton-Roboterförderung in Japan (2002 - 2006) 3.1.2.1 Sicherheit und ein sorgenfreies Leben in Japan: Die Studiengruppe für eine Vision zu Robotern der nächsten Generaton (2003 - 2004) 3.1.2.2 Die Roboterindustrie wird zu einer von sieben Schlüsselindustrien der japanischen Wirtschaf (2004) 3.1.2.3 Die Arbeitsgruppe für Roboter-Maßnahmen (Roboto seisaku kenkyükai) (2005 - 2006) 3.1.2.3.1 Exkurs: Roboter zur wirtschaflichen Belebung der Region - das Robot Laboratory in Ösaka 3.1.2.4 Von Maßnahmen zu Beweisexperimenten: Die Förderung von next generaton-Robotern durch das METI und andere staatliche Organisatonen seit dem Jahr 2006 3.2 Traumorienterte Forschung und Technik-otaku ? Einblicke in die japanische Wissenschaf vom Roboter 3.2.1 Abriss der japanischen Robotkgeschichte seit den 1960er Jahren 3.2.2 Forschungstrend next generaton-Roboter: soziale humanoide Roboter 3.2.2.1 Experten-Interview mit Takanishi Atsuo: Mit der Forschung zu humanoiden Robotern den Menschen besser verstehen lernen - das Humanoid Robotcs Insttute an der Waseda-Universität (T6ky6) 3.2.3 Charakteristka der Robotk in Japan 3.2.4 Popularisierung von technischem Wissen: Lektürebericht zum Thema Populärkultur und Robotk in Japan 3.2.5 Zusammenfassung: Sind die heutgen Roboterentwickler die karakuri-Meister der Gegenwart? 4 Können Roboter therapieren? Drei Anwendungsbeispiele von next generaton-Robotertechnologie im Bereich der Beschäfigungstherapie in Japan 4.1 Die Roboter-Therapie als neuer Forschungsbereich 4.2 PARO, der therapeutschste Roboter der Welt 4.3 Wohnen mit dem Roboter-Teddy ? Das High Tech-Seniorenheim des Unternehmens Panasonic in Ösaka-K6rien 4.4 Zusammenfassung 5 "A Japan
Rezensionen
Besprechung von 22.11.2013
Mechanische Helfer

Japan wird gern als Königreich der Roboter bezeichnet. Das Spektrum reicht von mechanischen, Tee servierenden Puppen der Edo-Zeit (1603 bis 1868) bis zu den Spiel- und Servicerobotern der Gegenwart. Cosima Wagner hat der bekannten Affinität der Japaner zu Automaten und Robotern nun eine ausführliche Studie gewidmet. Die Autorin analysiert Heldenepen der Popkultur - etwa die Manga-Serien um "Astro Boy", den Roboterjungen mit dem atomenergiebetriebenen Herzen, oder rund um die Roboterkatze "Doraemon" -, studiert Strategiepläne der Regierung und interviewt Robotikexperten aus dem industriellen genauso wie dem universitären Bereich. Sie erläutert Spezifik und Ethik der Robotik in Japan als kulturelle Regeln für den Maschinenpark. Militärische Anwendungen sind verpönt und der Sicherheitsmythos führte zum Fehlen einsatzfähiger Katastrophenroboter in Fukushima. Die Entwicklung "sozialer" Serviceroboter steht im Mittelpunkt des Buches: Roboter, die in PR-Kampagnen der Regierung bereits als Altenpfleger und Kinderaufpasser der Zukunft in Szene gesetzt werden. Schließlich unternimmt die Autorin auch Feldstudien zur Akzeptanz der Roboter im Bereich der Pflege und Altenbetreuung. (Cosima Wagner: "Robotopia Nipponica". Recherchen zur Akzeptanz von Robotern in Japan. Tectum Verlag, Marburg 2013. 428 S., geb., 34,95 [Euro].)

sg

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